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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Der untere Stadtplatz, welcher jedes Jahr bei Hochwässern mehr oder weniger überronnen wird, soll gegenwärtig erhöht werden
In Nauders wird der Straßenbau über die Norbertshöhe in das Engadin nun ernstlich in Angriff genommen werden
01.08. und 04.08.1871 – Die alte Innsbrücke: „Die Statue des hl. Johannes von Nepomuk, weiche das gottlose Gewässer fortgerissen, galt zu damaliger Zeit als ein großes Kunstwerk und war von Jenewein Lechleitner mit viel Aufwandes seines Geistes angefertigt. Der damalige Statthalter Fürst Karl Philipp, Pfalzgraf bei Rhein, welchen ein böhmischer Hofbedienter, Wenzel Stadler, auf die großen Vorzüge seines heiliggesprochenen Landsmannes aufmerksam gemacht hatte, war der Stifter des Bildes, welches mit einer weitläufigen Inschrift versehen auf der Brücke aufgestellt und am Tage der Vollendung unter großer Feierlichkeit eingeweiht wurde. Am 15. Mai 1717 acht Uhr abends zogen 70 Priester mit brennenden Kerzen, die Pfarrgemeinde mit fliegenden Fahnen auf die Innbrücke, wo vor der neuen Statue ein Festaltar errichtet stand. Da der Brückenraum nur einen geringen Theil des stets frommen und schaulustigen Publikums der Landeshauptstadtt fassen konnte, vertheilte sich dasselbe auf die beiderseitigen Ufer längs des Innrains und bis hinauf zur Schießstätte. Der pfalzgräfliche „Hof“ aber sah aus den Fenstern des Regierungsgebäudes der Feierlichkeit zu. Im Flussbette des Innss schaukelten zwei Schiffe, deren eines Sänger und Musikanten, das andere ein „künstliches Feuerwerk“ aufgenommen hatte; und während von einem Schiffe der lauretanischen Litanei erklangen, fuhren vom anderen blitzende Sterne und feurige Raketen über…
Als Bauleiter des neuen Brückenbaues wurde der damalige Weginspektor Franz Karl Zoller aufgestellt, derselbe, welcher später durch seine historischen Arbeiten über Innsbruck sich verewigt hat. Der Baumeister der Brücke aber war Paul Nahr, daher der alte wohlfeile Witz: „Die Innbrücke hat ein Narr gebaut!“ Die Pläne zur neuen Brücke verfertigte ebenfalls der obgenannte Weginspektor Zoller. Von seinen neuen Projekten, deren erser zwei Pfeiler mit drei Hängewerken, das zweite drei Pfeiler mit vier Hängewerken enthielt, wurde vom Gubernium das letztere angenommen und ausgeführt. Die zum Bau nöthigen Steine wurden aus der Zirler Klamm, vom Höttinger Steinbruch und von Wilten herbeigeschafft, und überdies das vom abetragenen Innbrückenthurm gewonnene Material benützt. Die Schmiedearbeiten lieferte Meister Johann Pichler. Am 8. April 1789 wurde mit dem Bau begonnen, und zwar zuerst mit dem Herausziehen der alten Pfähle, um deren Eisenschuhe zu gewinnen und weiters zu verwenden. Am 16. April wurde mit dem Bau einer kleinen Nothbrücke begonnen, welche nur den Zweck hatte, die Herstellung der neuen Anfahrt und den Bau des Anfahrtspfeilers zu ermöglichen. Die neue Brücke selbst wurde stückweise gebaut, so dass die Passage mittelst Fuhrwerk nur während der Zeit der Brückenlegung von einem Pfeiler zum anderen gehemmt war, während welcher Zeit das Fuhrwerk…
Bauten: Neben dem Schulhause in St. Nikolaus sieht man dermalen einen Neubau beginnen. Herr Malfatti baut nämlich hier für sein Knaben-Institut, da das bisherige Haus nicht sehr zweckmäßig ist, ein neues großes Anstaltsgebäude. Auf der anderen Seites des Schulhauses ist der Umbau des Martha´schen Hauses bereits bis zur Dachhöhe fertig. Diese beiden Neubauten werden mit dem Schulgebäude jedenfalls viel zur Verschönerung des jenseitigen Stadttheiles beitragen. Nicht ganz das gleiche wird man von dem Neubau im Innrain sagen können, insoferne nämlich derselbe nicht parallel mit dem Trottoir aufgeführt wurde, sondern mit dem Nachbarhause einen Winkel bildet. Hoffentlich wird bei einem Wiederaufbau des Kammerlander´schen Hauses, das dermalen auch einen solchen Winkel macht, dieser Fehler nach Thunlichkeit vermieden. Der Zubau am Prüdnerhause bei der Kettenbrücke schrietet rasch vorwärts und dasselbe wird jetzt auch mit dem Baue des Wohnhauses der Fall sein, welches an der Baur´schen Fabrik in der obern Sillgasse angebaut wird, nachdem nun die Mauern aus dem Grunde herausreichen, und die beiden neuen Häuser oberhalb des Bahnhofes sind bereits seit einiger Zeit schon unter Dach gebracht. Die voriges Jahr begonnenen Häuser, nämlich das des Herrn Engl am Stadtplatz und das in der Angerzellgasse sind bereits fix und fertig und gereichen der Stadt…
Landtag : Der Entwurf der Bauordnung für die Städte und Märkte der Grafschaft Tirol mit Ausnahme der Städte Innsbruck und Trient, wurde mit einer geringfügigen Änderung angenommen
Der Bau der Innbrücke und des Steges wird fortgesetzt. Durch die heurige Überschwemmung misstrauisch gemacht, werden die Pfeiler der Brücke um einen Fuß höher als ursprünglich projektiert war, erbaut werden.
Der Gehsteig in St. Nikolaus ist eine in diesem Blatte schon oft zur Sprache gekommene Sache. Er hat auch schon bestanden, wenngleich nur provisorisch und nur kurze Zeit, da ihn das Hochwasser des Inn´s bald wegriss und nur 2 Joche stehen ließ, die noch immer als traurige Reste aus dem Wasser ragen. Die Wiederbelebung des Steges, die im Spätherbst hätte erfolgen sollen, hat sich durch verschiedene Umstände verzögert und wird nun in der ursprünglichen von den Unternehmern beabsichtigten Form nicht mehr erfolgen. (Gefordert wird eine „ordentliche Draht oder Kettenbrücke“)
Lebhafte Debatte in Innsbruck: Soll der Innsteg bei St. Nikolaus in Holz oder Eisen ausgeführt werden? s.a. 03.02.
In geheimer Sitzung des Bürgerausschusses wurde das ebenso bürgerfreundliche, als großmüthige Offert des Herrn Johann Angerer dahier, anstelle des Holzsteges über den Inn in St. Nikolaus, eine Brücke von Eisen zu bauen, und sie nach einer Reihe von Jahren der Stadt unentgeldlich zur Verfügung zu stellen, mit geziemendem Dank angenommen. Der schon begonnenen hölzerne Steg wird jedoch fortgesetzt, um die Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen schon im Frühjahr herzustellen; s.a. den Vertrag am 06.04.
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