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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Die Industrie der Warenfälschung: Seit sich die Verfertigung der Waren aus der Werkstatt des Handwerkers, und damit aus der Nähe der Kunden in die entfernte Fabrik zurückgezogen hat, und zugleich kein engeres Band der gemeinsam zu wahrenden Standesehre die Gildengenossen den Detailverkaufs verbindet, seitdem ist auch die Scheu vor Betrug und Warenfälschung fast erloschen.
Der Nikolausmarkt in Innsbruck. Dermal bietet unser Stadtplatz ein belebtes und interessantes Schauspiel - es wird für große und kleine Kinder feilgeboten, was nur immer wünschenswert ist.
Als eine sehr beachtenswerte Seite des neuen Gewerbegesetzes wird hervorgehoben, dass es auch dem weiblichen Geschlechte völlige Freiheit gewährt, diesen oder jenen bürgerlichen Erwerb zu betreiben. Die höchst gedrückten Nahrungsverhältnisse des weiblichen Geschlechts hatten schon längst die öffentliche Aufmerksamkeit der Regierungen in Anspruch genommen. Der Heirathen sind in den letzten Jahrzehnten immer weniger geworden; ein Mann, der kein Vermögen findet, bleibt ledig, wenn ihn nicht anders sein Geschäft zu einem eigenen Hausstand zwingt; den bei zumehmender Theuerung der Lebensbedürfnisse, bei der großen Schwierigkeit der Versorgung der Kinder, von denen die Töchter oft auf Lebenszeit die Ernährung in Anspruch nehmen, will er sich nicht ein Leben voll Mühen, Sorgen und Entbehrungen machen. So kommt es, dass ein großer Theil der Frauenwelt unverehelicht bleibt und verurtheilt ist, lebenslänglich in einem dienstlichen Verhältnis zu verharren oder Verwandten zur Last zu fallen. In der That ein herbes Los! Andere verehelichen sich ohne Neigung, um nur versorgt zu werden oder heirathen in die bedenklichsten Verhältnisse hinein, die ihnen oft ein langes Leben voll Elend bereiten. Diesen traurigen Zuständen wird aber begegnet, wenn es dem Mädchen ebenso wie dem Knaben freisteht, sich nach vollbrachter Schulzeit irgend einem Gewerbe zuzuwenden, das den Lebensunterhalt sichert.
In Nr. 53 der Innsbrucker Nachrichten wollen die HH. Unterberger & Comp. das Innsbrucker Publikum glauben machen, als verdanke dasselbe genannten Herren die nunmehr ermäßigten Mehlpreise, was wohl lächerlich erscheinen dürfte (Einschaltung der Mehlniederlage Anton Visneider, vormals Grasl)
Für den 28. April ist in Silz ein Markt angekündigt
Die k.k. priv. Baumwollspinnerei in Telfs, die mit 1500 Spindeln 250 – 270 Arbeiter beschäftigt, ist nun von Herrn Brunner aus eingetretenen Familienrücksichten an eine Gesellschaft von Schweizer Aktionären verkauft worden.
Der Nikolausmarkt in Innsbruck 1856.
Kurzbiographie des Mechanikers und Automatenherstellers Tschuggmall: „Tschuggmall wurde 1785 den 19. Jänner zu Wenns im Oberinnthale geboren. Sein Vater war ein unbemittelter Bauer, der dem Sohne keinen Unterricht, als den dreimonatlichen Besuch der Dorfschule gewähren konnte, obgleich der Knabe schon früh Lernbegierde und Anlagen verrieth, welche den berühmten Bildhauer Zauner veranlassten, den ihm Verwandten von seinen Eltern zu verlangen, um ihn unter seiner Aufsicht erziehen zu lassen, was aber von der Mutter abgelehnt wurde. Was würde wohl bei einer früheren wissenschaftlichen Ausbildung aus einem Manne geworden sein, der, ganz Autodidact so Ausgezeichnetes zu leisten imstande war! [] Im Jahre 1818 fing er, angeregt durch den Fürstbischof, Grafen von Lodron an seinem Kunsttheater zu arbeiten an, wozu er aber der eigenen Ausbildung in allen dahin einschlagenden Kunstgeschicklichkeiten bedurfte, bald auch der fertigste Kunsttischler, Drechsler, Schmied, Schlosser, Uhrmacher und Messingarbeiter wurde, und im Verlaufe von 10 Jahren 11 Figuren zu Stande brachte [] Nachdem Tschuggmall von Ludwig Graf Sarnthein mit allem Nöthigen ausgestattet war, trat er 1828 eine erste Kunstreise an und fand, wie schon bekannt, in fast ganz Europa die verdiente Anerkennung seiner Geschicklichkeit. Nachdem er 17 Jahre auf der Reise zugebracht hatte, starb er am 29. November 1845 in Michelstadt…
Der Tischlermeister Kleinheinz von Silz stellt im Ferdinandeum einen durch seine Arbeit, wie durch seine Geschichte merkwürdigen Kasten aus. Derselbe wurde unter der königlichen bayrischen Regierung von dem Obersten von Zoller für den König Maximilian beim Tischler Schöpf in Silz bestellt. Dieser Kasten, ein sogenannter Secretaire, kam aber wahrscheinlich in Folge der politischen Ereignisse nicht zur ganzen Vollendung. Auch wurde er später durch ein Elementarereignis noch bedeutend beschädigt. Da kaufte ihn der Tischler Kleinheinz, reparierte die beschädigten Theile und stellt die fehlenden mit Meisterhaftigkeit her. Insbesonders interessant sind die hiezu verwendeten Holzarten.
Sitzungsprotokoll der Handels- und Gewerbekammer Innsbruck vom 19. Dezember 1856 unter dem Vorsitz des Herrn Friedrich Wilhelm und in Gegenwart des Stellvertreters dess k.k. Ministerial-Sekretärs, Hrn. Josef Ganahl, Hrn. Karl Adam, Hrn. Josef Meyer, Hrn. Alois Pechlaner, Hrn. Leonhard Oberlindober, Hrn. Ferdinand Tschoner und Hrn. Anton Alois Neuhauser
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