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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Internate

Wie man vernimmt, wird auf dem schönen Berghügel Kronburg bei Zams ein Institut zur Unterbringung und Besserung von verwahrloste Mädchen entstehen. Der bereits 80 Jahre alte Benefiziatpriester in Brennbichl, Stephan Krismer ist mit Bewilligung des Statthalterei-Präsidiums eben jetzt beschäftigt, milde Beiträge zu sammeln.
Frau Becker, die Vorsteherin der auch hierzulande den besten Ruf genießenden Mädchen-Erziehungsanstalt hat das Schloss Thurnfeld in Hall in Pacht genommen, um dort eben eine solche Anstalt zu gründen.
Im nahen Hall wurde am 07. d. M. im großen Saale des ehemals Spaur´schen Schlosses Thurnfeld die Prüfung der Zöglinge des Mädchenerziehungs-Istituts „Maria Heimsuchung“ abgehalten.
Die Innsbrucker Nachrichten bringen einen ausführlichen Bericht über die unhaltbaren Zustände im Waisenhaus: Herr Alois Malfatti hat im Vertrage vom 7. Oktober 1864 der Stadtgemeinde Innsbruck das von ihm um 22.000 fl. käuflich erworbene Anwesen in St. Nikolaus unter der Bedingung überlassen, dass eine Anstalt gegründet werde, in welcher verlassene Knaben in der Religion und den übrigen Schulgegenständen unterrichtet und in gewerblichen Arbeiten unterwiesen werden. Die Leitung dieser Anstalt soll längstens binnen drei Jahren einem geistlichen Orden übertragen werden. Herr Alois Malfatti soll das Recht haben drei Zöglingsplätze unentgeltlich zu besetzen. Der große Bürgerausschuss hat den Abschluss des Vertrages am 29. August 1864 genehmigt und die Einrichtung sowie Verwaltung der Anstalt der Armendirektion übertragen, welche bis sich ein männlicher Orden gefunden haben wird, vorläufig zur Leitung derselben zwei barmherzige Schwestern berufen und mit dem Aufsichtsrechte den damaligen Herrn Pfarrer Alois Gröber betraut hat. Als Ökonomieverwalter ward das Ausschussmitglied Anton Egger beigegeben. Am 19. Juni 1865 wurde die Anstalt eröffnet. Am 18. September 1866 empfahl Herr Dekan Johann v. Leiß drei Mitglieder des Ordens der Söhne Mariens, welche als Deutsche Italien verlassen mussten, zur Leitung der Anstalt, um hierdurch den Bedingungen des Vertrages gerecht zu werden. Der große Bürgerausschuss erteilte hiezu…
Morgen am 1. Juni nach 7 Uhr früh werden die Waisenkinder ihr Asyl im städtischen Armenhause in St. Nikolaus, das ihnen bis jetzt der hiesige löbliche Magistrat günstigst gewährt hat, verlassen und das neue Institutsgebäude (im ehemaligen Konvikt am Sillkanal) beziehen. Der Hochw. Herr Dekan und Stadtpfarrer wird nach der Ankunft der Zöglinge in der neu hergerichteten Kapelle des Instituts zur ebenen Erde das erste hl. Messopfer darbringen
Das neben der Innbrücke bei Volders befindliche Kloster der P.P. Serviten, in welchem seither nur zwei bis drei Patres ihren bleibenden Wohnsitz hatten, ist seit kurzem von einem Herrn Brentano mit Frau, ehemals Besitzer eines Paramentengeschäftes in Augsburg zum Theil in Miete genommen und in dessen geräumigen Lokalitäten eine Knaben-Lehr- und Erziehungsanstalt etabliert worden. Früher soll Herr Brentano eine ähnliche Anstalt in Nassereith gegründet, aber wieder aufgelassen haben.
Hochwohlgeborenes Fräulein Elise von Spreng zu Felsenhaim, im 93. Lebensjahr, Maria Theresienstraße 12 und Josefine von Scheuchenstuel geb. v. Stabile-Sailenberg, Landesgerichtspräsidentenwitwe, Museumstraße 30 (Waisenhaus) †
Öffentlichkeitsrecht für die Knaben-Erziehungsanstalt „Josephinum“ in Volders
Das Bruderhaus beim alten Spital ist nunmehr im Abbruch begriffen und wird in einigen Tagen dem Erdboden gleichgemacht sein. Die Stiftung sieht nun auf einen genau 300 Jahre langen Bestand zurück. Sie wurde im Jahre 1595 von zwei Brüdern Attlmayr gegründet, aus welchem Umstand auch der Name Bruderhaus abzuleiten ist. Bis vor einigen Jahren waren auch die Bildnisse der edlen Stifter im Bruderhaus vorhanden, das eine ist aber auf unerklärlicher Weise verschwunden; das Bildnis des zweiten Stifters wird im Rathaussaale aufgehängt werden. Der Stiftsbrief ist leider verloren gegangen
Am 10. April wird in der Villa Blanca hier eine neue Erziehungsanstalt für Mädchen eröffnet. Der Lehrplan ist nach dem uns vorliegenden Prospekt der eines Mädchenlyceums und umfasst die beiden Oberklassen. Im Vereine mit den Vorsteherinnen wirken an der Anstalt Professoren aus Innsbruck sowie geprüfte französische und englische Gouvernanten (siehe auch Anzeigenteil)
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