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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Kaufleute, Wirte und andere lokale Berühmtheiten

Kurzbiografie des Johann Nepomuk Mahlschedl, Ritter von Alpenburg.
Auszeichnung verdienstvoller Persönlichkeiten
Gestern abends halb 10 Uhr verschied nach schmerzlichem Leiden Herr Franz Unterberger, Kunsthändler dahier. Zu Sterzing 1796 geboren, kam er früh nach Innsbruck und begann seine geschäftliche Laufbahn in der Carnellischen Handlung. Vor mehr als 40 Jahren gründete er sodann mit bescheidenen Anfängen seine Kunsthandlung, sie blühte rasch empor, und der mit seinem Verständnis und warmer Liebe für sein Fach ausgestattete Mann hatte im Laufe der Jahre die Befriedigung, sein Geschäft an Bedeutung gewinnen zu sehen, die weit über die Grenzen seines engeren Vaterlandes hinausreicht. Mit ihm geht ein um die tirolische Kunst und Kunst-Industrie nicht weniger, als um die Stadt Innsbruck, die seine zweite Heimath wurde, wohlverdienter Mann zu Grabe. In seinem kräftigsten Mannesalter hatte er Jahre lang die Vertrauens- und Ehrenstelle eines Magistrats-Rathes bekleidet; zur Förderung der Kunstsammlung im vaterländischen Museum wirkte er als Fachdirektor von dessen Gründung im Jahre 1826 bis auf die Gegenwart, und der tirolisch vorarlbergische Kunstverein verliert an ihm ein umsichtsvolles und tüchtiges Ausschussmitglied. Schmerzlich werden die zahlreichen Freunde den liebenswürdigen heitern Freund vermissen, unsersetzllich ist aber sein Verlust seiner trauernden Familie.
Gestern verschied dahier plötzlich am Brustkrampf Herr Franz Breinössl, Besitzer der unter dem Namen „Bier-Jörgl“ allgemein bekannten Gastwirthschaft
Herrn Josef Neuner, Bezirksvorstand in Rattenberg, wurde von König Ludwig II. von Bayern das Ritterkreuz I. Klasse vom Orden des hl. Michael verliehen.
Weiters starb hier der schon seit Jahren etablierte und geachtete Bürger und Goldarbeiter Franz Ghedina in einem Alter von 65 Jahren.
(Hanns Heideggger †),[ Fasserl Hanns], ehemalger Fasserlwirth, nun Federnhändler, eine weit und breit bekannte, von Schützen, Schützenfreunden und Jägern allgemein beliebte Persönlichkeit, wurde am 18. d. Mts. zu Grabe getragen. Bei drei deutschen Bundesschießen in Frankfurt, Wien und Hannover trug er Tirols Banner, die Fahne von Spingel, und zog sich durch seine markige Haltung und einnehmendes Benehmen die Achtung aller und die Freundschaft gar vieler zu. Aber nicht nur in Friedenszeiten allein, auch vor dem Feinde in den Jahren 48, 59 und 66 zeigte er sich als echter Schütze, weshalb auch eingedenk seines kameradschaftlichen und biederen Schützensinnes seine irdische Hülle von zwölf Achtundvierziger-Schützen-Veteranen, von welcher jeder auch die 66iger Medaille trug, unter Anführung des überdies mit dem goldenen Verdienstkreuz dekorierten Sebastian Meister mit Kränzen begleitet und von 6 hiesigen wackeren Standschützen getragen wurde. Ruhe seiner Asche, seinem echten Schützengeiste aber bleibend Andenken.
Gestern wurde daheir der k.k. Ministerialrath Ritter v. Schwind zu Grabe getragen. Er ist in seinem 71. Lebensjahre einem längeren Leiden erlegen. Franz Ritter v. Schwind war ein Bruder des großen Moritz von Schwind. In ihren geistigen Anlagen nahe verwandt, erfasste auch Franz v. Schwind die Aufgaben seines Lebensberufes mit einer angeborenen Genialität. Er hatte sich dem Berg-, speziell dem Salinenwesen gewidmet und war einer der hervorragendsten Vertreter dieses Faches in Österreich. Eine Reihe von Jahren leitete er die Saline Hall als Direktor. Von dort wurde er in das Ministerium berufen und als er das Ende seiner treuen und glänzenden Dienstleistung erreicht hatte, mit dem Ritterkreuze des Ordens der eisernen Krone ausgezeichnet. In das Privatleben zurückgetreten, zog er nach Tirol und benützte die Zeit seienr Muse hauptsächlich mit Studien über die Anwendung der mathematischen und der Naturwissenschaften auf das praktische Leben. Ein Verdienst muss in dieser Richtung für den Verstorbenen vindiziert werden: die Einführung des „Rechenstabes“ in Österreich. Schon im Jahre 1842 beschäftigte er sich damit, und mehr als 30 Jahre später schien ihm bei der Umgestaltung unserer maß- und Gewichtsverhältnisse der Zeitpunkt gekommen, diesem auf einer graphischen Darstellung der Logarithmen beruhenden Rechenbehelfe größere Verbreitung zu verschaffen, was ihm auch…
Hans Fuchs, der Erfinder der berühmten „Haller Törtchen“ ist gestern im 85. Lebensjahr verstorben
Johann Baptist Kraft, 48, Besitzer des Deutschen Kaffeehauses † (Todesanzeige s. auch 13.08. und Nekrolog vom 20.08. „Es war kein gewöhnlicher Mensch, den wir vorigen Donnerstag, 14. d. Mts, im langen feierlichen Zug zum schönen Friedhof geleitetet haben, um seine sterblichen Überreste der kühlen Erde zu übergeben. Was er gewirkt, gebaut, geschaffen, das überlebt ihn noch eine geraume Zeit und es ist nicht zu viel gesagt, wenn wir behaupten, dass mit dem Verstorbenen ein Stück Innsbruck zu Grabe getragen wurde. Johann B. Kraft war 1831 zu Wien geboren. Schon imit seinem 12. Lebensjahre wurde er im Geschäfte seines Onkels verwendet, der damals Pächter des Sperl in Wien, jenes weltbekannten Vergnügungsortes, war. Damals florierte der Sperl noch und war eines der beliebtesten von der Haute volée Wiens, wie von den Fremden besuchten Lokales, wo Meister Johann Strauss des Ersten melodische fußbeflügelnde elektrisierende Weisen ihre Geburtsstätten hatten. Kraft gewann daher von Jugend auf einen Geschäftsüberblick, eine praktische Kenntnis seines Berufes, die er später in Innsbruck bestens verwertete. Nachdem er 8 Jahre in Wien, später in großen Hotels in Triest tätig war, kam er 1857 nach Innsbruck, wo das öffentliche Gast- und Kaffeehauswesen noch sehr im Argen lag und in der that dringend…
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