Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Herr Ludwig Ritter von Heufler gibt demnächst eine Abhandlung über die Asplenium-Arten heraus. Neu entdeckt ist von Seelos in Südtirol: Asplenium Seelosii (Streifenfarn).
In der Bekämpfung der so schädlichen Maikäfer hat sich dieser Tage die Gemeinde Zirl hervorgethan, indem dort nicht weniger als 104 Star solcher Käfer eingesammelt und getötet wurden. Man hat ausgerechnet, dass das gestrichene 1/8 Star nicht weniger als 1400 Maikäfer enthalte; (weitere Berichte 03.06., 09.06. und 20.06., letzterer betrifft die Gemeinde Silz)
Aus Lienz wird ein kurioser Vorfall mit Bienen berichtet: „Durch die Unruhe des an der Deichsel gespannten Pferdes kam der Wagen aus dem Gleichgewichte und stürzte um, was die Zertrümmerung oder Öffnung fast aller Bienenkörbe zur Folge hatte. Mit fürchterlichem Gesumme und Hundertausenden von Stacheln brach nun der Bienenschwarm hervor. Das Pferd erlag in unglaublich kurzer Zeit den Wunden und die Begleiter konnten nur dadurch ihr Leben retten, dass sie die Köpfe in die Kornhöcker steckten.“
Im Unterinntal ist jetzt ein früher nicht gekannter Erwerbszweig aus der Ausrottung und Lieferung der Wurzeln von den Preiselbeerstauden erwachsen, welche fleißig gesammelt und nach Paris und Lyon geschickt werden, wo man sie in den Seidenfabriken als Färbestoff benützt. Mancher Ort liefert an die 100 Zentner, und mancher Arbeiter lebt jetzt von der sonst als Unkraut verachteten Preiselbeerstaude. Für den Zentner werden 54 kr bezahlt und so viel bringt ein Arbeiter im Tage leicht zusammen, aber die Preiselbeeresser werden künftig schlecht dabei fahren
Auch in unserer Gegend zeigt sich bereits die Wanderheuschrecke in einzelnen Exemplaren
Verhandlung über das Gesuch des landwirtschaftlichen Centralvereins um Beschließung eines Landesgesetzes zur Vertilgung der Maikäfer
Das bereits mit Gubernialverordnung vom 5. Februar 1830 erlassene Verbot des Einfangens von Singvögeln vom 1. März bis Ende August wird erneuert
Ein sehr seltener Gast hat sich heuer bei uns eingefunden: der Seidenschwanz (Bombycilla garrula).
Im Eisenbahnwaggon vom Unterinnthal herauffahrend, bemerkten wir, dass in der Nähe von Fritzens verschiedene Burschen mit Flinten versehen, die Felder durchwanderten. Auf näheres Befragen erfuhren wir, dass man in verschiedenen Gemeinden zur Vernichtung der Raben förmliche Komplotte angezettelt und einen Zehnkreuzerschein für den Kopf dieses Vogels aus der Gemeindekasse geboten habe. Abgesehen durch den fraglichen Vorteil der hiedurch der Landwirtschaft erwächst (wir sind der Meinung, dass man durch die Vertilgung der Raben den Feldern ebenso schade, wie der Ausrottung der Maulwürfe) ist es sicher ein Akt der Barbarei, die Vögel während der Brutzeit zusammenzuschießen.
Einer der schönsten Bäume und vielleicht auch einer der ältesten um Innsbruck, die große Linde des Löwenhaus-Schankgartens, ist der Zeit oder viel mehr dem Blitze zum Opfer gefallen
« StartZurück12345678WeiterEnde »
Seite 1 von 8