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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Es muss als eine höchst ahndungswürdige Nachlässigkeit gerügt werden, dass so viele Hausbesitzer ungeachtet des gegebenen Glockenzeichens so nachlässig sind, die Trottoirs vor ihren Häusern entweder gar nicht oder so spät als möglich reinigen zu lassen.
Beschwerden über betrunkene Pferdelenker in Innsbruck: „Namentlich Wägen mit leeren Bierfässern fahren oft wie rasend herum, besonders durch die so enge Servitengasse, wo noch eher ein Unglück zu befürchten ist.“
Das schnelle Fahren mit Fuhrwerken ist auf engen Straßen und Gassen verboten und wird mit einer Geldbuße von 1 bis 5 Gulden bzw. mit Arrest oder mit körperlicher Züchtigung bestraft
Franz Suitner, Mondscheinwirt in Innsbruck gibt bekannt, dass sein Stellwagen die Wintermonate nicht mehr wie bisher nach Imst, sondern nur mehr nach Silz fährt (Abfahrt in Silz um halb 7 Uhr früh, Ankunft in Innsbruck um halb 12 Uhr, bei 1 1/2 stündigem Aufenthalt um 1 Uhr wider zurück nach Silz)
Auch Innsbruck hat endlich die vielbesprochenen Velocipeds erblickt. Am Samstag versuchten sich einige Herren mit mehreren von Herrn Peterlongo bestellten Velocipeds in der Hausflur des Lindner´schen Hauses und wagten sich auch auf die Straße hinaus. Diese Versuche sollen von keinem großen Erfolg gekrönt gewesen sein. Abends und bis in die tiefe Nacht war die Universitätsstraße der Tummelplatz velocipedierender Herren. Gestern nachmittags fuhren zwei Herren mit Velocipeds nach Wattens. Aus dem Wirthshause, wo sie hielten, staunten natürlich Alle dieses nie gesehene Fuhrwerk an, bis endlich der Hausknecht, der anfänglich nicht wusste, wie er sich zu benehmen habe, sich resolvierte, und beide Velocipeds wie Pferde in den Stall führte, und bei Abreise der Herren pflichtschuldigst dieselen wieder vorführte, und wie bei anderen Fuhrwerken das Trinkgeld in Empfang nahm. Gestern mittags kam ein Herr von Bozen mit einem Velociped hierher gereist, und lenkte in einem kühnen Bogen in die Sonne ein.
Velocipedisches („Unfallgefahr durch Personen, die sich noch nicht hinlänglich mit der Kunst der sicheren Lenkens auseinandergesetzt haben; diese ist bei den Lenkern von dreirädrigen Gefährten besonders groß.")
Schneeräumpflicht
Unser löblicher Magistrat hat bekanntlich im verflossenen Sommer das Fahren mit Velocipeden in den Straßen der Stadt verboten, hingegen lässt er es angehen, dass die Jugend von St. Nikolaus auf dem von der dortigen Kirche zum Schulhaus führenden abschüssigen Weg sich ungestört dem Vergnügen des Rodelns hingegen kann.
Der Unfug des Schnalzens mit der Peitsche (Kutscher)
Über das Schneeräumen: [] Bei diesem Anlasse dürfte es nicht uninteressant sein die Frage zu erörtern, ob denn den Hausbesitzern mit Recht die Verpflichtung auferlegt werden könne, die Trottoirs längs ihres Besitzthumes vom Schnee zu reinigen. Es ist richtig, dass diese Verpflichtung bisher als bestehend angesehen worden ist; zuerst wurde sie im Jahre 1807 von der damaligen königlich bairischen Regierung für Innsbruck eingeführt, später vom Magistrate mehrmals erneuert, insbesondere im Jahre 1862, wobei bestimmt worden, dass im Falle einer Säumnis von Seite eines Hausbesitzers die Reinigung des Trottoirs durch das städtische Bauamt auf Kosten des Hausbesitzers vorgenommen werde. Vor der Organisierung der Gemeinde im Jahre 1849 und 1850 hatte diese Belastung einer gewissen Sorte von Gemeindemitgliedern einen Anschein der Berechtigung, weil mit dem Besitze eines Hauses auch politische Rechte verbunden waren; eine Hausbesitzer erwarb z. B. das Bürgerrecht, er erwarb kraft des Besitzes die Zugehörigkeit zur Gemeinde etc. Seither sind jedoch mit dem Besitze einer Realität in einer Gemeinde keinerlei politische Rechte verbunden und entsteht nun die Frage, ob nach demm Stande der heutigen Gesetzgebung die Verpflichtung der Trottoir-Reinigung durch die Hausbesitzer diesen gesetzmäßig auferlegt werden dürfe. Wir glauben diese Frage entschieden verneinen zu müssen. Die Trottoirs sind selbstverständlich Theile…
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