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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Tradition und Brauchtum

Beim Antlassritt in Brixen im Thale ist heuer eine berittene Musikkapelle aus Kirchberg ausgerückt; s.a. 21.06.1897
In Hall fand bei der Innbrücke das am Kirchtag traditionell üliche "Kirchtagsspiel" statt, wobei es jedem Glücklichen vergönnt war, sich aus der reichen Auswahl der Gewinnste ein Stück auszuwählen. Es scheint, dass dieses Spiel, welches zur früherer Zeit jedenfalls beduetend floriert haben mag, dem Schicksale des Hallermarktes und vieler anderer traditioneller Festlichkeiten folgen und mit der Zeit ebenso verschwinden werde
Die berühmte alte Höttinger Krippe ist beim Rainer-Wirt im Saale dort zur Schau aufgestellt
Das berühmte heilige Grab zu Wilten wird sicherem Vernehmen nach heuer wieder aufgestellt werden
Das letzte Fensterln: „Am 26. Nov. nachts hat sich in der Gemeinde Nussdorf bei Lienz ein höchst bedauerliches Unglück erreignet. Drei Bauernburschen kamen zum Tocknighof zu den Mägden an´s Fenster; der Bauer aber, der wohl etwas zu viel Schlaftrunk zu sich genommen haben mochte, begnügte sich nicht die Burschen zu verjagen, sondern schoss ihnen mit seiner Flinte nach, und traf leider einen der dreit in den Kopf, dass er beinahe augenblicklich todt blieb.“
Das heilige Grab im Gässchen hinter dem städtischen Bruderhause konnte heuer nicht aufgerichtet werden, da das Lokal für die Aufnahme von Kranken bestimmt wurde.
Weihnachtsfest und Christbäume
Herz-Jesu-Feuer
Nikolausspieler in Schwaz produzierten sich auch heuer in den verschiedenen Gast- und Privathäusern als wie: bei der Post, beim Mohren, Himmelhof etc. etc. Das Wesentliche des Spieles besteht in der Betheilung der Kinder mit Geschenken vom Bischof in dem Maße, als selbe zuvor von den Eltern dem Bischof übermittelt wurden. Dieser Akt weckt natürlich das Feudengefühl bei Groß und Klein und das Gelächter erreicht seinen Höhepunkt und sein Ende durch die Schar der als „Bettelleut“ verkleideten Personen, welche das Nikolausspiel als Komödienspiel enden lassen, wobei unter allerlei Dummheiten die improvisierten Reime z.B. „Ich geh auf die Post, weils mich dort nicht kost´“, viel Spaß machen. Der Schreiber dieser Zeilen konnte nicht eruieren, in welchem Zusammenhange die Bettelleut mit dem Bischof zu bringen wären und bedauert, dass schon der Bischof beim Auftreten mit mehr oder weniger allgemeinem Lachen empfangen wird. Doch genug davon. Diese alte Sitte wird von dem P.T. Herrn Hilfspriester Dr. R. v. Alpenheim wo und wie nur immer möglich bekämpft. Kanzel und Magistrat müssen zu diesem Zwecke herhalten. Dieser jugendliche Hilfspriester mischt sich in Angelegenheiten, welche ihn aber schon gar nichts angehen. Sein auffallend freies Benehmen findet seine Erklärung in dem hohen Alter des Hochw. Herrn Dekanes Ludwig…
Sylvester und Neujahr in Innsbruck
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