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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Tradition und Brauchtum

Das hl. Grab in der Landhauskapelle
Grasausläuten
Christi Himmelfahrtsbrauchtum auf dem Lande. Von einer Öffnung des Kirchengewölbes (dem sogenannten Christloch) hängen Stricke herunter, an denen die Figur des auferstandenen Erlösers mit der Fahne, umgeben von 2 Engeln mit Leuchtern und brennenden Kerzen, befestigt sind. Der Offiziator mit Assistenz begibt sich vom Altar herunter, spricht einige Gebete und kehrt dann in das Presbyterium zurück, worauf die feierliche Vesper abgehalten wird. Indessen waltet der Pfarrmesner und sein Gehilfe ober dem Kirchengewölbe vorsichtig seines Amtes, indem er langsam die Figuren hochzieht. An manchen Orten herrscht noch der Glaube, dass von jener Weltgegend, nach welcher der Heilnad vor dem Verschwinden im Kirchengewölbe mit dem Antlitz zuletzt gesichtet war, im Sommer die gefahrdrohendsten Gewitter herkommen. In der Umgebung von Innsbruck besteht der geschilderte Vorgang noch in Thaur und in Ampass
F.: Fronleichnam in alter Zeit
Sellrain: Altpostmeister Hans Haller † (Weihnachtskrippe)
Weihnachtskrippen sind aufgestellt: in Arzl (in der Vorhalle des Kirchleins auf dem Kalvarienberg), in Rum (in der Ortskirche und in Wegscheidkapelle), in Thaur (in der Pfarrkirche, im St. Romedi-Kirchlein und in vielen Bauernhäusern), in Absam (in der Wallfahrtskirche), in Hall (in der Waldauf-Kapelle in der Stadtkirche, im St. Josefs-Kirchlein nebenan, in der Franziskanerkirche, beim Brockenbauern und beim Plumser, Bäcker, Erzherzog-Eugenstraße 2, 2. Stock) und im Gasthaus „Tiefenthaler“ in Mils
Palmsonntagsbrauch in Tirol: Wann die Sitte aufgekommen ist, Christus auf einem Esel reitend bei der Palmweihprozession herumzuführen, lässt sich nicht genau nachweisen. Die älteste Nachricht über eine Prozession mit dem Esel bringt die vita S. Udalrici. Die noch vorhandenen Palmesel stammen teilweise aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, die meisten aber aus noch späterer Zeit. Sie bilden wegen ihrer Seltenheit wichtige Objekte einzelner Museen. ... In Tirol sind an nachstehenden Orten Palmesel vorhanden: In Hall wird am Palmsonntag im Presbyterium auf der Evangeliumseite ein Christusbild mit einem Palmesel aufgestellt. Die ganze Gruppe ist in Lebensgröße ausgeführt, die Höhe des Esels samt Christus beträgt 2 Meter. ... In Lienz besitzen dei Dominikanerinnen einen Palmesel, in Windisch-Matrei befindet sich noch eine vom Esel abgenommene Christusfigur. Ein Umzug mit dem Palmesel hat sich in Lienz bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erhalten, wurde aber dann eingestellt. In Nordtirol hat sich dieses alte Herkommen in Thaur bis auf unsere Tage erhalten. Die derzeit in Verwendung stehenden Figuren – ein holzgeschnitzter Esel von 87 Zentimetern Höhe und 1,10 Meter Länger, auf einem vierräderigen, kleinen Bergwagen und die Christusfigur fast in Lebensgröße, wurden in den Jahren 1840 und 1862 von Josef Pernlochner renoviert. Sie…
(Sonnwendfeier in Innsbruck.) Der herrliche Tag der Höhenfeier liegt hinter uns. Der nächst Donnerstag wird Tausende zur Sonnwendtalfeier vereinen. ... Die Festrede wird der Herr Reichsratsabgeordnete und frühere Vorsitzende des Sonnwendfeierausschusses, Dr. E. Erler, halten. Die Musik besorgt das städtische Orchester unter der Leitung des Herrn Kapellmeisters Kraft-Lrotzing. ... Weil heuer wieder beschlossen wurde, das Fest in der Ausstellungshalle abzuhalten, um nicht der zweifelhaften Gunst der Witterung ausgesetzt zu sein, ist es möglich , die umfassenden Vorbereitungen mit gößter Sicherheit auf den 23. Juni einzurichten und fertigzustellen. ... Die Mühe, die sich die Beteiligten zugunsten des Festes unterziehen, ist nicht gering, doch wird sie sich hoffentlich lohnen in einer Kundgebung selten erreichter nationalen Einigkeit und völkischen Opfermutes, der es ermöglicht, das Bollwerk zu verstärken, das unsere deutschen Gemeinden gegen welsche Hochfluten in Südtirol bilden; s.a die Berichte vom Vortag und vom 24.06. + Wie man uns mitteilt, ist die 1. Auflage des „Sonnwendbuches“ von Anton Renk beschlagnahmt worden; gestern ist die 2. Auflage erschienen
F.: Der Virgner Widder: An einem schönen Sommermorgen wird der Widder aus dem Stall geholt, an den Hörnern gefesselt, mit Blumen und Schleifen geschmückt und von einer Frauensperson talauswärts geführt. Ganz Virgen folgt nun dem Schlachtopfer in geschlossenem Zug unter Dankesgebeten und Mariengesängen. Nicht nur in jedes Haus sondern nahezu in jede Stube wird das Tier geschleppt. … Im schönen Lienz wird das Mittagsmahl eingenommen etc.
(Das Schleicherlaufen in Imst.) Voran marschierte mit einer riesigen Laterne und einem Hut, von welchem fünf große Stacheln abstanden, der Fasnachtssucher. Ihm folgten die Musikanten, welche diesmal mit Rücksicht auf den aktuellen Teil des Zuges, als Eisenbahner uniformiert waren. Dann kamen die eigentlichen „Schleicher“. Der Führer der Schleicher ist eine Graßer mit frischen Eriken am Hut, der während des Tanzes aus seiner Tasche Salz streut. Der Tanz erfolgt in der Regel vor allen Ortsgrößen. Außer den Schleichern gehören zu den tanzenden Figuren der Wirt und die Kellnerin, Tuxer und Tuxerinnen, sowie Senner und Sennerin. ... Einer um den anderen schreiten die Tänzer in rhytmischer Bewegung im Kreise herum, nach jedem Schritt eine große Pause machend. Dazu machen die Schellen aller Schleicher einenn entsprechenden Lärm. ... Beschreibung der Kleidung ... Das Thema des Umzuges 1905: das Riehl´sche Projekt der Mittenwaldbahn, das in recht drastischer, aber nicht böswilliger Weise verspottet wurde. ... Slowakische Bärentreiber mit Affen und einem Kamel unterhielten weiter rückwärts die Zuschauer mit ihren Produktionen. Den Schluss machten die Laninger mit ihrem Wagen, welche manchmal eine kleine Unterbrechung haben, denn: „Die Bohn und die Karner – Hobns gleiche Gfrött – Wenn se kuan Dampf net hobn, Fohrn se net!“  …
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