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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Mit 15. April beginnt Prof. Dr. Seidl die Operationen für Starkranke. Näheres täglich von 11 – 12 Uhr Mittags im Universitätsgebäude.
Marschall Graf Radetzky hat in einem eigenhändig geschriebenen Briefe seinem Leibarzte Dr. Ritter v. Wurzian die Versicherung gegeben, dass sein Augenübel im Jahre 1841 trotz der böswilligen Zweifel durch die Homöopathie geheilt wurde. Der Wiener homöopatische Verein hat nun in seiner letzten Sitzung beschlossen, das Schreiben des Herrn Feldmarschall lithographiert allen Anhängern der Homöopathie, recte allen Patienten der homöopatischen Ärzte, zum neuen Jahre als Beweis der Aufmerksamkeit zuzusenden
Das Doktorkollegium der Wiener medizinischen Fakultät gedenkt dem Justizministerium Vorstellung zu machen, in der neuen Strafprozessordnung die Klausel aufzunehmen, dass eine Gerichtsverhandlung bei Übertretung oder Vergehen durch Kunstfehler erst dann aufrgenommen werden dürfe, wenn durch Kunstverständige das Vorhandensein desselben konstatiert wird, und dass es nicht einfach dem Ermessen eines Richters anheimgestellt bleiben solle, die Untersuchung wegen Kunstfehler gegen den angeklagten Arzt einzuleiten
Vorträge bei der 3. Sitzung des naturwissenschaftlich- medizinischen Vereins; Demonstration des Ergebnisses einer Kniescheiben- und Handgelenksoperation (Prof. Dr. Heine); das Phänomen des „Augenleuchtens“ (Prof. Mauthner)
Naturwissenschaftlich medizinischer Verein: Demonstration einer an Elephantiasis des Unterschenkels durch Operation geheilten Kranken
Der Maler Defregger, der den Winter hindurch in der Villa Moser bei Bozen verweilte, ist nun von seinem Leiden, der Lähmung der unteren Extremität fast gänzlich hergestellt, und zwar soll er dies einem Naturarzte aus seinem Heimatorte Dölsach verdanken, der das Leiden als rheumatischer Natur erkannte und mittels Anwendung des Braunscheidtismus behob, während die Ärzte immer ein Rückenmarksleiden erklärt hatten; s.a. 28.06.
(Naturwissenschaftlich medizinischer Verein). Heute wird Herr Prof. v. Vintschgau einen Vortrag über den Geschmackssinn halten und vorher Dr. Tertsch (gemeint wohl: Carl Thiersch) eine Kranke mit gelungener mulitpler Hauttransplantation vorstellen
Die erste Tirolerin, an welcher die Ovariotomie mit Erfolg ausgeführt wurde, verlässt heute das hiesige Spital. Sie heißt Kreszenzia Althuber, ist 40 Jahre alt, ledig, Wirthstochter aus St. Pankraz. Sie litt seit 6 Jahren an Eierstock-Wassersucht, wurde siebenmal von verschiedenen Ärzten punktiert, und als auch dieser Eingriff keine Erleichterung mehr schaffen konnte, entschloss sie sich muthig zur Operation. Prof. Albert entfernte im Beisein mehrerer Professoren und Operateure an der hiesigen chirurgischen Universitätsklinik mittels des Bauchschnitts eien Zyste, welche mehr als 10 Liter Flüssigkeit enthielt. Die Heilung ging langsam, aber gut von statten
Prof. Albert teilt im Nachhang zu seinem Vortrag über den Schmerz mit, dass die erste Narkose in Tirol am 9. Februar 1847 stattgefunden hat. Der Direktor der Landes-Irrenanstalt in Hall, Herr Dr. Stolz, war der erste unter den Tiroler Ärzten, der eine Narkose unternahm und glücklich ausführte, wie aus dem „Boten“, Jahrgang 1847 vom 15. Februar zu ersehen ist.
Die Leiden des beinamputierten Kaiserjägers Alber
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