Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates

Baumeister, Bauunternehmen und Architekten

Baumeister Perwög aus Silz hat den Straßenbau über den Fern übernommen; s.a. die Berichte vom 13.04., 13.05., 07.06., 26.6., 30.6. und 06.11.
Der ehrenwerte Baumeister Benedikt Perwög aus Silz veranstaltete in Hochfinstermünz zur Feier des Vermählungsfestes Sr. kaiserlichen Hoheit des dl. Erzherzog Statthalters Carl Ludwig am 4. d. M. eine in jeder Beziehung ausgezeichnete Feierlichkeit, wozu er die Offiziere der dortigen Garnison, die Herren Beamten und Honoratioren von Nauders, Pfunds, Ried, selbst einige von Imst und den hochw. Klerus der ganzen Umgegend freundlichst geladen hatte. Die Festlichkeit begann, wie es sich geziemt, mit der Darbietung des heiligen Messopfers in der Karl Ludwigskapelle. []
Die hierländigen Bauarbeiter werden im laufenden Jahre und darüber hinaus nicht Ursache haben, auf Verdienst ins Ausland zu ziehen, da gutem Vernehmen nach die Bahnhof-Bauten auf allen Stationen der Innsbruck-Kufsteiner Eisenbahn an hierlands ansässige Bau-Unternehmungen bereits vergeben sein sollen und in Kürze mit diesen Bauten selbst überall begonnen werden dürften. Fernere Bauten sind am Schloss Ambras in nächster Aussicht, und die Herren Bauunternehmer Gebrüder Huter beschäftigen bereits seit vorigem Jahre eine größere Zahl Arbeiter an den hiesigen Friedhofsbauten
Gestern starb in Silz der in Tirol wohlbekannte und wegen seiner "Biederkeit" in hohen Ehren stehende Bauunternehmer Herr Benedikt Perwög. Gott gebe ihm die ewige Ruhe!
In der Museumstraße am Angerzell-Eck naht sich das neue große Haus des Hrn. Baumeister Meyer seiner Vollendung und erhält eine sehr gefällige Facade.
Einen weiteren Beweis ihrer Leistungsfähigkeit haben die Herren Huter jun. dieser Tage durch den ach ihrem geschmackvollen Entwurfe am Franziskanergraben ausgeführten Umbau zweier Verkaufsläden an den Tag gelegt, deren Zierlichkeit um so mehr Anerkennung verdient, wenn man erfährt, dass sämtliche an dieser Facade angebrachten Ornamente von den Zeichnern des Planes auch selbst modeliert wurden. Ein großer Teil des Verdienstes um diese neueste Verschönerung des Franziskanergrabens gebührt aber auch den Besitzern dieser Läden, den Herren Kramer und Povinelli [und zwar handelt es sich um die Objekte Burggraben 23 (erworben von Kramer Sebastian am 25.11.1862) und Burggraben 27 (erworben von Anton Povinelli am 17.05.1862)]
Am Reschen ist am 20. d. Mts. die neue Kirche bezogen worden (Baumeister Ing. Geppert von Innsbruck)
Den zweiten Gegenstand der Bürgerausschuss-Sitzung bildete das Baugesuch des Herrn Max Kapferer zur Herstellung eines neuen Eckhauses am Margarethenplatz. Dem Herrn Baumeister Josef Mayr wurde bei Überlassung der Bauplätze die Verpflichtung auferlegt, die ausgetheilten 6 Bauplätze binnen 3 Jahren wenigsten bis zum Erdgeschosse zu überbauen. Nach dem vorliegenden Projekte sollten drei kleinere oder zwei größere Bauplätze zu einer Gartenanlage verwendet werden. Für den Fall, dass der große Bürgerausschuss von der Überbauung dieser Bauplätze abgehe und die Gartenanlage gestatte, habe Mayr sich angeboten: a) den Unterbau des projektierten Rudolfsbrunnen am Margarethenplatze, b) die Kanäle zur Ableitung des Nachwassers dieses Brunnens und c) die vom Magistrate anzuordnenden Anpflanzungen am Margarethenplatze unentgeldlich herzustellen. Nach einer längeren Debatte wurde beschlossen, auf die Überbauung der zur Gartenanlage projektierten Bauparzellen zu verzichten und das Angebot des Herrn Mayr mit dem anzunehmen, dass gegen die Gasse nach Wilten statt einer Mauer ein eiserner Stackettenzaun hergestellt werde. Weiters wurde der Ankauf des Kammerlander´schen Hauses Nr. 168 samt Garten um 6.500 fl. beschlossen, um seinerzeit eine Verbindungsstraße für die Bauplätze des alten Friedhofs herstellen zu können.
In Abänderung des letzten Beschlusses wird Herrn Baumeister Mayr gestattet, dass eine architektonisch hübsche Gartenmauer statt eines Gitters den Garten hinter dem Kapferer´schen Neubau gegen den Weg zum Adambräuhause abschließe.
(Die ersten Häuser aus Ziegel.) Herr Universitätsprofessor Adolf Pichler und Baumeister Norer bauen in der Erlerstraße anschließend an das Kiebach´sche Haus zwei neue Häuser in ganz gleicher Front und aus gleichem Material. Die Kellergewölbe und das Erdgeschoss wurden aus Nagelfluh und Glimmer ausgeführt, vom ersten Stocke angefangen wird aber der ganze Bau nur von Ziegeln gemauert. Vorgestern prangte zu oberst auf dem Gerüste zwischen Taxguirlanden, umflattert von Fähnchen ein Transparent mit der Inschrift: „Hoch dem Bauherrn v. Pichler und seiner Frau! Hoch dem Baumeister J. Norer!“ Die rothe Hauptflagge mit dem weißen Kreize soll vielleicht die Ziegelfarbe bedeuten und den Sieg der Ziegelindustrie über die plumpen Steinmassen verkünden. Eine Neuerung im Bauwesen ist außer der Verwendung von Ziegeln die Blkentramlage auf eisernen Durchzügen, wie sie die neuen Wienerverordnungen vorschreiben.
« StartZurück123WeiterEnde »
Seite 1 von 3