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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bergführer

Bergführer

Bergführerwesen in Tirol: „Dasselbe wird nun auch in Tirol geregelt werden, wie es bereits in den anderen österreichischen Alpenländern der Fall ist. Dass die Einführung eines geregelten Bergführerwesens von größter Wichtigkeit ist, ist gewiss begreiflich. Für mehrere Bezirke wurde auch schon eine Bergführerordnung genehmigt. Im Bereiche der hiesigen Bezirkshauptmannschaft haben sich in Folge der gehabten Bemühungen des Herrn k.k. Bezirkshauptmanns bereits 12 taugliche Männer als Bergführer gemeldet, von denen die meisten schon die besten Zeugnisse über die bisher als Bergführer geleisteten Dienste nachweisen können und welche demnächst mit den vorgeschriebenen Bergführerbüchern betheilt werden. Ihre Namen sind: ...
Die neue Bergführerordnung für Tirol und Vorarlberg vom 4. September 1871 wurde kürzlich von der Tiroler Statthalterei publiziert und ist nunmehr in Tirol und Vorarlberg das Bergführerwesen unter Aufsicht und Leitung der politischen Behörden gestellt. Jeder zum Bergführer tauglich befundene Bewerber (sowohl nach seiner bürgerlichen Unbescholtenheit, als auch nach körperlicher Eignung) erhält ein Führerbuch, in welchem außer den Generalien des Inhabers ein Verzeichnis jener Touren, für welche er geeignet erkannt wurde, dann die Führerordnung, der Führertarif und einige freie Blätter eingefügt sind, auf welchen die Zeugnisse der Reisenden eingetragen werden können. Aufgabe der Bergführer ist es, die Reisenden auf der bestimmten Route zu begleiten, Verirrungen und Unglücksfälle zu verhüten und alle thunliche Beihilfe zu leisten. Der Bergführer soll die Wahrnehmungen über Wege und Unterkünfte der Behörde bekannt geben. Wenn eine begründete Vermuthung vorliegt, dass ein Reisender vermisst oder verunglückt wäre, soll er ihn aufsuchen helfen; er soll auch im Besitze eines entsprechend langen und starken Seiles sein, dann die normierten Tarife und Routen genau einhalten. Übertretungen der Bergführerordnung werden, sofern nicht das Strafgesetz eintritt, mit Verweisen und nach den Umständen mit Geldstrafen von 1 – 100 fl. oder mit Arrest von 6 Stunden bis 14 Tagen geahndet und kann dem…
Bergführerkurs, der vom 27. bis 29. März hier abgehalten werden wird, umfasst folgende Gegenstände: 1. Gebirgs- und Gletscherkunde, 2. Geographie der Alpen, 3. Geographie des Landes, 4. Lesen von Land- und Gebirgskarten, 5. Gebrauch von Kompass, Barometer, Thermometer, Klinometer, 6. Führer-Ordnung (Rechte und Pflichten des Führers), 7. Erste-Hilfe-Leistung, 8. Organisation, Zweck und Stellung des Alpenvereins, 9. Gebrauch von Gletscherseil und Eispickel, 10. Anleitung zum Abkochen im Freien.
Eröffnung des Bergführer-Instructionskurses; s.a. 05.03. und 11.03., namentliche Nennungen von Teilnehmern (unter anderen 55. Schöpf Alois aus Silz)
In Tirol stehen 575 autorisierte Bergführer, darunter 197 mit Führerdiplom, der Touristenwelt zu Gebote. Als Senior dieses Führer-Corps gilt Gleinsner Pankraz, vulgo Marxer Gratze, in Milders im Stubaital, geb. 1816, autorisiert seit 1872, der bewährte Hochtouren-Begleiter der ersten wissenschaftlichen Durchforscher des Stubai, der Herren Hofrat Dr. Julius Ficker, Prof. Dr. Leopold Pfaundler und Dr. Ludwig von Barth.
Neue Bergführerordnung
Der neue Bergführerverein in Stubai
Bergführerwesen
Im Jahre 1900 übten in Tirol und Vorarlberg 744 Bergführer, 92 Führer-Bewerber und 17 Träger den Führerberuf aus.
Ski-Unterricht für Bergführer
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