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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Waltherpark

Waltherpark

Waltherpark

Stadtverschönerung: Die Parkanlage jenseits der Innsbrücke ist nun schon zum großen Theile bepflanzt, zahlreiche Gesträuche kamen als Geschenk des k.k. Obersthofmeisteramtes aus den Pflanzschulen in Laxenburg
In der städtische Parkanlage in der Innstraße soll ein Pyramide (mit Barometer, Thermometer und Wasserstandsanzeige, s. a. den Bericht vom 17.08.1878) und eine Waltherstatue aufgestellt werden, welche in München angekauft wurde.
Die Waltherstatue wird nun bald aus ihrem Verlies im Magistrats-Gebäude an´s Tageslicht gebracht werden. Die Südbahn-Gesellschaft hat in großmüthiger Weise den unentgeltlichen Transport der zum Piedesthale notwendigen Porphyrblöcke aus dem Eisackthale zugesagt und wird den Transport derselben in den nächsten Tagen beginnen. In sinniger Weise wird das Bildnis Walthers auf jenes Gestein gestellt, auf dem seine Geburtsstätte steht.
Heute morgens ist die Waltherstatue in der neuen städtischen Anlage aufgestellt worden
Enthüllung der Waltherstatue auf der neuen Anlage am linken Innufer. Die Statue wurde auf Bestellung König Ludwigs II. von Bayern in München gegossen und war zugleich mit einem Seitenstück, das Wolfram von Eschenbach darstellte, bestimmt, dem bayrischen Nationalmuseum als Zierde zu dienen. Durch eine nachträgliche Änderung im Plan für die Ausschmückung des genannten Gebäude4s wurden jedoch die beiden Statuen beiseite gedrängt und bleiben einige Zeit unbeachtet; Wolfram´s Bildnis wurde vor einigen Jahren der Stdt Eschenbach zum Geschenk gemacht und auf dem Marktplatz aufgestellt; die Statue Walthers wurde auf Betreiben patriotischer Männer für Innsbruck angekauft. Sie steht, wie bereits in einer früheren Notiz erwähnt, auf einem Piedestal von unbehauenen Porphyr und Granitblöcken, in deren Fugen Alpenblumen und Cacten angepflanzt sind. Ein munterer Quell, der aus einer Ritze am Fuße der Statue hervorsprudelt und eine kleine Cascade bildet, belebt die Steingruppe. Das geschmackvolle Arangement dieses Unterbaues ist das Werk des Statthalterei-Sekretäres Dr. Gustav v. Gasteiger.