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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Eisenbahnunglücke

Eisenbahnunglücke

Die Eisenbahn fordert ihr erstes Todesopfer in Tirol (bei fahrendem Zug ausgestiegen)
Im Laufe des Jahres 1863 haben sich auf den österreichischen Eisenbahnen im ganzen 67 Unfälle mit Personen- und Lastzügen ereignet, und sind hierbei, sowie durch andere Veranlassungen 133 Personen theils getödtet, theils beschädigt worden, und zwar beträgt die Zahl der Getödteten 77, die Zahl der Beschädigten 56. Die meisten Opfer hat das unvorsichtige und unbefugte Betreten der Bahn gefordert. Unter den Getödteten befanden sich ein Reisender, 38 Bahnbedienstete und 38 fremde Personen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Unfälle bei den Zügen um 35 vermindert, und wurden um 14 Personen weniger getödtet und 27 Personen weniger beschädigt als im Jahre 1862.
Statistik über Bahnunfälle in Österreich und Preußen
Eine Lokomotive stößt bei dichtem Nebel zwischen den Stationen Patsch und Matrei gegen einen Lastzug; s.a. 11.12.
Vergangenen Freitag ist auf dem Bahnhofe in Brixlegg ein Weichenwärter verunglückt. Derselbe wollte, als der Zug schon im Abfahren war, noch schnell über die Geleise springen, schlüpfte aus und wurde von dem schnell fahrenden Weichenwärter von Lokomotive erfasst und mitten durchgeschnitten.
Der Bürgermeister von Kufstein, Herr Josef Reisch, wird in Traunstein von einem Zug gerädert. „Wie es heißt, war der Zug schon im Gehen und Herr Reisch wollte noch in den Waggon springen, glitt aber aus, wurde von den Rädern erfasst und angesichts seiner Tochter fürchterlich verstümmelt.“ s.a. 03.10.
Ein furchtbares Unglück ereignete sich im Eisenbahntunnel bei Grieshäusl, eine halbe Stunde von Hopfgarten entfernt. Gestern stürzte plötzlich in der Mitte des Tunnels, das im Baue begriffene und schon dem Schlusse nahe Gewölbe mit furchtbarem Getöse ein und begrub 18 Arbeiter und den Bauunternehmer Hrn. Josef Knöpflmacher. In der ersten Stunde nach dieser furchtbaren Katastrophe wurden 7 Schwerverwundete aus dem Schotter herausgebracht, wovon einer in der Nacht seinen Kopfverletzungen erlegen ist. In der Nacht und heute bis Mittag konnte man erst 5 Todte herausbringen, die alle grässlich zerdrückt, zerrissen und verstümmelt waren. Gegenwärtig sind noch 7 Todte unter dem Schutt, darunter auch noch der Bauunternehmer, zu dessen Leiche man erst morgen oder übermorgen gelangen wird, trotzdem Tag und Nacht mit der größte Aufopferung gearbeitet wird; s.a. 13.07. „Die verunglückte Arbeiter sind auf einem Gerüst gestanden und waren mit der Ausmauerung beschäftigt. Der gleichfalls verunglückte Bauunternehmer Josef Knöpflmacher war in denselben Moment in den Tunnel eingetreten, um einen Auftrag zu geben, als der Einsturz erfolgte. Der Partieführer erzählte nachträglich, er habe zwei Maurern, welche die Stützen entfernen wollten, den Gegenbefehl gegeben, welcher nicht befolgt wurde, wodurch der Einsturz verschuldet wurde. Der Tunnel wird derart ausgeführt, dass der Stollen, der an der…
Der Eisenbahnbetrieb in Österreich hat im Jahre 1873 nicht weniger als 242 Menschenleben gefordert.
Eisenbahnunfall in Kufstein
Zugsunglück in Zirl, 12 Verletzte, großer Sachschaden
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