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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Denkmale
Dem Tiroler Dichter Senn („Adler, Tiroler Adler“), dessen Grabstätte keine angemessene Bezeichnung trägt, soll ein Denkstein gesetzt werden, wenn er auch in seinen letzten Tagen nur mehr eine traurige Ruine war.
Von herrlichstem Wetter begünstigt fand gestern am Kaiserjäger-Regimentsschießstandes auf dem Bergisel die feierliche Enthüllung des Monuments statt, welches auf einer weißen Marmor-Pyramide die Namen sämmtlicher in den Jahren 1848, 1849 und 1859 auf den Schlachtfeldern in Ungarn und Italien gefallenen Ober-, Unteroffiziere und Jäger dieses unseres Heldenregiments verewigt.
Der Grabstein des unglücklichen Tirolerdichters Senn ist nun von Hohenauer vollendet und aufgestellt. Es ist eine weiße Marmortafel oben mit dem Tiroleradler auf der Lyra ruhend mit Bezug auf Senns herrliches Lied: „Adler, Tiroleradler, warum bist du so roth!“
Eines der wenigen öffentlichen Monumente Innsbrucks, die St. Annasäule, welche eine Zierde der Neustadt sein könnte, geht sichtlich dem Verfalle entgegen. Schon 1859 wurde dieser gefährliche Zustand durch eine Baukommission erhoben und konstatiert, und aus landschaftlichen Mitteln die Summe zu deren durchgreifenden Restauration angewiesen. Die eingetretenen Kriegsereignisse aber waren die Ursache, dass die ganze Angelegenheit ins Stocken geriet. Dass das Monument in den letzten drei Jahren noch baufälliger wurde, versteht sich von selbst, und kann von Jedermann täglich der traurige Augenschein genommen werden-
An der Annasäule in der Neustadt wird dermal die Bauhütte aufgestellt, in welcher ein Theil der in der letzten Landtagsperiode bewilligten gänzlichen Restaurierungsarbeiten dieses vaterländischen Denkmales unter der Leitung der Herren Baumeister Johann Hutter (Huter)  und Söhne vorgenommen wird. Letztere haben, wie wir vernehmen, auch für das Hofrath Haslwanter´sche Haus außer der Innbrücke [Veronika Gruber, Die bauliche Entwicklung: Mariahilfstraße 42, Bp. 232 KN 384 EZ 416 II; Erwerb durch Kauf am 21.04.1818] den Plan zu einer neuen decorativen Facade entworfen, welche bereits in Ausführung begriffen ist. Innsbruck verdankt somit den Gebrüdern Hutter jun. seit einem kurzen Zeitraume nicht weniger als vier neue geschmackvolle Facaden alter Häuser (Weißes Kreuz, Tschonerhaus, Polizei-Direktionspalais und oberwähntes), ferner zwei Neubauten (Schulhaus in St. Nikolaus und Zinshaus der P.P. Serviten), welche letzteren beide - (auch wenn von Anhängern des alten Schlendrians mehrseitig angefeindet und amitiös bekritelt), den talentvollen jungen Männern, die den Entwurf dazu geschaffen und die exakte Ausführung geleitet, gewiss nur zur Ehre gereichen.
Die Prozession zur Annasäule zog heute zum letzten Male zu dem baufälligen Monumente, denn sogleich nach beendeter Oktave wird sich das Gerüst zur Abtragung der Annasäule erheben und dieselbe (vielleicht schon kommendes Jahr) neuverjüngt eine Zierde der Neustadt zu Innsbruck bilden
Die Annasäule prangt seit heute in verjüngtem Glanze.
In Landeck hat sich ein Comité zur Errichtung eines Denkmals für die Schützen der Landecker Landeschützen-Kompagnie, welche im Gefechte bei Le Tezze durch ihren Heldenmuth den Tod gefunden haben; s.a. 03.10. Kaiser Ferdinand spendet 100 fl.
30.10.1868 – Enthüllung der Büste des Dichters Herrmann von Gilm: „Diese Feier begann gestern Abends 8 Uhr vor der verhüllten Büste des gefeierten Dichters. Zu beiden Seiten derselben waren inmitten von Tannengewinden und frischem Grün zahlreiche Gasflammen angebracht, die ein prachtvolles Licht gaben. Oberhalb der Büste stand eine Leier in hellstrahlender Beleuchtung. Unterhalb derselben waren in geschmackvoller Dekoration Gruppen aus hübschen Gewächsen aufgestellt. Vor dem Hause standen zwei Kandelaber aus denen in Spiralen unzählige Gasflämmchen brannten. Um 8 Uhr erschien das Comité, und gleich darauf stimmte der akademische Gesangsverein den Chor an. In einer längeren Ansprache übergab der Vorstand des Comités, Herr Statthaltereirath von Barth, die Büste des Dichters der Obhut der Stadt. Während der Rede war die Umhüllung gefallen, und die Büste wurde sichtbar. Hierauf erwiderte Herr Bürgermeister Dr. Rapp, dass er die Büste im Namen der Stadt in Empfang nehme, die dieses werthe Denkmal hüten und ehren werde. Der Bruder des Dichters, Herr Otto von Gilm, überbrachte sodann den Dank der Witwe H. v. Gilm für die Errichtung des Monuments. Zwei Chöre, der eine von der Liedertafel, der andere von beiden Gesangsvereinen vorgetragen, schlossen die einfache und würdige Feier vor der Büste des Dichers, unter Beisein einer großen…
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