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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Ausrüstungsgegenstände

Ausrüstungsgegenstände

Unter persönlicher Direktion des Herrn Metz aus Heidelberg wurde vorgestern dessen für die hiesige Rettungsabteilung angeschafften Feuerlöschspritze im wahren Sinnes des Wortes erprobt, denn deren Leistungsfähigkeit übertraf alle Erwartungen, und das zahlreich am Stadtplatz anwesende Publikum brach in lauten Beifallsrufen aus, als zuerst der vom Boden aus dem Mündungsrohr des Schlauches entströmende Wasserstrahl bis über das Eisengeländer des Stadtturms (102 Fuß Höhe) reichte, und dann dasselbe Resultat mit zwei Wasserschläuchen vom Boden aus erzielt wurde, allgemeiner Beifall aber krönte die Wirkung dieser Spritze, als der Schlauch bis zum Geländer aufgezogen und von dort aus durch Herrn Metz der Wasserstrahl bis zum Thurmknopf (160 Fuß Höhe) dirigiert wurde. Die Leistungsfähigkeit der Metz´schen Spritze erscheint umso anerkennenswerther, als nur wenige Leute genügen dieses Resultat zu erzielen. Zudem ist diese Maschine so zweckmäßig kompendiös, dass selbe auf zweirädrigen leichten Handwagen ohne Anstrengung von drei Mann aus dem Magazin an die Brandstätte gebracht werden kann. Abends erfreute Hr. Metz seine zahlreichen Zuhörer durch einen zweiten sehr anregenden Vortrag über das Feuerlöschwesen. Schließlich muss, um übertreibenden Gerüchten entgegenzutreten, noch bemerkt werden, dass die ganze Maschine fix und fertig nicht mehr als 1100 fl. kostet.
Gestern nachmittags fand im Beisein der Herren Bürgermeister Carl Adam und Dr. v. Peer die Probe der auf der zweiten Metz´schen Fabrik von Heidelberg vor kurzem hier eingetroffenen Feuerlöschspritze statt. Wer die Leistungen der handlichen Maschine sah, wird gewiss den Wunsch hegen, dass successive die alten schwerfälligen Spritzen abgeschafft und durch Metz´sche ersetzt werden
27. und 28.04. – Beim Löwenhaus wird eine Gasspritze (Extinkteur) zur Brandbekämpfung erprobt
Im Park des Schlosses Ambras werden Versuche mit einem neuartigen Löschmittel unternommen. Der „Extinkteur“ wird mit doppel-kohlensaurem Natron und Schwefelsäure befüllt, wobei sich die Schwefelsäure erst in dem Momente dem mit Wasser aufgelösten Natron mittheilt, in dem der Apparat gebraucht wird. In der Nähe des Teiches wurde ein mächtigter Holzstoß, der noch zum Überflusse mit Petroleum begossen wurde, angezündet und als dann die Flammen 12 – 14 Fuß hoch emporschlugen, der Versuch gemacht. Der Betreffende, welcher den Apparat am Rücken trug, machte aus einer Entfernung von 25 Fuß den Angriff, der Erfolg war ein äußerst überraschender, den in 2 – 3 Minuten war der ganze Feuerherd nur mehr ein dampfender Kohlenhaufen
Was ist ein Extinkteur? Eeine mit mechanischen Vorrichtungen versehene blecherne Wasserbutte zur Brandbekämpfung, so groß, dass ein Mann sie im gefüllten Zustand ohne besondere Mühe wie eine Kraxe tragen kann; die Butte oist mit Wasser gefüllt, in derselben sind außerdem zwei blecherne Kapseln, wovon die eine mit Schwefelsäure (wenn wir nicht irren), die andere mit kohlensaurem Natron gefüllt. So bleibt die Butte fest verschlossen stehen. Wenn ein Brand auskommt, so nimmt man die Butte auf den Rücken, nähert sich dem Brandobjekt, macht an einer der Außenseite der butte angebrachten Vorrichtung einen Ruck, sodass sich innen die genannten Chemikalien in das Wasser streueen und mit demselben mischen; dies veranlasst einen chemischen Prozess, bei welchem sich sehr rasch recht viel Kohlenäure bildet, in ganz ähnlicher Weise wie man ein Brausepulver zum Einnehmen herrichtet. Die Kohlensäure hat eine solche Spannkraft, dass sie nunmehr den gesamten Inhalt der Butte, sobald der Hahn geöffnet ist, mit großer Gewalt durch den Schlauch ins Freie treibt. Der Träger der Butte leitet das Mundstück ins Feuer und löscht es damit umso leichter, als die Mischung viel mehr Deckungsfähigkeit hat als bloßes Wasser. Bei der Sonntag nachmittags auf dem ehemaligen Eisplatz am Weg zur Gasfabrik durch Herrn Gautsch, den…
Eine Dampf-Feuerspritze für Innsbruck. Mancher mag ungläubig sein Haupt schütteln und daran zweifeln; aber dennoch ist das kein Mährchen, und das Beste ist: sie kosten der Stadt keinen Kreuzer. Die tüchtigen und sehr thätigen Besitzer der Summerer und Soyer´schen Brauerei ließen dieselbe zum eigenen und zum Schutze der weitesten Umgebung von der rühmlichst bekannten Firma Gebrüder Beilhack, Mechaniker in Rosenheim, bauen. Gestern wurde die Spritze einer Probe unterzogen, welche geradezu überraschend ausfiel. Sie wirft einen herrlichen thurmhohen senkrechten Strahl, liefert mit 4 Stahlröhren 1.800 Liter per Minute und kann als Zubringer das Wasser bis zum Hotel Europa und zur Nußbaumer´schen Gräberei in hinreichender Menge leifern. Besonders bemerkenswert ist der Umstand, dass durch geschickte Abtäufung des Schachtes das Grundwasser so reichlich zufließt, dass mit Inbegriff der zirka 2.000 Litter haltenden Reservoirs unabhängig vom Sillkanal und Wasserleitung im Falle der Gefahr die ausdauerndste Hilfe geleistet werden kann.
Die gestrige Herbst-Musterung der Feuerwehr gab den Mitgliedern des Gemeinderathes, welche zu derselben erschienen waren, Gelegenheit, sich die Überzeugung zu verschaffen, dass die bei den beiden Bränden in diesem Frühjahre defekt oder unbrauchbar gewordenen Geräthe, insbesondere Schläuche, von denen die Stadt bei 1000 Meter besitzt, im Laufe des Sommers vollkommen repariert, beziehungsweise durch neue ersetzt worden sind, und alle Geräthe sich in gutem Zustand befinden. Dasselbe lässt sich von den Blasinstrumenten, welche die Feuerwehrkapelle von der alten städtischen Musikbande ererbt hat, nicht sagen, von diesen diskonieren und versagen viele infolge von Altersgebrechen und werden irreperabel sein. [Simulation eines Brandes der Weyrer´schen Fabrik in der Sillgasse.] Die Sanitätsabtheilung der Feuerwehr erschien bei dieser Übung unter der Leitung des Herrn Dr. Greil in neuer und vervollständigter Organisierung; sie ist jetzt mit einer Tragbahre, mit Schienen und Verbandszeug für Bein- und Armbrüche und dgl. ausgestattet und zeigte ihre Fertigkeit in dem Anlegen verschiedener Verbände an einem supponierten Verwundeten.
(Probe mit einem feuersicheren Präparate.) In der letzten Commandantschaftssitzung der hiesigen Feuerwehr wurde an von Herrn Hugo Platter mit einem von ihm erfundenen Flammenschutzmittel präparierten Hölzern, Baumwoll- Leinen und Wollstoffen, sowie Gazen Probe angestellt. Sämtliche mit dem Mittel präparierten Stoffe und Hölzer wurden der Wirkung der Gasflamme ausgesetzt, wobei der unmittelbar im Bereich der Flamme befindliche Theil verkohlte ohne zu brennen. So befriedigten die Resultate der Probe sämtlichen anwesende Mitglieder der Feuerwehr vollständig
Die Innsbrucker Feuerwehr erhält eine neue Dampfspritze, welche die Stadt bei Kraus & Comp. in München bestellt hat. Sie wurde gestern auf dem Inngriese unter dem Prügelbau in Betrieb gesetzt, um sie zu erproben. Die Kraft des enorm comprimierten Wasserstrahls ist so groß, dass derselbe, gegen den Boden gelenkt, im Nu Löcher aufwühlte und faustgroße Steine mehr als schuhhoch aufwarf; s.a. die zweite Probe 17.01. Achtzehn Minuten, nachdem das Feuer unter dem Dampfkessel angezündet worden war, hatte derselbe 9 Atmosphären Spannung und die Arbeit der Maschine begann unter zeitweiligem weithin hörbaren Gebrumme, dessen Lufterschütterung in der Nähe auszuhalten gute Ohren und eine gute Brust erfordert. Es wurden zuerste vier Schläuche mit Mundstücken des gewöhnlichen Kalibers der hiesigen Feuerwehr angeschraubt. Mit diesen wetteiferte die Landfahrspritze unserer Feuerwehr und der Strahl der letzteren überstieg um etwas die Strahlen der Dampfspritze; doch ist zu berücksichtigen, dass bei letzterer vier Wasserstrahlen zugleich arbeiten, während die erstere ihre ganze Kraft auf einen einzigen Strahl concentrierte, dass die Wassermenge, die aus jedem einzelnen der vier Schläuche der Dampfspritze ausgespieen worden ist, trotz des gleichen Kalibers der Mundstücke bedeutend größer war, als die der Landfahrspritze, wegen des ungleich größeren Druckes, und dass die Dampfspritze stundenlang mit gleicher…
04.07., 05.07. und  08.07.1884 – Der Erfinder Ing. Schalla führt in der Klosterkaserne seinen Feuertauch-Apparat vor und verweilt 17, dann 13 und zuletzt 9 Minuten in einer wahren Höllenglut
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