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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Alter städtischer Friedhof (Spitalsfriedhof)

Alter städtischer Friedhof (Spitalsfriedhof)

Die Vergrößerung des städtischen Friedhofs ist nun tatsächlich erfolgt, indem das an die westlichen Arkanden stoßende Feld mit hohen Planken umfangen und die Verbindung dieses neuen Gottesackers mit dem alten an zwei Stellen mittels Durchbrechung von zwei Arkandenwänden hergestellt worden ist. Bei diesem Anlasse erlaubt man sich, auf den völlig verwahrlosten Zustand der alten Kreuzweg Stationsbilder mit dem Wunsche aufmerksam zu machen, es möchten diese zu viel Raum an den Arkadenwänden, die sich jährlich mehr mit Monumenten überdecken, einnehmenden großen Bilder durch kleinere in Bälde ersetzt werden: s.a. die Stellungnahme eines Vertreters der Stadt vom 10.02. („Die gesetzten Maßnahmen verstehen sich als Provisorium; der eigentlichen Lösung der Friedhofsfrage wir dadurch in keiner Weise vorgegriffen.“)
Friedhof in Innsbruck (historische Notizen): „Bis zur Regierungsperiode des glorreichen Kaisers Maximilian I. wurden die Toten auf dem rings um die Pfarrkirche liegenden Platze (die Vornehmen und Reichen wohl in der Kirche selbst) beerdigt. Als aber wegen zunehmender Bevölkerung die Kirche erweitert und ein Teil des daran grenzenden Begräbnisplatzes behufs Vergrößerung der landesherrlichen Burg (wahrscheinlich 1490 – 1494) abgetreten werden mußte, so wurde das hinter dem Stadtspital gelegene Feld zum neuen Friedhof erwählt. Derselbe wurde zum ersten Mal vom Weihbischof Konrad von Brixen in der letzten Hälfte des 15. Jahrhunderts – und nach einiger Erweiterung im Jahre 1510 zum zweiten Male eingeweiht. Mit päpstlicher Erlaubnis brachte man geweihte Erde vom campo santo zu Rom in den neuen Innsbrucker Friedhof, und wurde solcher vom Papst mit denselben Vorrechten und Ablässen begnadet, welche der römische Friedhof geniest. Der Apotheker Mathias Rumler baute in der Mitte des Gottesackers die St. Michaelskapelle und über dieselbe die (dermal nur als Aufbahrungslokal für Kirchengeräte benützte) St. Anna-Kapelle. Ob die auch jetzt noch gebräuchliche Benennung „Veitskirchlein“ von der am Altare der St. Michaelskapelle aufgestellten aus geschnitzten Darstellung des hl. Märtyrers Vitus – oder wie einige Geschichtsschreiben wollen – daher abstamme, dass man vor Alters die mit der…
Dem heutigen Tirolerbothen liegt das „pfarramtliche Gutachten“ über den Comité-Vortrag des Bürgerausschusses, betreffend den Friedhof zu Innsbruck bei. Dasselbe geht auf eine Besprechung, respective theilweise Widerlegung jenes Comité-Vortrages ein, und führt aus, dass der im pfarrlichen Antrage auf Beibehaltung und Vergrößerung des gegenwärtigen Friedhofes nachgewiesene Raum als Begräbnisplatz nicht bloß für die Gegenwart vollständig genüge, sondern sogar bei einer Bevölkerungszunahme dieser Pfarre von 3000 bis 4000 Menschen noch ausreiche, weswegen kein Grund vorhanden sei, wegen Raummangels eine Versetzung des Gottesackers zu beantragen. Zweitens widerspricht das pfarramtliche Gutachten der im Comité-Antrag erörterten Schädlichkeit der Friedhofsausdünstungen für die nächste Nachbarschaft unter aufzählung mehrerer Gegenbeweise, und mit dem Beifügen, dass zur Zeit einer Epidemie ein Noth- oder Pestfriedhof beim Militärfriedhofe hergestellt werden solle, und dass dermalen die Anlegung eines neuen Leichenhauses völlig überflüssig sei, zur Zeit einer Epidemie aber nirgends anders als zu dem besagten Noth- oder Pestfriedhofe hinpasse. Drittens wird die zur Anlage des neuen Friedhofes bestimmte Örtlichkeit im Westen der Stadt als nicht geeignet erklärt, da die Westwinde die Friedhofsausdünstungen gerade den zunächst liegenden Häusern des Innrain zuführen würden und es außerdem den Hausbesitzern und Bewohnern des niedlichen Innrains kaum angenem sein würde, wenn künftig alle Leichen knapp an den Häusern…
Das Grabmal Alexander Colins, das links neben der Kapelle am alten städtischen Friedhof steht, bedarf dringend der Restaurierung; verdienstvolle Männer regen seine Übertragung in den neuen Friedhof (Westfriedhof) an
Das älteste Grabmal auf dem alten Spitalsfriedhof (Mathias Rumler und seine Gattin Agatha Costenzer, errichtet 1515); auf der hinteren Wand des St. Veitkirchleins befindet sich das noch gut erhaltene Fresko „Die Grablegung Christi“ (das Bild soll von einem Restaurator abgenommen und so gerettet werden)
Der alte Friedhof in Innsbruck (Spitalsfriedhof) beginnt seiner Bestimmung als Bauplatz zu weichen, die St. Veitskapelle wird dieser Tage von Baumeister Huter abgebrochen (das Wolkenstein´sche Grabmonument bleibt vorerst)
Bei den Abbrucharbeiten auf dem Spitalfriedhof wird ein Mammutknochen entdeckt
Der alte städtische Friedhof, welcher gegen Ende des 15. Jahrhunderts angelegt wurde und seit dem bis vor einem Dezenium die sterblichen Überreste der Innsbrucker aufgenommen hat, ist nun mit 15. November gänzlich geschlossen worden und steht erst zu erwarten, was mit diesem Platz nun geschehen soll.