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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Krankenanstalten, Spitäler, Sanatorien, Kliniken und Institute

Krankenanstalten, Spitäler, Sanatorien, Kliniken und Institute

Allgemeines KrankenhausAnatomie

Folgenden Heilanstalten in Tirol werden zu öffentlichen Krankenanstalten erklärt: Im Innsbrucker Kreis die Spitäler zu Innsbruck, Hall, Schwaz, Zell, Rattenberg, Kufstein, Kitzbühel, Matrei, Telfs, Imst, Reutte und Nauders; im Brixner Kreis und im Trienter Kreis.
In der österreichischen Monarchie befinden sich derzeit 330 öffentliche und 159 militärische Krankenhäuser. Die Zahl der in Verpflegung kommenden Kranken beträgt durchschnittlich 400.000 Individuen in einem Jahr. Irrenhäuser sind in Österreich 40 mit durchschnittlich 6000 Irren. Gebärhäuser gleichfalls 40 mit jährlich 16.000 Gebärenden. Findelhäuser gibt es 33 mit ca, 24.000 Kindern
Der Stadtmagistrat Kufstein hat die Absicht, ein neues Spital erbauen zu lassen, was ein Prachtgebäude und eine Zierde der Stadt werden soll. Bereits sind die Pläne dazu angefertigt worden.
Heute, den 25. Juli, wird die hierortige Gebärklinik für das laufende Studienjahr geschlossen. Bis zum Beginn des künftigen Studienjahres finden keine Aufnahmen statt
Zu Schwaz ist die Stelle eine Spitalsarztes mit einem Honorar von jährlich 109 fl. öst. W. zu besetzen
Widerstände gegen die Errichtung eines Choleraspitals am Innrain
08.02.1869 – Die gestrige Bürgerausschuss-Sitzung war eine der gewichtigsten seit langer Zeit. Zum Beginn der Sitzung erstattete der Herr Bürgermeister Bericht über die Erfolge der an das allerhöchste Hoflager abgegangenen Deputation, um einen Beitrag zur Erbaung eines den Anforderungen der Zeit entsprechenden Spital-, Gebär- und Findelhauses. Die Deputation, deren Sprecher Herr Landeshauptmann Dr. Haßlwanter war, wurde am 21. vergangenen Monats von Sr. Majestät sehr huldvoll empfangen. Se. Majestät erkannten die Wichtigkeit des Gegenstandes in vollstem Maße an, bemerkten jedoch, dass bereits mehrere Vormerkungen auf das Erträgnis der nächsten Staatswohltätigkeits-Lotterien gemacht seien, versprach aber thunlichste Bercksichtigung der Bitte. Auch der Minister zeigte seine Geneigtheit hiezu, meinte jedoch, dass die Sache dem Reichsrate zur verfassungsmäßigen Behandlung vorzulegen sei. Herr Bürgermeister teilte ferner mit, dass die Entschließung über die Errichtung einer medizinischen Fakultät an der Universität Innsbruck demnächst erwartet werde. In diesem Fall will die Stadt 204 Spitalsbetten zur Verfügung stellen. Dazu reichen die jetzigen Lokalitäten des Spitals nicht aus. Daher wird eine Erweiterung des Spitals in Form eines Anbaues in Erwägung gezogen. Das Bau-Comité legte dem Magistrat das Projekt zur Erbauung eines drei Stock hohen Hauses mit fünf Zimmern in jedem Stocke vor, welches von diesem angenommen wurde. Der Neubau wird ganz…
Aus dem Civilspitale: Im Laufe des Jahres 1869 standen unter den Primarärzten Dr. Otto Rembold und dem Sekundararzte Dr. Bernhard Fizia 399 Männer und 164 Weiber in Behandlung. Geheilt wurden 274 Männer und 85 Weiber, gebessert 46 Männer und 16 Weiber. Am 1. Dezember vergangenen Jahres wurde die Augenklinik unter der Leitung von Herrn Professor Mauthner eröffnet. Seitdem waren darin in Behandlung 11 Männer und 8 Weiber. Elf Operationen wurden gemacht und zwar neun Operationen an 11 Männern und zwei Operationen an 8 Weibern, alle mit geglücktem Erfolge. Auf der medizinischen Klinik wurde eine Abtheilung für Kehlkopfkranke eröffnet.
Dr. Josef Plaseller wird für seine Verdienste als Direktor der allgemeinen öffentlichen Krankenanstalt mit dem Ritterkreuz des Franz Josef Ordens ausgezeichnet
In den ersten drei Monaten des Bestandes der chirurgischen Universitätsklinik seit Übernahme derselben durch den derzeitigen Vorsteher, Herrn Professor Heine, befanden sich 140 Kranke beiderlei Geschlechts auf Klinik und chirurgischer Abteilung zusammen in Behandlung. Gleichzeitig wurden 60 in der Stadt wohnende oder vom Land kommende Kranke ab- und zugehend behandelt. Im genannten Zeitraum kamen ungerechnet der kleineren Operationen 40 größere und große zur Ausführung. Von den 50 Operierten starben nur 5, davon 3 an Blutvergiftung, 1 an einem alten Lungenabszess und 1 an Entkräftung. Im ganzen kamen 7 Todesfälle auf 140 Kranke. 81 Kranke wurden geheilt, 7 gebessert, 2 auf Verlangen ungeheilt entlassen, 43 bleiben in Behandlung. Noch ist erwähnenswert, dass 20 Knochenbrüche, und zwar 11 frische und 9 veraltete oder schlecht geheilte zur Behandlung kamen, von welchen ersteren samtliche ohne Verkümmerung geheilt entlassen wurden oder ihrer Heilung in Kürze entgegensehen.
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