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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bärenjagd

Bärenjagd

In der Nähe des Waldrastbergers treibt sich dermal ein großer Bär herum, auf welchen von den Schützen der Umgegend – bisher aber ohne Erfolg – Jagd gemacht wird.
Der im Stubaital erlegte große Bär ist heute hier eingetroffen und wird gegen einen Eintrittspreis von 3 kr. Im Gasthause zum weißen Kreuz zur Schau aufgestellt; der so eingehende Betrag gehört dem wackeren Schützen, welcher am Fuße von dem Bären arg verletzt wurde, ehe es einem anderen zu Hülfe geeilten Schützen gelang, dem Unthier vollends den Garaus zu machen.
Sicheren Nachrichten aus dem Stubaitale zufolge soll sich dort auch heuer wieder ein Bär gezeigt haben, und zwar in derselben Gegend, wo im vorigen Winter sein solcher sich eingefunden hatte. Letzterer ist samt seinem tragischen Ende in einer großen Weihnachtskrippe am Schönberg figürlich verewigt worden.
Aus dem Grißeltal (Zweig des Lechtales) wird gemeldet, dass daselbst ein Bär sein ständiges Hauptquartier aufgeschlagen habe und von den Schafherden des Thales sein Leben friste, ohne dass man seiner bisher habhaft werden konnte
In Mieders findet eine Treibjagd auf einen Bären statt.
In den Wäldern des Wallfahrtsortes auf der Waldrast soll der unlängst erwähnte Bär noch immer sich herumtreiben und die Sicherheit gefährden; s.a. das Dementi vom 16.08. und den Bericht vom 11.10. (Sichtung in Matrei) und Erlegung 05.11.: „Von dem Stubaier thal aus verfolgt wurde zweimal auf ihn geschossen, was ihn aber wenig zu genieren schien, da er immer weiter trabte, bis er zuletzt auf einen hohen Felsen ankam; die Jäger hinter ihm, wusste er sich keinen anderen Rath, als den Kopf zwischen die Füße zu stecken und kugelförmig vom Felsn in das Tal hinabzurollen, wo dann unser Petz von den Jägern in Gschnitz gebührend empfangen und seinem thatenreichen Leben ein Ende gemacht wurde.“
In der Gemeinde Grameis, wurde am 10. d. M. ein Bär geschossen, welcher viel Schaden unter den dortigen Schafheerden anrichtete.
„Ein Bär, ohne Zweifel derselbe, dessen Besuch im Pitztal, wie wir vor einiger Zeit meldeten, ist nun, wie den Tiroler Stimmen aus dem Ötzthale bercihtet wird, oberhalb Farst in der Gemeinde Umhausen verspürt worden, und hat dort mehrere Schafe zerrissen. Die Schützen verfolgten diesen Räuber, fanden aber sein Lager leer. Warscheinlich dürfte derselbe bald das Sellrain besuchen, aus der Richtung zu schließen, die er bei seiner Flucht genommen hat“; s.a. 20.05. und 21.06.
Die Sellrainer Bärenjagd (Gedicht)
Ein Bär verunsichert das Ötztal
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