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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Fischerei
Im Handelsministerium werden dermalen Beratungen über den Entwurf eines Fischereigesetzes gepflogen, welcher letzterer nach seiner Vollendung in der zweiten Session des Reichsrathes zur Vorlage kommen soll
Zur Hebung der Fischzucht in Tirol bewilligte das Ackerbauministerium in diesem Jahre einen Betrag von 500 fl.
Vor einigen Tagen glückte es einem in Sachen der Fisch- und Schießkunst wohl bewährtem Individuum von der hohen Brücke am ärarischen Holzrechen, dort, wo die Flüsse denselben passieren, einen Huchen im Gewicht von 40 Pfund mittelst der Kugel zu erlegen. Um die Mittagsstunde versuchte es dieser Fisch über die dortige Wehre heraufzukommen, und bei diesem etwas unbehilflichen Bemenehmen wurde er vom lauernden Schützen mit der Kugel in den Kopf geschossen und von der unterhalb des Rechens postierten, vom Brückenbaue her bekannten Stadtflottillie mit Präzision aufgefangen und ans Land gebracht. Dieser Fisch, der eben jetzt von der Donau heraufkommt, um zu laichen, war mit ausgespanntem Arm kaum zu abmessen. Derartige Ereignisse sind bei unserem fischarmen Wasser eine große Seltenheit; allein drängt sich die Frage auf, thäte man nicht besser, Fische, die eigens hierherkommen um zu laichen, zu schonen; ein Fischereigesetz, gehandhabt mit eisernen Strenge, thäte wohl noth!
In der Gegend von Volders wurde von einem Fischer ein mehr als 20 Kilo schwerer Huchen im Inn gefangen (nicht so groß ist das in Völs gefangene Exemplar s.a. 28.04.1879)
(Zur Fischzüchterei.) Se. Excellenz der Herr Statthalter geruhten am vergangenen Montage die künstliche Fischzucht der ersten hiesigen Fischerei-Gesellschaft mit seiner Gegenwart zu beehren. Nach einer schwungvollen Anrede Sr. Excellenz durch den Vorstand der Gesellschaft Hr. Oberhauser, worin der schöne Zweck der Gesellschaft – die Bevölkerung des heimischen Fischwassers – betont wurde, geruhten Se. Excellenz unter Leitung des hiesigen Universitäts-Professors Herrn Dr. Oellacher, der sich in diesem Felde der Embryologie einen Weltnamen gemacht hat, die bereits vollendete Entwicklung des Forellen-Eies mittelst des Mikroskops mit besonderer Befriedigung zu besichtigen, besah sich die vielen schönen Utensilien zum Betriebe der englischen Fliegenfischerei und machte endlich dem versammelten Ausschuss die freudige Mitteilung, vom 1. Jänner an der Gesellschaft als Mitglied beizutreten
Vom Fischerei-Inhaber wurde gestern in der Nähe von Völs im Innflusse ein Huchen gefangen, der ungefähr 1 Meter lang und über 10 Kilo schwer ist. Der Fisch ließ sich durch ein kleines Fischchen, welches als Lockspeise verwendet wurde, aus seinem Verstecke herauslocken und konnte glücklich geangelt werden.
Gestern wurde im Gießen eine ausgerogte Forelle von 64 cm Länge und im Gewicht von 2 1/2 Kilo gefangen.
Die Generalversammlung der Fischerei-Gesellschaft in Innsbruck, war außerordentlich stark besucht. 42 Theilnehmer hatten sich eingefunden. Der Obmann der Gesellschaft entwickelte in gewohnter trefflicher Redeweise ein kurzes Bild über das bisherige Schaffen des Vereins; er hob hervor, dass die von der Gesellschaft vor einigen Jahren gepachteten Gewässer ganz entvölkert waren, nun aber durch die angewandte künstliche Fischzucht und Beobachtung der absolut nöthigen Schonzeit sich ein bedeutender, ja fas unglaublicher Zuwachs an Edelfischen ergeben habe, und dass die künftige Ausbeute unter Fortsetzung der natürlichen und künstlichen Fischzucht und Beobachtung der Schonzeit von Jahr zu Jahr bedeutender werden müsse. Millionen Werthe könnten unseren herrlichen Gebirgsbächen entnommen werden, wenn nur die Schonzeit beachtet werden würde, was aber leider nicht der Fall sei. Nur die einheitliche Bewirtschaftung der einzelnen Reviere sei allein geeignet, dem fortschreitenden Niedergange unserer Fischerei Einhalt zu thun und die Hebung derselben anzubahnen. Im Jahre 1880 wurden 30.000, im Jahre 1881 36.000 junge Forellen in die verschiedensten Gewässer eingesetzt worden, die einen glänzenden Erfolg versprechen. Treffend bemerkte der Herr Obmann weiter, es möge das Gebaren des Vereine in der Hebung der Fischzucht zum nutzen und frommen des ganzen Landes Nachahmung finden und es möge baldigst ein Fischereigesetz oder strenge Fischpolizeivorschriften von Seite…
Bei Schwaz wurde im Inn mit einem Netz ein Huchen von ungefähr 20 kg gefangen und nach Innsbruck gebracht, wo er in der Fischbank zu bewundern ist.
Landeshauptmann Ritter von Rapp stellt anlässlich einer Tagung der „ersten tirolischen Fischereigesellschaft“ die Erlassung eines Fischerei- und Jagdgesetzes in Aussicht
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