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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Wildarten
In jüngster Zeit wurden im Zillertal zwei sogenannte „Raggelhähne“ (Rackelhähne) - Bastarde von Spielhahn und Auerhennen – geschossen. Diese Vögel gehören zu den größten Seltenheiten; außer dem Ferdinandeum bewahrt nur noch ein Museum in der Schweiz ein ausgestopftes Exemplar.
Ein Zirler „Schafbue“ präsentiert in Innsbruck zwei gefangene Steinadler; s.a. 09.06.
(Gemsen.) Wie fast jährlich erscheinen bei tiefem Schnee an den Südhängen der Gebirge nördlich von Innsbruck Gemsen oft in größerer Anzahl, welche von dem Gleirsch-, Hinterautal und aus der Eng her, diese sonnigen Abhänge aufsuchen. Selbst mit freiem Auge kann man sie an heiteren Tagen ober dem letzten Holz in den Rumer- und Arzlerbergen weiden sehen. s.a. 27.01.
Dieser Tage wurde zu hinterst in der Zirler-Klamm von einem Jäger, der dort auf Hahnenpalz war, ein Lämmergeier erlegt. Er misst mit ausgespannten Flügeln 7 Schuh.
Oberhalb Tenders bei Nauders wurde am 23. Mai ein Luchs und zwar ein Prachtexemplar weiblichen Geschlechts und wenigstens 6 bis 8 Jahre alt, erlegt. Den beiden Männern, welche die Beute machten, wurde für die Erlegung dieses in Tirol nur mehr selten vorkommenden Raubthieres die gesetzliche Taglia von 26 fl. 25 kr. vom Landesausschusse zuerkannt. Der Luchs kommt selbst in der Schweiz nur mehr äußerst selten vor, jährlich wird kaum mehr ein Stück erlegt. Hingegen findet er sich noch häufig in Schweden und Russland vor.
Aus einem Adlerhorste der sich an einer südwestlich exponierten senkrechten Felswand des großen Solsteins bei Zirl befindet, ist am 7. d. Mts. ein junger Steinadler, ungefähr 9 – 10 Wochen alt und bereits vollständig befiedert mit einer Flügelweite von mehr als 5 Fuß, ausgenommen worden. Die Felswand, an welcher sich der Horst in einer sogenannten „Gufel“ (Felsenhöhle) befand, war sehr schwer zugänglich. Der Jäger Josef Heiß (Krax) hatte mit viele Mühen und Gefahren den allein möglichen Zugang zu einem etwa 60 bis 70 Fuß oberhalb des Horstes gelegenen kleinen Legföhrenbestand ausgemittelt, von welchem mit Hilfe zweier anderer verwegener Zirler, Martin Seiler, vulgo Glaser, an doppelten Stricken bis zum Horste herabgelassen wurde. Derselbe wurd glücklich erreicht, obwohl Glaser zweimal ganz frei in der Luft baumelte. Der junge Adler ließ sich ohne den geringsten Widerstand mit den Händen packen und in den Schnerfer stecken. Die alten Adler kamen während des Ausnehmens nicht in die Nähe, wie denn überhaupt die Beobachtung, dass Steinadler den Menschen während des Ausnehmens der Jungen angreifen, bei uns nie gemacht wurde. Der Horst stellte eine wahre Schlachtbank dar. Außer den Knochen von Rehen, Lämmern, eines Gamskitzes und den Resten von Hasen, Eichhörnchen, Stein- und Schneehühnern fand sich auch…
Wie erst jetzt bekannt geworden ist, hat ein junger Bursche aus St. Johann im Unterinntal auf der Grenze zwischen Salzburg und Tirol einen jungen, erst wenige Stunden alten Steinbock gefangen.
Adlerfang im Vomperloch
Jagdglück (oberhalb der Martinswand wird ein Auerhahn geschossen, was in dieser Gegend schon seit 16 Jahren nicht mehr der Fall war)
„Steinadler-Meeting“ oberhalb von St. Sigmund (die Vögel entpuppen sich allerdings als weißköpfige Geier, siehe auch 12.09.)
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