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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Tötungsdelikte
Heute nachts wurde auf der Innbrücke Herr Josef Ostermann, 53 Jahre, vormals Buchdruckereibesitzer hier, in bewußtlosem Zustande und aus zwei Stichwunden blutend gefunden und in das Stadtspital übertragen, wo derselbe gegen 3 Uhr morgens verschied; s.a. 04.12. das Begräbnis und die Meldung von der Verhaftung von Verdächtigen: „Nachträglich können wir mittheilen, dass die der Tat Verdächtigen (italienische Handwerksgesellen) mit denen Herr Ostermann am Abend vor seinem Tode in einem Wirthslocale in Streit gerathen war, schon am anderen Morgen gefänglich eingezogen worden sind.“
Unseren Lesern ist wohl noch der gräuliche Raubmord im Gedächtnis, welcher von einem Schneider aus Baiern, namens Karl Lang, an der ledigen Johanna Lumper in Stockach im Lechtal im Dezember d. v. Jahres verübt wurde. Dem Raubmörder gelang es über Innsbruck nach Baiern und von dort nach Baden zu entrinnen. In Karlsruhe endlich erreichte den Flüchtigen die Hand der Gerechtigkeit, und derselbe wurde nun von dort von zwei baierischen Gendarmen abgeholt und nach München gebracht.
Vorgestern zwischen 9 und 19 Uhr nachts suchte man in der Wasserleitung am Ursulinengraben nach der Leiche eines Kindes. Zur besagten Studne wollte nämlich jemand in der Nähe des Spitalsgebäudes bemerkt haben, wie ein unerkanntes Weibsbild die Balken der Wasserleitung öffnete und etwas, das einem neugebornen, in Windeln eingewickelten Kinde gleichsah, hineinwerfe. Ein kurzes Geschrei und Gepätscher des Wassers, und die Tat war gethan und die Thäterin entwischt. Auch Nachforschungen nach dem Kinde blieben erfolglos.
Auf dem Wege von Lienz nach Amlach wurde ein Mütterchen von 60 bis 70 Jahren von einem jungen Burschen angefallen und sodann in einen Wiesenwal geworfen, wo sie später todt aufgefunden wurde.
Auf der Gallwiese wird ein Skelett entdeckt (vermutllich eine entlaufene Geisteskranke aus dem Stadtspital)
Auf dem Stadlberge bei Kufstein fand eine Ziegenhüterin am 13. d.M. zwei Leichen, eine männliche und eine weibliche. Über die gemachte Anzeige verfügte sich die Kommission dahin und fand die Toten hart aneinander liegend, mit Schusswunden in der Brust. Der hier freiwillig aus noch unbekannten Gründen gesuchte Tod unterliegt nach allen Umständen keinem Zweifel. []
Raubmord in Westendorf: Am 29. November, während des Rorate-Gottesdienstes, wurde an Anna Aufinger, Wirtschäfterin bei dem Bauersmann Astl zu Neubruch bei Westendorf ein Raubmord verübt; die Anna Aufinger wurde erschlagen, verschiedene Kasten erbrochen und das Geld geraubt. Bis jetzt hat man den Täter noch nicht entdeckt.
Oberndorf bei Kitzbühel: Dem Vernehmen nach wurde der Beschuldigte des Mordes an dem achtjährigen Mädchen Anna Foidl von Oberndorf bei Kitzbichl in sichere Gewahrsam gebracht; s.a. 06.05. Sicherem Vernehmen nach hat der Mörder der Anna Foidl von Oberndorf (ein Bettler von Kessen) auch den im vorigen Jahr an den 13 Jahre alten Mädchen Elisabeth Berger am Niederndorfer Berge verübten Mord seines vollen Umfangs nach, eingestanden.
Am 17. d. Monats verunglückte in Steinach ein dreijähriges Knäblein im Sandkasten eines Mühlwerkes. Merkwürdig ist, dass das nämliche Kind wegen Mangel an Aufsicht im vorigen Jahr zweimal ins Wasser fiel, jedoch beide Male gerettet wurde.  
Am 17. d. M. brach in der Mitte des Marktes, in einem Hause in der Nähe der Johanneskirche ein Feuer aus, das jedoch noch rechtzeitig bewältigt wurde. Bei der noch lebhaften Erinnerung der Bevölkerung von Imst an den letzten furchtbaren Brand machte der Feuerlärm keinen geringen Eindruck auf die Gemüther. [] Während nun der drohende Brand das Tagesgespräch bildete, war es am 18. d. M. ein in der Nacht verübter Mord. Morgens ums halb 6 Uhr wurde nämlich hart hinter den Häusern der Krämergasse, also in der Nähe wo das Feuer auskam, die Leiche eines ungefähr 40 Jahre alten, schlecht beleumundeten Weibsbildes auf dem Rücken liegend, den Kopf mittels eines Steines ganz zerschmettert, den Mund mit einem Sacktuche zugestopft aufgefunden. Abends 10 Uhr wurde sie noch im elterlichen Hause gesehen. Über die Motive und näheren Umstände des Mordes, wie über den Thäter liegt tiefes Dunkel
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