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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Standschützen
Der uniformierte bürgerliche Standschützenkorp in Innsbruck steht vor der Auflösung. Nur bei Beerdigungen eines Kameraden gelingt es noch einen schwachen Zug dieses Korps zusammenzustellen.
Ankündigung eines Schützenaufzuges für den 28. d.M. in Innsbruck (auch die Silzer; J. Kluibenschädl und das in die Musik gesetzte Schützenlied). Die Ausschmückung der k.k. Landeshauptschießstätte unter der umsichttsvollen und energischen Oberleitung der Hrn. Schützenrathes Mages begonnen und ausgeführt, übertrifft alles bisher in dieser Art gesehene. Unser genialer Kunstmaler Hr. Josef Bartinger hat einen der wichtigsten Dekorierungstheile, bei 60 Wappenschilder, Statuen und Giebelornamente mit gewohnter Meisterschaft hierzu geliefert; Hr. Tapezierer Zemmer hat durch die Ausschmückung im Inneren des Schießstandsgebäudes sich alle Ehre gemacht, denn seine Drappierungen und Wandverkleidungen sind eben so geschmackvoll als reichhaltig und schön.
In Anerkennung der Verdienste, die sich der hochgeschätzte Herr Unterschützenmeister des k.k. Hauptschießstandes in Innsbruck, D. Schönherr, erworben, und des regen Eifers, mit dem sich Hr. D. Schönherr namentlich bei gegenwärtigem Kaiserschießen zur Förderung des Schützenwesens neuerlich bethätigt, hat die Vorstehung des k.k. Gerichtsschießstandes Silz den Genannten als Ehrenmitglied in das Matrikelbuch des Gerichtsschießstandes Silz eingetragen; gez. Alois Köfler, Oberschützenmeister, Johann Mark, Unterschützenmeister.
Die Gewinner der Hauptbeste des Kaiserschießens in Innsbruck: 1. Hauptbest mit 25 Stück Dukaten und Fahne - Hochw. Herr Romedius Grießenböck von Schönwies im Oberinntal, mit Centrum von 9 Scurpeln []
Die Neuorganisation des uniformierten bürgerlichen Standschützenkorps von Innsbruck, welche der löbliche Stadtmagistrat nun selbst in die Hand genommen hat, wird nun unserer Stadt eine neue, oder vielmehr eine lang entbehrte alte, Zierde verschaffen. In der Uniformierung werden zweckmäßige Abänderungen vorgenommen und soll dieses städtische Schützenkorps aus einer Division bestehen, nämlich 2 Kompagnien von je 100 – 120 Mitgliedern.
Die bis zum Erscheinen des neuen Bürgerwehrgesetzes hier provisorisch neuorganiseirten Stadtschützen haben dieser Tage die Wahl ihrer Herrn Oberoffiziere vorgenommen.
Programm zum Scharfschützenaufzug und zur Eröffnung des Festschießens am 30. September anlässlich des Empfanges des neuen Statthalters Carl Ludwig. (Auch die Musikbande und die Scharfschützen von Silz sind vor Ort).
Heute fand der großartige Schützen-Aufzug und die feierliche Eröffnung des großen, aus Landesmitteln gegebenen Festschießens zu Ehren Se. k.k. Hoheit statt, wobei leider zu bedauern, dass die Feier und Freude des Tages durch einen Unglücksfall getrübt wurde, indem durch den mit höchster Heftigkeit rasenden Südwind einer der beiden als Festdekorationen nächst dem Mauthhauses errichtet gewesenen Obelisken urplötzlich umstürzte und dadurch ein Mitglied der uniformierten Stadtschützen-Kompgnie von Innsbruck, Herr Unger, Zimmermaler, erschlagen wurde. [] Der unablässig rasende Scirrocco (Föhn) beeinträchtigt die Festfeier, die Entfaltung der Schützenfahnen, die Wirkung der Musik und der Gesangsvorträge der hiesigen Liedertafel. [] Was der Sturmwind in der Stadt verdarb, gilt noch in größerem Grade von der Feier am Berg Isel, wo die ganze Beleuchtung unterbleiben musste
Schützenlied (verfasst 1855 von Graf E. v. Wolkenstein)
Peter Paul Parsch aus Silz gewinnt beim großen Fest- und Freischießen am Berg Isel das III. Haupt der 12 zu erschießenden Haupt-Beste (das I. Haupt mit 25 Dukaten und Fahne erringt Josef Heiß von Gnadenwald, das II. Haupt geht an Ignaz Kranewitter von Nassereith); das Schießen dauerte von 30. September bis 9. Oktober. Die Zahl der Einlagen auf die Hauptbeste betrug 2111. Auf die Hauptscheiben fielen 11.152, auf der Schleckerscheibe 22.355, also zusammen 34.152 Schüsse. Die Zahl der Scheiben betrug 18, darunter 11 Wendelscheiben. Zentrumsschüsse fielen: auf dem Haupt 18, auf dem Schlecker 40, auf der Ehrenscheibe 2, auf der Ritterscheibe 1, zusammen 81 Centrum.
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