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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Jesuiten-(Universitäts)kirche

Jesuiten-(Universitäts)kirche

Jesuitenkirche (noch ohne Türme)JesuitenkircheInneres der Jesuitenkirche

Die in späterer Periode ob ihrer seltenen Kunstschätze berühmt geworden Innsbrucker Hofkirche war es, in welcher vor 300 Jahren am 24. Juni 1562 in Gegenwart des allerhöchsten Hofes als Eröffnungsfeier des eben von Pl Canisius (des Jesuitenordens) gegründeten Gymnasiums im Beisein der ersten siebzig Schüler desselben, vor einem transportablen Altare (die Kirche war damals noch nicht eingeweiht), der Festgottesdienst abgehalten worden. In der nunmehrigen Universitäts- und vormahligen Jesuitenkirche hingegen versammelten sich gestern 9 Uhr vormittags die Elite der Bevölkerung Innsbrucks, um mit der Direktion, dem Lehrkörper und den 400 Schülern desselben Gymnasiums dem solennen Gottesdienste zur Feier der Erinnerung an dessen Gründung beizuwohnen [] Vier der begabtesten Schüler der höheren Kurse: Plank von Hall, Geiger von Serfaus, Oelacher und Jehle von Innsbruck, hielten Vorträge in altgriechischer, lateinischer, italienischer und deutscher Sprache.
Prof. Jele malt aus Anlass der Seligsprechung des Jesuiten Spinola ein Bild für die Jesuitenkirche (Spinola am Kreuz, davorstehendens Knäblein hebt die Hände empor, im Vordergrund steht ein brennender Holzstoß, daneben stehen der Statthalter und der Henker)
Kirchenbauten und Restaurierungen in Innsbruck; dieses Mal: die Fürstenkapelle in der Jesuitenkirche (der Altar ist ein Werk des Kunsttischlers Raffreiner aus Schwaz; arge Schelte der Innsbrucker Nachrichten: „die Romanisierungsmanie hat den Sieg gegenüber dem unerlässlichen Gesetzen der Ästethik davongetragen“
s.a. 20.10.1890 – 250jährige Jubelfeier des fojaischen Gnadenbildes in der Jesuitenkirche (Nachbildung einer zu Foy in der Provinz Namur in den Belgien zur Zeit der Freiheitskriege im 17. Jahrhundert hochverehrten Muttergottesstatue mit Jesuskind, das einen Apfel in der Hand hält; Eichenholz, Gewandung tiefblau, Höhe von 78 cm. Nach der Einnahme Bredas durch den Prinzen von Oranien im Jahre 1637 kam die Statue nach Antwerpen; von dort aus machte sie P. de Wael der Jesuitenkirche dahier zum Geschenk. Bis zur Eröffnung der Jesuitenkirche wurde sie in der vom Erzherzog Ferdinand am östlichen Ende des jetzigen botanischen Gartens erbauten kleinen Dreifaltigkeitskirche unter Erzherzogin Claudia von Medici zur Verehrung aufgestellt. Am 7. Oktober 1640 wurde sie dann mit anderen Heiligtümern aus jenem Kirchlein in die neu erbaute Jesuitenkirche übertragen. Entstehungsgeschichte: Im Jahre 1609 ließ ein Schiffsreeder eine ungewöhnlich große Eiche in der Nähe des Maierhofes Foy als Schiffsbauholz fällen. Als der Stamm entzwei gesägt wurde, fanden sich in dessen verfaulten Mitte durchsichtige Steinchen von ganz verschiedenen Form und Farbe, welche beiläufig die Größe von Haslenüssen hatten, eine lange Frauenhaarflechte und endlich eine kleine Statue der heiligsten Jungfrau, die ungefähr eine Spanne hoch war. Diese Statue befand sich im Inneren des Baumes und zwar…
Ein Notschrei aus Innsbruck: „Das herrlichste Bauwerk der tirolischen Landeshauptstadt, eines der prächtigsten Denkmale der Renaissance diesseits der Alpen überhaupt, die Gruftkirche einer ganzen Reihe von Fürsten und Prinzen aus dem Hause Habsburg, befindet sich in einem traurigen, unfertigen, desolaten Zustand. Der Bau, den der mutige Erzherzog Leopold V. mit seiner Gemahlin Claudia von Medici in großartiger Weise begonnen, dessen Vollendung sie ihren Nachfolgern zur Pflicht gemacht, ist unvollendet geblieben; unfertig ragt die armseligste aller Fassaden mit den Turmstümpfen empor und das allerelendiglichste ist der hölzerne Glockenturm, trostloses Zimmermannshandwerk, wie man es sich nur denken kann, ein ästhetisches Armutszeugnis für Stadt und Land, das zu billigsten Witzen bei den zahlreichen Fremden, die Innsbruck besuchen, geradezu herausfordert [... .] Der Grundstein zu dieser der heiligsten Dreifaltigkeit geweihten Kirche wurde am 1. Mai 1627 gelegt. Leider wurde die Fortsetzung dieses Baues durch verschiedene Hindernisse, besonders durch die Wirren des schwedischen Krieges und dann durch den im Jahre 1632 erfolgten Tod des Erzherzog Leopold in die Länge gezogen, sodass erst im Jahre 1640 die Vollendung der Kirche, jedoch ohne die Türme, durch Erzherzogin Claudia bewirkt und am 7. Oktober 1640 der erste feierliche Gottesdienst von den Patres Jesuiten abgehalten werden konnte. Diese Kirche…
Die Restaurierung im Inneren der Jesuitenkirche (beide Seiten des Mittelschiffes und die beiden Arme des Kreuzschiffes) wird von der Zentralkommission für Kunst und historische Denkmale scharf kritisiert. („geschmacklos und stilwidrig“)
Oberingenieur Ludwig Pulsator † (Bauleiter der Rekonstruktionsarbeiten an der Kuppel der Jesuitenkirche)
Wie uns von verlässlicher Seite mitgeteilt wird, werden nun endlich die beiden Türme der Jesuitenkirche in der Universitätsstraße ausgebaut werden; s.a. 11.05.
(Der Ausbau der Universitätskirche.) Wie bekannt, ist der Ausbau der Universitätskirche, dank der Munifizienz des Herrn v. Sieberer in nächster Zeit zu erwarten. Die Pläne für die beiden monumentalen Thürme, welche an die Stelle der jetzigen hölzernen Glockentürme treten sollen, sind bereits fertig; sie stammten vom Wiener Architekten Schachner, der sich bei seinm Entwurfe an das Vorbild der Universitätskirche, den Dom von Salzburg, gehalten hat. Bei dieser Gelegenheit sei richtig gestellt, dass die Kosten des Aufbaues der Thürme nicht von der Regierung und Herrn v. Sieberer zusammen, sondern von letzterem allein getragen werden. Die Regierung widmet – die Kirche ist nämlich ärarisch – für die innere Ausschmückung die Summe von 35.000 K, das ist jener Betrag, den sie unter allen Umständen früher oder später für eine feuersichere Herstellung der Glockenthürme hätte verwenden müssen. Zur Deckung der Baukosten wurden von Herrn v. Sieberer 100.000 K bei der Innsbrucker Sparkasse deponiert; ein etwaiger Rest fällt dem Waisenhausfonde zu. Der Bau der Türme soll im nächsten Frühjahr begonnen und im Herbst zu Ende geführt werden
Im hölzernen Glockenturm der Universitätskirche (Jesuitenkirche) befinden sich vier Glocken von kunsthistorischem Interesse. Die beiden größeren, 1579 von Hans Christoph Löffler gegossen, sind mit einem durch Puttifigürchen belebten Ornamentfries geziert und enthalten Reliefdarstellungen. Die zwei kleinen Glocken stammen aus dem Jahre 1640, sind mit spärlichem Zierat versehen und als Werke der berühmten Innsbrucker Erzgießerei Bartholomäus Reichart von historischem Werte
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