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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Kindergarten

Kindergarten

Kinderausspeisung

Bemühungen um einen Kindergarten in Innsbruck (Kufstein ist schon seit zwei Jahren im Besitze eines solchen; s.a. 28.09. und 10.10.): „Wie wir aus einer Innsbrucker Korrespondenz der „Presse“ ersehen, soll der Herr Bürgermeister Dr. Tschurtschenthaler bereits Verhandlungen eingeleitet haben und alle Aussicht vorhanden sein, dass bis zum Oktober, zunächst unter der Theilnahme gebildeter und zu Beiträgen geneigter Familien, ein Kindergarten als anziehendes Beispiel für andere hier errichtet werde. Eine gebildete Dame hat sich bereit erklärt, ähnliche Anstalten hohen Rufes im deutschen Reiche zu besuchen und sich durch Hospitieren an denselben mit dem Wesen der Kindergarten-Erziehung vollständig vertraut zu machen. Nächstes Jahr dürfte dann mit jeder städtischen Schule ein Kindergarten in Verbindung stehen. Bekanntlich besitzt Kufstein bereits einen solchen schon seit 2 Jahren, den der Herr Pfarrer Dr. Hörfarter gründete und der die besten Früchte trägt. Diesem Kindergarten wurde jüngst der Besuch der durch ihre Schriften über die Erziehung und insbesondere über Kindergärten, soiwe durch Errichtung solcher Anstalten in Deutschland und Italien rühmlichst bekannten Freiin von Marenholz-Bülow zu Theil, die sich längere Zeit in Kufstein aufhielt. Dort weilt jetzt auch ein tüchtiger italienischer Schulmann, der im Auftrage seiner Regierung Kindergarten-Studien macht.
Kindergarten-Lehrkurs in Kufstein: Die k.k. Landesschulbehörde für Tirol macht bekannt, dass mit Erlass des Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 14. September d. Js. dem an dem Privatkindergarten des Dekans Dr. Matthäus Hörfarter zu Kufstein im Schuljahre 1872/73 zu eröffnenden Bildungskurse für Kindergärtnerinnen das Recht zur Ausstellung staatsgiltiger Zeugnisse ertheilt worden ist. Ein solcher Lehrkurs dauert ein Jahr. Zur Aufnahme ist ein Alter von nicht weniger als 16 und nicht mehr als 30 Jahren, physische Tüchtigkeit, sittliche Unbescholtenheit, musikalisches Gehör und eine gute Singstimme und jenes Maß von Wissen und Können erforderlich, welches als Lehrziel für die allgemeinen Volksschulen durch die Schul- und Unterrichtsordnung festgestellt und durch eine Aufnahmeprüfung zu erproben ist.
Wie verlautet, soll nun der erste Kindergarten dahier mit Beginn des nächsten Monats eröffnet wreden. Es hat sich zu diesem Zweck eine Anzahl von Familien mit etwa 30 Kindern vereinigt, mit der Verpflichtung, für jedes Kind einen monatlichen Betrag zur Unterhaltung des Kindergartens von 3 fl. zu leisten. Eine angesehene Dame wird aus Liebe zur Sache die nicht unbekannte Mühe der Oberaufsicht übernehmen. Als Lokale werden für den Winter die zwei hintersten Zimmer der Redoutenlokalitäten dienen, welche von Sr. Exzellenz dem Herrn Statthalter bereitwilligst zu dem Zwecke zur Verfügung gestellt worden sind. Der Kindergarten wird von 9 bis 12 Uhr vormittags geöffnet sein.
31.10. – Heute findet die Eröffnung des ersten Fröbel´schen Kindergartens dahier statt. Herr Dekan Hörfarther aus Kustein wird bei der Eröffnung hier anwesend sein; siehe aber 18.11. Terminverschiebung und vor allem die Extra-Beilage am 21.11. (Hintergründe!)
Die Kindergärten sind Gegenstand von Angriffen von der Kanzel (wie seinerzeit die Christbäume)
Heute fand in Innsbruck die Eröffnung eines zweiten Kindergartens im neuen Mädchen-Schulhause in St. Nikolaus statt.
Das Hofmann-Otto´sches Kinderfest (hierzulande noch unbekannt, aber in Deutschland, der Schweiz und sogar Amerika schon seit 20 Jahren sehr beliebt.) Diese Kinderfeste sind melodramatischer Art, Deklamation und Gesang wechseln einander ab. Die Idee stammt von Friedrich Hofmann und Julius Otto; s.a. 12.01.)
Kindergarten- und Schulnachrichten: „Der seit zwei Jahren dahier bestandene Privat-Kindergarten ist, wie wir hören, in Gefahr, einzugehen. Nicht weil es etwa an Theilnehmern fehlte, noch an einer Kindergärtnerin, noch etwa, weil die Eltern, welche ihre Kinder seit seinem Bestehen in denselben geschickt haben, mit demselben unzufrieden gewesen wären; im Gegentheil, alle, welche seither ihre Kleinen dem Kindergarten anvertraut hatten, waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Die Schwierigkeit, mit der ein Kindergarten in der Stadt zu kämpfen hat, besteht – es klingt zwar in einer Stadt wie Innsbruck völlig unglaublich – im gänzlichen Mangel eines geeigneten Lokals. Die seither von der hohen k.k. Stadthalterei dem Kindergarten überlassenen Nebenlocalitäten der Redoutensäle eignen sich zwar zu jedem Zwecke besser, als diesem; dennn abgesehen davon, dass der Kindergarten, besonders im Fasching, durch die beinahe allabendlichen Unterhaltungen in diesen Räumlichkeiten oftmalige Unterbrechung erleidete, ist der längere Aufenthalt in diesen Zimmern aus Ursachen, die allen denen welche dieselbe aus eigener Anschauung kennen, bekannt sind, den Kindern in so zartem Alter in gesundheitlicher Beziehung nicht zuträglich. Es ist daher sehr begreiflich, dass Eltern, deren Kinder schwächlicher Konstitution sind oder zu Krankheiten neigen, lieber auf auf den Kindergarten verzichten, so sehr sie auch dessen Werth zu schätzen wissen.…
Hall: Christbaumfeier im Kaiser Franz Josef-Kindergarten
Das Gesuch des Frauenvereins um Anstellung zweier Kindergärtnerinnen für die neue Kinderbewahr-Anstalt hinter dem Museum wird der Finanz- und Schulsektion zugewiesen.
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