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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Kuriositäten
Als eine Seltenheit kann mitgeteilt werden, dass schon zu Ende der vorigen Woche an einzelnen Bauernhäusern zu Hötting reifer Türken aufgehängt zu sehen war.
Kuriosität: Eine herkulische Grödnerin hat gestern mit den Müllern in Mühlau gewettet, sie wolle in Zeit von drei Viertelstunden einen mit 5 Star Roggen gefüllten Sack vom Korethwirtshause in Mühlau bis zur Franziskanerkirche hier auf der Achsel herauf tragen. Die Müller, eine solche Achselträgerei nicht für möglich haltend, bestimmten den Roggen (192 Pfund im Gewicht) als Preis für die Wette, nachdem sie unterwegs zwar einigemale rastete, aber doch vor Ablauf der bestimmten zeit mit dem fünfstarigen Sack bei der Franziskanerkirche anlangte.
Rezept für eine Maikäfersuppe (s. a. 21.05.1859)
Kuriosität: Am 25. d. M. starb zu Hall eine dort sowie hier allbekannte und geachtete Persönlichkeit, die Frau Katharina Schwaller, in ihrem 76. Jahre, welche durch volle 28 Jahre als Böthin zwischen Hall und Innsbruck wohl Tausende von Briefen, Paketen und Schachteln an deren Adresse stets richtig persönlich beförderte, ohne dass sie selbst des Lesens kundig gewesen wäre.
Eine Kuriosum ländlichen Stils: Schreiben eines Gemeindevorstehers aus dem Mittelgebirge.
Den Lotto-Kollektanten wurde verboten, Traumbücher, Bildertafeln oder andere auf Lottogewinne abzielende, wie immer Namen habende Presserzeugnisse in den Kollektions-Lokalen aufliegen zu lassen.
In Innsbruck werden mit spezieller Maschine Straußen- und Schlangeneier ausgebrütet.
Die Zopfabschneiderei durch Söhne Israels, die wir bereits erwähnten, ist nun auch in der Gegend von Telfs aufgetreten. Es haben nämlich dort in einigen Dörfern der Nachbarschaft drei Juden, wahrscheinlich dieselben, die in Imst arretiert wurden, Geschäfte mit Zöpfen gemacht, jedoch nicht durch frevelhaftes, gewaltsames Abschneiden, sondern mit Zustimmung der schönen und unschönen, schwarz-, grau, blonden und impertinentblonden oder rothaarigen Mädchen und Weibern. Die Juden zahlten jedoch einen magern Pries und es ist darum zu verwundern, wie die Zopf-Industrieritter trotzdem einen Sack voll Zöpfe zusammenbringen konnten. Einer der Zopf-Juden soll Suschitzky heißen s.a. 16.10.
Ein Heiratswilliger macht von sich reden. Derselbe, ein Schauspieler aus Oberösterreich, hat sich in den Kopf gesetzt, um jeden Preis eine Zillertalerin zu heiraten. Ungeachtet der angestrengtesten Bemühungen ist es dem komischen Kauz aber bis heute noch nicht gelungen, seinem bereits vierwöchigen Feldzuge eine glückliche Wendung zu geben.
In Kufstein ist ein Engländer angekommen, der es sich nicht nehmen lassen will, nächstens mit dem (bereits im Jahre 1848 verstorbenen) Doktor Stotter den Vernagtferner zu besteigen.
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