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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bekämpfung der Tollwut

Bekämpfung der Tollwut

Maßnahmen gegen die Tollwut (Meldepflicht, Maulkorbzwang).
In Tarrenz wurde wiedere ein tollwütiger Hund erschossen
Mittel gegen Hundswut anno 1874
Tollwutgefahr in Innsbruck: Jener Halbpudel, der am Samstag wegen dringenden Verdachtes der Wuth arretierte worden ist und der Urheber so vielen Unheiles für die Hunde Innsbrucks und ihre Besitzer war, ist gestern mit unzweifelhaften Symptomben der Wasserscheu verendet. Dass alle jenen Hunde, welche erwiesenermaßen von dem wüthenden Hunde abgerauft worden sind, allsogleich vertilgt werden, findet das Publikum ganz in Ordnung, als eine nicht zu rechtfertigende und zu extreme Maßregel aber betrachtet es das aus diesem Anlasse beliebte Verfahren mit jenen Hunden, die einfach deshalb abgefangen werden, weil sie ohne Maulkorb frei herumlaufen und nicht desto weniger allsogleich abgeschlagen werden; s.a. 06.06.
Der Innsbrucker Hundemord, dem das Publikum mit sehr entgegengesetzen Gefühlen, je nach seinen Sympathien oder Antipathien zu den Vierfüßlern, welche Innsbruck bevölkert haben, zugesehen hat, hat sein Ende gefunden. Der mit außergewöhnlicher Härte durchgeführten Maßregel gegen eine allfällige Verbreitung der Hundswuth sind bei 70 Hunde zum Opfer gefallen; s.a. 07.06.
Die Furcht vor den aus Anlass der nun konstatierten Hundswut dahier zu gewärtigenden Vorsichts- und Sicherheitsmaßregeln hat viele Hundebesitzer veranlasst, ihre Thiere außerhalb des Burgfriedens von Innsbruck und seiner Nachbargemeinden in Sicherheit zu bringen. Man erzählt sich, dass per Bahn mehr als 200 Hunde spediert worden seien, und ganz besonders eingeweihte wollen wissen, dass auf einer, einige Kilometer von hier entfernten Villa sogar 40 solcher Flüchtlinge eine gemeinsame Zufluchtsstätte gefunden haben. Beruht dieses Gerücht von dem Hundeasyl auf einen schlechten Witz oder müßige Erfindung, so dürfte die Zahl der per Eisenbahn in die Fremde gesandten Hunde kaum übertrieben sein, den Innsbruck ist wirklich hundeleer geworden. s.a. 13.04.
Seitdem in der Landeshauptstadt in Folge der konstatierten Hundswuthfälle von Seite der zuständigen Behörde scharfe Maßnahmen ergriffen werden, wird die Salinenstadt Hall als die Zufluchtsstätte aller Hundefreunde und als Hort der Ungebundenheit aller Köter betrachtet. Vilee Innsbrucker Hundenarren, die in ihre Hunde förmlich verliebt sind, statten ihre Lieblinge in der Umgebung von Hall aus; andere machen mit ihren unzertrennlichen Begleitern Ausflüge nach Hall
In der Frage der Hundswut ist eine Wendung zum Besserung eingetreten. In der letzten Zeit sind in Innsbruck und Umgebung keine neuen Fälle mehr aufgetreten. Es ist die Hoffnung vorhanden, dass Innsbruck in wenigen Wochen seuchenfrei erklärt werden kann
Nachdem laut erhaltener Anzeige in den Gemeinden Flaurling, Hatting, Polling und Inzing mehrere Hunde von einem der Wut verdächtigten Hunde gebissen wurden, dürfen aus diesen Gemeinden keine Hünde mehr ausgeführt werden. Der k.k. Bezirkhauptmann: Hämmerle.
Die Tollwut in Innsbruck ist endgültig erloschen. Verbot der Mitnahme von Hunden in öffentlichen Lokalen bleibt aufrecht.
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