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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Schlachtung

Schlachtung

Schlachtmethoden: Als Barbarei muss das sogenannte „Knicken“ bezeichnet werden, welchen nach Äußerungen von Autoritäten eines gesetzlichen Verbotes würdig ist. Der sogeannte „Gehirnschlag“ wird zwar in den meisten Fällen seine Wirkung haben, kann aber auch zu furchtbaren Grausamkeiten führen, da manchmal 10 Schläge nicht genügen, um das Tier zu Fall zu bringen.. Es bleibt die Schusswaffe, die Zerstörung des Rückenmarkes durch Einführung eines spanischen Rohres und endlich die Brunnauische Methode, die Bouterolle, übrig. Erstere Tödtungsart verursacht heftige Detonation und ist deshalb bei den hiesigen Verhältnissen unanwendbar; die zweite ist aus praktischen Gründen nicht angezeigt; die letzte endlich ist, selbst von einem nicht sonderlich geschickten Individuum in Anwendung gebracht, von sicherem Erfolge: durch den ersen Eingriff auf das Gehirn des Tieres mit Hilfe des Stiftes wird dasselbe bedäubt, zwei Schläge auf den Hinterkopf oder die Stirne sichern die vollständige Erreichung einer nicht schmerzlichen Tödtung. Diese Methode ist es, welche der Thierschutzverein nach dem Muster des Münchner Vereins zur Durchführung bringen will und wozu er der wohlwollenden Unterstützung der interessierten Personen bedarf
Forderungen des Tierschutzes in Bezug auf die Schlachtung
Tierschutz und Schlachtung von Tieren
Innsbruck: Die Zustände in unserem Schlachthaus (s.a. 16.07.)
Tierschutzfreundliches in Bezug auf die Schlachtmethoden bei Schweinen. „Möchten auch auf dem Lande, wie es in den Städten schon lange geschieht, durch vorherige Betäubung mittelst eines mit einem Schlägel auf die Stirne geführten kräftigen Schlagdes dem Tier unnütze Qualen erspart werden. Häufig geschieht auf dem Lande das Abstechen nicht durch zünftige Metzger, sonderen der nächstbeste Bursche hierzu verwendet, welcher oft nicht das dazu geeignete schneidige Messer, geschweige den Kenntnis von der Stelle besitzt, wo der tödliche Stich anzubringen ist.
Humane Schlachtmethode 1893: „Dieser Apparat, der äußerst handlich ist, besteht aus einem Hammer mit einem längeren Stiele so wie etwa bei einem Pickel. Das eine Ende ist breit, das andere läuft konisch zu, ist jedoch vor der Spitze abgeschnitten. Das Ende ist sodann ausgehöhlt und die dadurch entstehenden Ränder sind ausgeschliffen. Dieses Stück des Hammers wird dem zu schlachtenden Großvieh, welches am Kopfe festgebunden ist, mit sicherem Schwunge in die Stirne getrieben, sodass es sofort bewußtlos niedersinkt. Durch eine einfache Manipulation wird das Rückenmark des Tieres zerstört, sodass der Tod in kurzer Zeit sicher und ohne große Qualen eintritt.
Unfug beim Schlachten
(Eine neue Schlachtmethode.) Im städtischen Schlachthaus in Innsbruck wurden seit einiger Zeit Versuche unternommen, die Tiere nach einer neuen Methode durch Erschießen zu schlachten. Die Versuche bewährten sich und so entstand die Absicht, die neue Schlachtmethode endgültig zur Durchführung zu bringen. Zu diesem Behufe fand gestern im städtischen Schlachthaus vor einer Kommission eine Probeschlachtung statt, bei welcher der städtische Obertierarzt Dr. Kofler den Schießapparat und die Wirkung desselben demonstrierte. Der Apparat, eine Erfindung von Benedikt Eisner in Pilse, ist sehr handlich und bei richtiger Handhabung ganz ungefährlich; er ist etwa 30 cm lang, hat eine Kugelröhre mit Schalldämpfer und einen abschraubbaren Zündbolzen und ist mit Patronen zu laden. Bei seiner Verwendung wird er mit der linken Hand an den Schädel des Tieres angesetzt, ein leichter Schlag mit einem Holzschlägel auf den Zündbolzen genügt, um die Patrone zu entzünden und das Tier zu Fall zu bringen
Dieser Tage wurde im hiesigen Schlachthaus die dreihundertste Patrone an einen Fleischhauer abgegeben, ein erfreuliches Zeichen, da die Tötung der Rinder mittelst Schussapparat nicht obligatorisch eingeführt ist. Allerdings wurden die Patronen bisher kostenlos vom tirolisch-vorarlbergischen Tierschutzverein abgegeben. Das Erschießen der Rinder schin sich im Anfang schwer einbürgern zu wollen, später aber siegte doch die Menschlichkeit und das Mitleid mit den Schlachttieren über die Indolenz und Bequemlichkeit. Die alte Schlachtmethode, das Töten der Rinder mittelst eines, überdies noch gänzlich für den Stirnschlag ungeeigneten Schlachtbeiles, spottet oft jeder Beschreibung. Oft bekam ein Ochs 10 bis 12 Schläge, ehe er stürzte; dagegen fällt er durch den Schuss wie vom Blitz getroffen, zusammen. Es ist ein schönes Zeichen, dass namentlich die Fleischhauerburschen die Tötung mittelst Schussapparates so häufig verlangen
Die neue Schlachthof- und Viehanlage in Innsbruck ... Nach der Einverleibung der Vororte wurde der Bau eines neuen Schlachthauses unabweislich, nicht bloß wegen der allgemeinen Missstände in den Privatfleischhauereien, sondern auch wegen der bestehenden Vorschriften, den Viehzufuhren, der Ausfuhrverbote für Schlachthäuser ohne Geleise, der veterinären Bestimmungen etc . ... Nach einer Bereisung von zwanzig größeren und kleineren Orten Deutschlands und Österreichs, um sich dort bestehende Schlachthäuser neueren Systems anzusehen und aufgrund dieser Erfahrung entschied man sich für die Situierung des Schlachthauses an dem Platz, wo es heute steht, nahe dem Zusammenfluss des Inns und der Sill, hauptsächlich wohl aus dem Grunde, um das Abschwemmen der Abfälle in den Fluss unterhalb der Stadt zu ermöglichen, ein Vorteil, den unser Schlachthaus vor fast allen voraus hat. Es bildet sich ein Schlachthauskomittee, dem folgenden Herren angehörten: Bürgermeister Wilhelm Greil, Dr. Heis, GR Univ. Prof. Drl Lode, GR Zösmayr, GR Hörtnagl, GR Lauterbacher, Oberbaurat Klingler, Stadtphysikus Dr. Hörtnagl, Ing. Albert, Obertierarzt Kofler, sowie Karl Dietrich und Kohlegger von der Fleischhauergenossenschaft ... Von den einzelnen Teilen der Anlage sind zu erwähnen: das Verwaltungsgebäude ... die Großviehschlachthalle (die ohne Nebenräume 30 x 15 x 16 Meter mißt; dort sind 32 Schlachtstände etc.) ... die Kleinviehschlachthalle (in…
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