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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Feuertod, Brandverletzungen und Verbrühungen

Feuertod, Brandverletzungen und Verbrühungen

Gestern nachts ist ein alter krüppelhafter Kohlenbrenner aus Wattens, der den Winter hindurch im Wattental mit Holzarbeit und Kohlenbrennerei beschäftigt war, selbst zu einem Stück Kohle verbrannt.
In Mützens (Mühlbachl) verbrennt ein Italiener, der in einem Stall genächtigt hat.
Erzherzogin Mathilde ist ihren Brandverletzungen erlegen. Eine heimlich gerauchte Zigarre soll die Ursache gewesen sein. Das Kleid hat sich dadurch entzündet, dass die Erzherzogin in den Korridor hinaus eilte; der hiedurch entstandene Luftzug hat die Glut in Brand gebracht. s.a. die Begräbnis 14.06.
Der in der Schöpfer´schen Hof- und Stadtapotheke angestellte Pharmazeut F. Schmid stirbt einen schrecklichen Flammentod: „Das herausströmende Benzin entzündete sich am Lichte und im Nu stand Schmid in Flammen. Den auf seine Hilferufe herbeieilenden Kollegen gelang es nicht mehr die Flammen zu ersticken, sodass Schmid zwar noch lebend, aber schrecklich verbrannt aus dem Keller heraufgebracht wurde.
Am vorigen Samstag ist im Kirschenthal ein krüppelhaftes Kind im Alter von 8 Jahren auf entzsetzliche Weise umgekommen. Die Mutter ließ dasselbe allein und es erreichte die auf dem Sparherde befindlichen Zündhölzchen. Das Kind entzündete dieselben, seine Kleider und sich selbst ung ging jämmerlich zugrunde. Frauen, welche vor dem Hause am Brunnen standen, hörten das Kind schreien, achteten aber nicht darauf. Die Eltern des Kindes sind kürzlich von Zirl hierher gezogen.
Am vergangenen Mittwoch begab sich der Schallerbauer von Kematen mit seinem Weibe auf das Feld zur Arbeit. Da sie ihre zwei Kinder, ein 7jähriges Mädchen und einen 6jährigen Knaben, nicht alleine ohne Aufsicht zu Hause lassen wollten, so nahmen sie dieselben mit aufs Feld hinaus. Damit nun die zwei Kinder bei der bis zur Kälte gesteigerten Herbstkühle nicht frieren sollten, machte der besorgte Vater auf dem Acker Feuer und ließ die Kleinen dabei allein zurück, während er sich mit seiner zweiten Ehehälfte ein kurze Strecke entfernte, um Weizen zu bauen. Es dauerte nicht lange, da erhob das Mädchen ein märterliches Jammergeschrei und der erschrockene Knabe schrie ebenso jämmerlich um Hilfe. Die bestürzten Eltern rannten herbei und trafen das Mädchen als kreiselnde Flammensäule. Das unachtsame Kind war dem Feuer wahrscheinlich zu nahe gekommen und augenblicklich stand sein Röckchen in lichterlohem Brande. Aus Mangel an Wasser löschten die Eltern, die über dem plötzlichen Unglücke doch den Kopf nicht verloren hatten, das brennende Kleidchen so schnell wie möglich mit Kabispflätschen. Das Kind kam zwar noch mit dem Leben davon, doch sein Zustand ist grauenerregend. Die Haare sind gänzlich versengt und fast der ganze Körper, besonders den Rücken bedecken große Brandwunden bis auf das…
Am Freitag nachmittags 4 Uhr begab sich das Weib des gegenwärtig auf Arbeit abwesenden Alois Hosp in Emat bei Telfs in einen Krämerladen, um Brod für ihre 5 kleinen Kinder zu kaufen. Als sie nach etwa einer 1/4 Stunde zurückgekehrt war, sah sie, wie zwei ihrer Kinder krampfhaft aneinandergeklammert, brennend auf dem Boden lagen. Drei derselben, von 4 und 2 Jahren und noch ein jüngeres waren nämlich auf dem Herde gesessen, auf dem wahrscheinlich noch vom Mittagskochen etwas glühende Kohlen unter der Asche lagen. Während der Mutter Abwesenheit gerieht das ältere Mädchen in Brand, das kleinere wollte zu Hilfe kommen, fing ebenfalls Feuer, und beide fielen vom Herde. Das ältere Mädchen verstarb nach einer Stunde, das jüngere im Verlaufe der Nacht. Der Mutter, welche sich überdies noch in gesegneten Umständen befindet, kann keine Schuld an dieser traurigen Katastrophe zugeschrieben werden.
Das entsetzliche Ende eines Kalkbrenners in Windisch Matrei: In einem durch drei Tage geheizt gewesenen Kalkofen hatte sich der Zudcanal verstopft. Um denselben zu öffnen begaben sich zwei Männer in den Feuerraum, als er abgekühlt war. Der eine von beiden, vulgo Boden-Ruepp, wurde jedoch von einer Masse noch glühender Kalksteine begraben, dass nur der Kopf freiblieb, während der ganze Körper vom Halse abwärts zwischen den halbausgebrannten Steinen eingekeilt war. An Rettung wenn solche überhaupt noch möglich, wr nur durch Ausschöpfen des Ofens zu denken, doch nahm diese Arbeit nothwendigerweise so viel Zeit in Anspruch, dass der Unglückliche förmlich geröstet wurde. Er vermochte noch zu beichten und in Gegenwart des Priesters und zweier Zeugen seine letztwilligen Anordnungen zu treffen. Herzzerreißend war das Wiedersehen mit seinem jungen Weibe, als dasselbe herbeigekommen und zusehen musste, wie ihr Mann unter entsetzlichen Qualen langsam verbrannte, ohne ihm helfen zu können. Eine halbe Stunde, ehe der Ofen geleert war, verschied der arme Mann, der außer seiner Witwe drei unmündige Kinder in misslichen Verhältnissen zurücklässt.
Obertilliach: Brandverletzungen eines Mädchens
Kind in Leutasch verbrannt
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