Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Verkehrsunfälle

Verkehrsunfälle

König August verunglückt in Brennbichl: „ Es war Mittwoch, der 9. des Monats etwas nach acht Uhr vormittags, als der König, von Karres herabfahrend, jenen verhängnisvollen Weg erblicken konnte, der ihn zum Tode führen sollte. – Die steilste Stelle war glücklich zurückgelegt. Doch bei dem sogenannten „Rieb“ fing der Wang an sich bedeutend nach rechts zu neigen. Der König bemerkte es, und rief Halt. Leider zu spät; den im nämlichen Augenblicke stürzte der Wagen. Der König wollte noch vornehin aus dem Wagen springen, gerieth aber in die unmittelbare Nähe der Pferde. Das übrigens sehr zahme, durch den Sturz über den Zugstrang scheu gewordene Handpferd fing nun an auszuschlagen, und traf mit den zwei Stollen des Eisens am rechten Fuß (welches, nebenbei erwähnt, der Oberstallmeister und Generaladjutant v. Engel mit sich nach Sachsen genommen hat), das Hinterhaupt des Königs unweit des linken Ohres so stark, dass die Hirnschale in Stücke sprang. Das geschah dreiviertel auf 10 Uhr. – Der König lag besinnungslos am Boden, und er wurde nun auf die linke Seite des Wagens getragen. Hier schlug er plötzlich die Augen auf und sagte seinem Diener: „Verlass mich nicht, ich werde dich auch nicht vergessen.“ Major v. Zetschwitz lief pfeilschnell hierher…
Unfall mit einem Heuwagen in Telfes.
Tödlicher Unfall in der Hofgasse in Innsbruck (von Wagen an die Wand gedrückt)
Straßenpolizei: In kurzer Zeit ist es nun schon das zweite Mal, dass hier in Innsbruck Menschen auf offener Straße überfahren und tödtlich verletzt, unter grässlichen Schmerzen ihren Geist aufgeben mussten. Das erste Mal war es eine alte, schwächliche Person, welche dieses traurige Schicksal traf; das andere Mal musste ein kleines, hilfloses Kind von 6 Jahren das Opfer der Roheit eines Unholdes werden, der es, wie man sagt, nicht einmal der Mühe werth fand, das arme Kind, das unter den Rädern seines Wagens zerquetscht war, vom Boden aufzuheben, sondern es gleichgültig in seinem elenden Zustande beließ. Und täglich kann man durch die belebtesten Straßen unserer Stadt schwere Wägen in rasender Eile jagen sehen, sodass man sich nur wundern muss, dass nicht noch mehr solche Unglücksfälle bis jetz sich ereignet haben.
Vor einigen Tagen begegneten zwei in einem sogenannten Vorspannwägelchen auf der Straße nach Zirl fahrende Fuhrleute zweien Velocipedisten, welche zu beiden Seiten des Wegs an dem Gefährte vorübereilten. Die Pferde des letzteren Letzteren wurden duch diese ungewohnte Erscheinung schu und gingen durch, so dass die Fuhrleute aus dem Karren geschleudert wurden und bedeutende Verletzungen davontrugen, in Folge deren der eine bereits gestorben ist.
Ein trauriger Unglücksfall ereignete sich gestern Nachmittalgs bei der sogenannten Höllbrücke auf dem Weg zwischen Gallwiese und Völs. Der Kutscher des Herrn Baumeisters Mayr furh mit zwei aneinandergehängten Heufudern den von Kematen herabführenden Weg und war eben bei genannter Brücke angelangt, als er den von einem Knechte wahrscheinlich nicht ordentlich eingehängten Radschuh richten wollte. Doch zu spät, die Räder waren im raschen rollen und gingen dem Kutscher über den Kopf, sodass er alsbald den Geist aufgab. Der Verunglückte war ein sehr braver und tüchtiger Diener und hinterlässt eine Witwe und zwei Kinder
Zwei höchst bedauerliche Unglücksfälle haben sich gestern nachmittags bei der Latrinenreinigung im Ortlieb´schen Haus in der Universitätsstraße ereignet. Der Kutscher des Postmeisters Bacher wollte mit dem zur Aufnahme des Latrineninhaltes bestimmten Kessel durch das niedere Hausthor fahren, ohne vom Bocke abzusitzen; er stieß mit dem Kopfe an dem Bogen des Thores an, so dass ihm die Haut skalpartig vom Kopfe gezogen wurden und nach rückwärts herabhing, auch wurde er seitwärts an die Lehne des Kutscherbocks gedrückt und in Folge dessen am Rücken beschädigt. Er wurde in´s Spital getragen und für diesen Kessel ein anderer Kutscher von Bacher requiriert. Ungegreiflicherweise und totz der erhaltenen Warnung wollte derselbe, angeblich mit der Bemerkung, „das müsste doch der Teufel sein, wenn man da nicht durchkäme“, die Einfahrt in gleicher Art forcieren, wie sein verunglückter Vorgänger.. Ihm sollte es aber noch schlimmer erhegen als diesem, denn er wurde mit noch größerer Gewalt auf die Rücklehne des Kutscherbockes zurückgedrückt und erlitt am Rückgrat eine derart schwere Verletzung, dass der linke Fuß gelähmt und an seinem Aufkommen gezweifelt werden muss; auch er liegt im Spitale; s.a. 27.02.
Baron Dipaulis Sohn mit der Fahrrad auf der Mendel tödlich verunglückt; s.a. 22.05.
Beispiel für einen Unfall durch Schnellfahren: pensionierte Mittelschulprofessor niedergefahren; Fahrerflucht; s.a. noch als weiteres Beispiel 18.08. und 19.08.1896
Missachtung der Fahrordnung; s.a. 16.07. Karambolage zwischen Radfahrer und Rosslenker
« StartZurück1234WeiterEnde »
Seite 1 von 4