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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Arlbergbahn

Arlbergbahn

Eisenbahnprojekte; als vordringlich wird der Bau einer Bahnlinie von Innsbruck über den Arlberg an den Bodensee angesehen; s.a. 08.10.
Nach der Feldkircher Zeitung berichtet Landeshauptmann Froschauer vom 16. März aus Wien: Der Handelsminister habe ihm versichert, er werde das Projekt zum Durchbruch des Alrberges spätestens in 8 bis 10 Tagen im Reichsrathe einbringen.
Arlbergbahn: Nachdem ein Projekt zur Überfahrung des Berges eine zeitlang acceptiert war, wird nun die Idee der Tunnelierung favorisiert. „Die von der Regierung ausgesendeten Organe haben sich, so viel in Eisenbahnkreisen verlautet, für die Durchbrechung eines Tunnels durch eine Kalkstein führende Schichte in einer Länge von 30.000 Fuß ausgesprochen.“
Zum Behufe der Feststellung aller für die Aussführung der projektierten Eisenbahn von Bludenz über den Arlberg nach Landeck und Innsbruck relevanten Momente hat das k.k. Handeslministerium die Vornahme von geologischen Detail-Untersuchungen veranlasst
Der Durchstich des Arlbergs ist noch nicht, wie früher gemeldet wurde, schon definitiv beschlossen worden.
Neues von der Arlbergbahn: Am 22. und 26. Februar fanden im Handelsministerium unter der Leitung von Handelsminister Dr. Banhans und des Sektionschefs v. Wiedenfeld eingehende Berathungen über das Projekte der Arlbergbahn statt und nahmen an denselben hervorragende Fachmänner als Experten theil. Die Grundlage der Berathungen bildete das vom Vorstande der Bauabtheilung der Generalinspektion, Regierungsratz Pischof ausgearbeitete Detailprojekt, welches an technischer Genauigkeit die Projekte des Mont-Cenis und St. Gotthard übertrifft. Dank diesem vortrefflichen Material einigten sich die Experten nach längerer Diskussion in den folgenden Beschlüssen, dass von den Alternativtrassen jene mit dem tiefliegenden Tunnel von beiläufig 1 1/2 Meilen Länge in Bezug auf Bau- und Betriebsverhältnisse die günstigste sei, dass der Bau des Tunnels durch den Staat unter geeigneten Modalitäten zu geschehen habe, indem weder einer Bahngesellschaft noch einem Bahnunternehmer die Gesamtherstellung dieses ungewöhnlich schwierigen Werkes mit Sicherheit übertragen werden könne.; s.a. 10.04.
Von den sechs Eisenbahnvorlagen, welche der Handelsminister vor Schluss der Session im Abgeordnetenhaus einbrachte, liegt nun auch die fünfte, nämlich die Eisenbahnvorlage, betreffend die Linie Innsbruch nach Bludenz vor und ist im Druck erschienen. Die Vorlage bestimmt, dass die Regierung diese über Landeck und durch den Arlberg führende Linie auf Staatskosten herstelle. Der Regierung wird zur Deckung der ersten Kosten für den Alpentunnel durch den Arlberg für das Jahr 1872 ein Kredit von drei Millionen Gulden bewilligt, welcher Betrag durch Aufnahme einer schwebenden Schuld aufgebracht werden kann. Diese Summe wird voraussichtlich für die vorbereitenden Arbeiten und die Inangriffnahme der Tunnelbohrung, soweit diese innerhalb der gegenwärtigen Budgetperiode möglich ist, ausreichen. Die Herstellung der ganzen Bahn Innsbruck-Bludenz wird bei ungefähr 18 Meilen Bahnlänge den effektiven Kostenbetrag von nahezu 42 Millionen Gulden in Anspruch nehmen.
Arlbergtunnel: Die geologische Reichsanstalt hat ihre Studien über die geologische Beschaffenheit des Arlberges mit solcher Genauigkeit gepflogen und die Gebirgsformation an den untersuchten Stellen gestattet so klare Schlüsse auf die Schichtbildung des ganzen Berges, dass Professor Hauer, welcher die Studien leitete, in der Lage ist, mit einer Sicherheit, die sonst bei ähnlichen Gelegenheiten nicht erreicht werden konnte, die Gesteinsarten, auf welche man bei den Bohrungen stoßen wird, anzugeben.
Zur Arlbergbahn-Frage (Auszug aus der Rede des Abgeordneten Ganahl im Abgeordnetenhaus des Reichsrates)
Unter den dem Reichsrathe vorzulegenden Eisenbahnprojekten soll auch die Arlbergbahn sein. Die seit Ausarbeitung des letzten Projektes, das aus finanziellen Gründen bekanntlich nicht reüssierte, gemachten meteorologischen Beobachtungen und die Erfahrungen auf der Pacific-Bahn in Amerika in Bezug auf die Schutzmittel gegen Schneeverwehungen haben die Möglichkeit eröffnet, den Tunnel durch den Arlberg in einer größeren Höhe anzubringen, als er früher projektiert war. .
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