Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Lichtspieltheater

Lichtspieltheater

Die internationale Ausstellung in Innsbruck ist durch den Kinematographen um eine Sehenswürdigkeit bereichert worden. Derselbe befindet sich in dem links vom Eingang zum Ausstellungsplatz gelegenen Pavillion. Für die Zuschauer ist da eine reihe von Stühlen aufgestellt, dahinter ist der nicht sichtbare Apparat, welcher auf der vor dem Zuschauer befindlichen Wand die höchst überraschenden Bilder erscheinen lässt. Es sind das Bilder nicht in der Erstarrung des Moments, sondern allles ist in voller Bewegung, wie es sich eben auf der Straße, auf einer Bühne etc. abgespielt hat - es sind wirklich lebendig gewordene Bilder. Wir sehen da einen Indianertanz, ein Duell, einen Bauchtanz, einen Serpentinentanz, ein Straßenbild vom Boulevard Italien in Paris, die Wägen vorüberfahren, die Leute unterwegs, alles so wie es eben das Auge in Wirklichkeit wahrnimmt. Das ganze beruht auf demselben Prinzip wie die aus der Optik bekannten Wunderscheiben und stroboskopischen Scheiben. Das Bild, das uns vom Kinematographen geboten wird, ist zusammengesetzt aus hundert von rasch nacheinander folgenden Momentbildern, die natürlich in Wirklichkeit vom Momentfotographen ebenso rasch nacheinander aufgenommen werden mussten. Die Photographien, deren Bilder auf die weiße Wand projeziert werden, sind auf Gelantinebändern, in einer Sekunde fliegen 70 solcher Momentbilder vorüber, die in der Aufeinanderfolge den Eindruck der Bewegung…
s. a. 16.11. Vorstellungen im kleinen Stadtsaal; s.a. 13.05. 1897 (eingefärbte Bilder); s.a. 24.12.1898 (Edisons Versuche die Qualität der „lebenden Photographien“ zu verbessern)
Lebendige Bilder (Kino)
Eine Schaustellung von großem wissenschaftlichen Interesse in Paris: Der Cinemicrophonograph (Vorläufer des Tonfilms)
„Bioskopische Vorführungen“ im kleinen Stadtsaal. Das Bioskop ist ein verbesserter Kinemtaograph – in der That ein verbesserter, denn in solcher Schärfe, Deutlichkeit und von solcher Dauer haben wir lebende Photographien bisher nicht gesehen. Das erste, was gestern gezeigt wurde oder was vielmehr der Zuschauer mitmachte, war eine Fahrt auf der Seine, ein Blick auf die Pariser Weltausstellung. Das von Menschen belebte Rolltrottoir der Ausstellung, Ufer-Panoramen, die Paläste der verschiedenen Nationen, Dampfer, die uns begegnen etc., sehen wir auf unserer schaukelnden Fahrt in reichem Wechsel vorüberziehen. – Schon sehr pikant beginnt die Scene von der „verschwundenen Braut“, die dann in ein große Heiterkeit erregendes Zauberspiel übergeht. Ein Prachtsück ist der Serpentinentanz, zu dem ein klavierartiges Instrument die musikalische Begleitung gibt. Die Nummer ersetzt vollauf die wirkliche Produktion einer solchen Tänzerin. Die Vorführung eines dressierten Pudels, der Landmann auf dem Felde, der Hufbeschlag, die Heimkehr der Herden am Abend bilden weitere reizende Nummern. „Der Teufel im Kloster“, ein echt diabolisches, tolles Stück bildet den Schluss der gestern zum ersten Mal vorgeführten 1. Serie der lebenden Photographien, welche bis zum 25. dieses Monats täglich gezeigt werden
(Bioskop.) Die dritte Serie dieser trefflichen Bilder, die gegenwärtig gezeigt werden, führen uns nicht immer in die Fremde, sondern zwigen auch Heimisches, Bekanntes. Vor allem ist diesmal hervorzuheben die Originalaufnahme der Maria Theresienstraße mit ihrem lebhaften Verkehr, der Einmarsch der Innsbrucker Garnison, an der Spitze Erzherzog Eugen, die Kaiserjägerkapelle zieht spielend vorüber und viele Offiziere und Soldaten die vorübermarschieren, sind alte Bekannte. Sehr schön sind auch die Bilder, welche die Schießübungen der Gebirgsartillerie in Trient uns vor Augen führen. Die Stierkämpfe in Spanien (12.000 Momentaufnahmen) zeigen uns diesen merkwürdigen Sport in allen seinen aufregenden Phasen. Originalaufnahmen aus dem Burenkrieg vervollständigen die ausgezeichneten Vorführungen
Kinemtatograph Lumiére im Saale des Adambräu
Ein Bioscop in Lebensgröße wird neben der Triumphpforte am Platze gegen den Visneider-Garten aufgestellt. Das Unternehmen ist ein verbesserter Kinematograph mit eigener, elektrischer Lichtanlage und zeigt Jules Vernes Reise nach dem Monde und andere Ereignisse
Bläsers Kinematograph
The american Vivograph. Heute abends 8 Uhr und die folgenden 5 Tage sind im Stadtsaal hier Vorstellungen mit einem Kinematographen statt. … Wie man uns mitteilt, sind die Bilder flimmerfrei und von einer hier nie gesehenen Größe, nämlich 8 – 10 Quadratmeter groß; s.a. 07.11. Von den vorgeführten Bildern seien besonders hervorgehoben: Das Feuerwerk, ein brillantes Stück, dann die humoristischen Szenen der Vagabunden und das Stück „Der Teufel und die Schlösser“, das 25 Minuten dauert. Die Filmrolle für dieses Stück ist nicht weniger als 400 Meter lang
« StartZurück12345WeiterEnde »
Seite 1 von 5