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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Fischereigesetz

Fischereigesetz

Im Handelsministerium werden dermalen Beratungen über den Entwurf eines Fischereigesetzes gepflogen, welcher letzterer nach seiner Vollendung in der zweiten Session des Reichsrathes zur Vorlage kommen soll
Landeshauptmann Ritter von Rapp stellt anlässlich einer Tagung der „ersten tirolischen Fischereigesellschaft“ die Erlassung eines Fischerei- und Jagdgesetzes in Aussicht
Fischereigesetz beschlossen
Gesetz vom 4. April 1886 über die Schonzeit der Bachforellen, Saiblinge und Krebse
(Anlage eines Fischereikatasters für Tirol.) Die Fischzucht könnte für Tirol mit seinen vielen Fischgewässern eine nicht gering zu schätzenden Einnahmequelle werden, wenn sie zweckmäßig betrieben würde. Tatsächlich liegt sie aber ziemlich darnieder. Die Hauptgründe dafür sind das Fehlen eines modernen Fischereigesetzes … und mangelhafte Kenntnisse über die Eignung der einzelnen Gewässer für Zwecke der Fischzucht. Um die unentbehrlichen Grundlagen für die Erlassung eines Fischereigesetzes und für eine planmäßige Fischzucht zu gewinnen, hat es sich der Herr Landesgerichtsrat i. P. Karl Waldoner zur Aufgabe gesetzt, einen ganz Tirol umfassenden, verlässlichen Fischereikataster anzulegen. Der Genannte beabsichtigt, nach und nach das ganze Land zu bereisen und die nötigen Erhebungen an Ort und Stelle persönlich zu pflegen. Er hat mit denselben bereits im politischen Bezirk Landeck begonnen
(Ein Fischereigesetz für Tirol.) In der nächsten Sitzung des Tiroler Landtages wird der Landesausschussbeisitzer Dr. Freiherr v. Sternbach im Namen des Landesausschusses einen Bericht vorlegen, welcher sich mit der Frage der Schaffung eines Fischereigesetzes für Tirol beschäftigt, einen Entwurf für ein solches Gesetz vorlegt und in dem Antrag gipfelt, die Sache dem volkswirtschaftlichen Ausschuss zur weiteren Behandlung zuzuweisen. … Das Land Tirol ist eines der letzten, welches an die Aufgabe Herantritt, die Fischereiverhältnisse einer gesetzlichen Regelung zu unterziehen … vielen Kronländern bestehen schon Fischereigesetze. … Historische Entwicklung des Fischereirechtes: Nach altem deutschen Recht war die Fischerei in schiffbaren Gewässern frei; in nicht schiffbaren Gewässern war die Fischerei ein Ausfluss des vollen, sogenannten „ersten“ Eigentums an Grund und Boden, welcher von denselben bespült wird, angesehen. Die Fischrei war also mit dem Grundeigentum verbunden. In den Gemeindegewässern stand das Fischereirecht den Gemeindegenossen zu. Als durch die fortschreitende Machtentwicklung der Herren, der Ministerialen, die zahlreichen landesfürstlichen Belehnungen von Edlen und Klöstern mit Gütern samt Zubehör die Einbeziehung von freiem Grundeigentum in das Band der Untertänigkeit immer mehr und mehr sich ausbildete, fielen auch die meisten Fischereirechte an die Dominien; das Fischereirecht wurde als sogenanntes Regal, als Hoheitsrecht des Landesherrn angesehen. … In der…