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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Sanitätspolizei

Sanitätspolizei

(Petition des Vereins der Ärzte Deutschtirols, welcher sich im verflossenen Jahr konstitutierte.) „Wenn auch Innsbruck durch die herrliche Lage und wundervolle Umgebung zu den schönsten Gebirgsstädten des Continents zu zählen ist, wenn hier auch schwere, lang dauernde Epidemien zu den Seltenheiten zählen, muss doch konstatiert werden, dass dein großer Teil der Städte in Österreich und Deutschland übertreffen. Von 172 Städten Deutschlands mit 15000 und mehr Einwohnern hatten im 5-jährigen Durchschnitt (1778 – 1882) nur 45 eine größere Sterblichkeit als Innsbruck, während in 127 Städten die Sterblichkeit eine kleinere war. In den bisher vorliegenden Wochenausweisen der Sterbefälle in österreichischen Städten erscheint Innsbruck als eine jener Städte, die sich durch abnorme hohe Sterblichkeit auszeichnen. Es sind unbemerkt und unauffällig wirkende Feinde der Gesundheit, welche unablässig das Wohl der Bewohner bedrohen und man erlaubt sich, die Sterblichkeit in Folge einiger speziell in hygienischen Missständen wurzelnden Krankheiten als Beleg anzuführen. Corup und Diphteritis, die in Innsbruck nun eingebürgerten höchst verderblichen Krankheiten, die erst jüngst Angst und Schrecken verbreiteten, verursachten im 5jährigen Durchschnitt in 40 deutschen Städten im Vergleich mit der Einwohnerzahl mehr Todesfälle als in Innsbruck, wo diese Sterblichkeit jene von 131 deutschen Städten übertraf. Ganz unverhältnismäßig groß ist die Sterblichkeit in Folge von…
Aus der Gemeinderatssitzung: sanitäre Verhältnisse in Innsbruck
Sanitäre Missstände in Innsbruck (Bäckenbühel, Kothlacke, Höttingerried)
Flugschrift: In der reinlich und sauber gehaltenenen Landeshauptstadt Innsbruck ist der kleine Winkel „Bäckenbühel“ das, was eine stinkende Eiterbeule an einem sonst gesunden menschlichen Körper ist. Besehen wir uns den Stand des Gässchens „Bäckenbühel“, dann begreifen wir, warum trotz der neuen Straßen- und Gassenbezeichnungen der altererbte Name „Kothlacke“ für das Stadtviertel St. Nikolaus so hartnäckig sein Recht behaupten kann. Die Gasse „Bäckenbühel“ scheint in erster Reihe der Ablagerungspaltz für alle möglichen Abfälle und allen Unrath, für die Straßenräumer aber unzugänglich zu sein. Der Unrath, der hier Tag für Tag auf die Gasse geworfen wird, bleibt oft Wochen lang liegen, oder doch wenigstens so lange, bis ein gütiger starker Regen die einzelnen Haufen auf einen zusammenspült und diesen so lange mit Macht vorwärts schiebt, bis sich seine Kraft an dem Widerstande bricht, wo dann das ganze Gemengsel von Abfällen, Unrath und Koth der Sonnenwärme ausgesetzt einen unerträglichen Gestank erzeugt. Wir müssen aber die Bewohner des „Bäckenbühels“ gegen den Vorwurf in Schutz nehmen, als ob sie allein es wären, die den Überfluss ihrer geheimsten häuslichen Schätze auf der Gasse zur Schau ausstellen; ihre Leistungsfähigkeit in diesem Punkte darf zwar nicht unterschätzt werden, doch wird sie durch die freiwilligen Beiträge von den Anwohnern…
GR Kofler macht die Mittheilung, dass der Transport der per Bahn hier angekommenen kranken Personen in offenen Tragbahren häufig unliebsames Aufsehen errege und stellt deshalb den Antrag, dass eine auf dem Bahnhof zu deponierende gedeckte Räderbahre angeschafft werden soll, welcher Antrag gleichfalls die Zustimmung des Gemeinderathes findet.
Schlaiten im Iseltal bei Lienz, eine gesunde Gemeinde
Nach dem vor kurzem veröffentlichen Verzeichnisse der Ärzte, Wund- und Tierärzte und der Apotheken in Tirol und Vorarlberg gibt es in Deutschtirol 308 Ärzte, 28 Wundärzte, 23 Tierärzte und 37 Apotheken. In der Landeshauptstadt Innsbruck sind 84 Ärzte, 2 Wundärzte, 7 Tierärzte und 5 Apotheken. Dazu kommen 9 Ärzte und 1 Apotheke in Wilten
Die Gemeinden erhielten wegen Beaufsichtung von Reisenden, die aus Italien kommen, folgenden Auftrag: Aus Anlass des amtlich bestätigten Auftretens pestverdächtiger Erkrankungen in Neapel werden über Erlass der k.k. Statthalterei vom 1. d. Mts. sämtliche Gemeindevorstehungen beauftragt, gegenüber den aus Neapel in dieses Verwaltungsgebiet kommenden Reisenden genauestens zu beobachten
Eisgewinnung am Inn aus sanitären Rücksichten verboten. Diese Maßnahme ist auf das wärmste zu begrüßen, wenn man bedenkt, dass am rechten Innufer der Canal aus dem Krankenhause in den Inn mündet und am linken von Seite der Gedärmewäscher in Hötting dem Inn Stoffe zugeführt werden, welche das zu gewinnende Eis gewiss nicht zu einem einwandfreien gestalten
Die k.k. Bezirkshauptmannschaft hat nachfolgenden Erlass an den Stadtmagistrat Hall gerichtet: „Bei sanitären Inspectionen in Hall wurden in sehr vielen Hofräumen der Bestand von Schwein- und Schafställen beobachtet; dieselben sind meist in engen, ganz verbauten dunklen Höfen gelegen, Luft und Licht haben wenig oder gar keinen Zutritt; häufig befinden sich in unmittelbarer Nähe derselben Wohnstätten oder gewerbliche Betriebslocale. Die dadurch bewirkte Verunreinigung der Böden und Untergründe ist eine beispiellose und bildet die Entstehungsursache für verschiedene Infektionskrankheiten. Der Stadtmagistrat wird daher angewiesen, mit aller Energie und Nachdruck an die Entfernung dieser Ställe zu gehen.“
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