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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Betrug und Veruntreuung

Betrug und Veruntreuung

Ein hoch verschuldeter Wirt aus Scharnitz verabschiedet sich auf französisch.
Verhandlung beim k.k. Landesgericht gegen den städtischen Amtsdiener Alois Wöll wegen des Verdachtes der Veruntreung und des Betruges (Amtsmißbrauch, s.a. die folgenden Tage bis 20.07.)
In Sillian wurde ein als Geistlicher verkleideter Betrüger verhaftet
  Der Prozess gegen Edmund von Hellrigl wegen vorsätzlicher Krida und Betrugs (s.a. die folgenden Verhandlungen, z.B. den Bericht vom 4. Verhandlungstag am 05.10. und das Urteil am 07.10., sowie die Entscheidung des OLG am 04.11.): „Die Verhandlung, welche gestern unter dem Vorsitze des Oberlandesgerichtsrathes von Miller ihren Anfang nahm, ist auf 3 tage anberaumt und lockte schon am ersten wegen der sensationellen Punkte, auf welche die vom Staatsanwalt Linser vertretene Anklage basiert, ein überaus zahlreiches Publikum in den Gerichtssaal. Die umfangreiche Anklageschrift, deren Publizierung nahezu 2 Stunden in Anspruch nahm, verlas mit lauter und deutlich vernehmbarer Stimme Dr. Ferdinand Ritter v. Trentignaglia zu Telvenburg. [] Edmund von Hellrigl, ein gebürtiger Innsbrucker, erhielt sowohl hier als in anderen österreichischen Städten eine gediegene merkantile Ausbildung und trat nach deren Vollendung im Jahre 1858 in das große und renomierte Geschäft seines Vaters ein. Mit 1. Oktober nahm er die Leitung desselben selbständig in die Hand, verheiratete sich späterhin mit Frl. Lina von Wenger und nach dem Ableben der ersten Gattin mit Frl. Cäcilia Löbling, obschon der Vater dieser seiner zweiten Braut entschieden gegen die beabsichtigte Verbindung protestierte. Das Vermögen Hellrigl´s bestand in den Erträgnissen eines zu ziemlicher Blüthe gelangten Speditionsgeschäftes in Innsbruck…
16.09.1875 – Schwurgerichtsverhandlung gegen die Schwindlerin Barbara Bösch (verkehrte in sog. „Frommen-Damen-Kreisen“). Großes Publikumsinteresse. Detail am Rande: „Die Angeklagte erschien in dunklem Kleide und nahm am Gerichtstisch Platz. Nach der Beeidigung der Geschwornen werden die Zeugen vorgerufen. Frl. von Angelini, die auch vorgeladen war, erschien nicht. Es wird ein Brief des Fürstbischofs von Brixen verlesen, welcher ersucht, außer im dringensten Falle, das persönliche Erscheinen des Fräuleines v. Angelini, als Oberin eines anerkannten Klosters, nicht zu verlangen, da das Erscheinen derselben in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung unpassend sei.“ Verlesung der Anklageschrift. Schuldspruch, 7 Jahre Kerkerhaft.
Vor den Schranken des Gerichtshofes beim k.k. Landesgerichte hier unter dem Vorsitze des Präsidenten Dr. Ed. Ferrari hatte sich am 21. Mai Dr. Christian Schärmer, 54 Jahre alt, verehelicht, Advocat in Imst, wegen Veruntreuung von Klientengeldern in 28 Fällen vor Gericht verantworten. Dr. Schärmer hat im Jahre 1865 nach dem Tode des Dr. Kathrein dessen Advocaturskanzlei in Imst übernommen, wo er wegen seiner Herzensgüte und Gutmüthigkeit, seiner Kenntnisse und gut situierten Stellung sich schnell Ansehen und Vertrauen bei der Bevölkerung erwarb, die ihn sogar im Jahre 1869 als ihren Vertreter in den Landtag entsandten. Viel trug dazu auch sein Patriotismus bei der ihn in den Jahren 1848, 1859 und 1866 als Schützenhauptmann an die bedrohten Landesmarken rief und wobei er sich derart auszeichnete, dass ihn Se. Majestät mit dem Ritterkreuz des Franz-Josefs-Ordens decorierte. Schärmer besaß ein nicht unbeträchtliches Vermögen; denn von seiner Mutter erbte er 30.000 fl., seine Frau brachte ihm 6000 fl in die Ehe und außerdem beerbte er noch seinen Vater und seinen Onkel. Die Kehrseite seines Charakters zeigt, wie die Anklage sagt, eine gewisse Abneigung gegen geordnete strenge Arbeit, die sich in der vielbeschäftigten Advokaturskanzlei bald fühlbar machte und verbunden mit einer hochgradigen Gleichgiltigkeit und unzeitigen Gutmüthigkeit…
Bauernfänger im Gasthof „Römisch Deutscher Kaiser“: Am 10. d. M. Nachmittags wurde in Mötz dem Bauern Michael Habicher von Nauders, der den Stamser Markt besuchen wollte, von drei Bauernfängern ein Geldbetrag von 600 fl. in listiger Weise abgespielt. Noch am selben Tage gelang es dem Gendarmerie-Wachtmeister in Silz mit einem Gendarmen von Telfs, alle drei Betrüger am Bahnhofe in Flauerling, wo die Gendarmerie mittelst Fuhrwerk nachgefahren war, zu verhaften (Verhandlung siehe 12.12.)
Prozess gegen einen Postexpedienten aus Obermieming wegen Amtsveruntreuung
Ein aufwändiger Betrugsprozess (Forster/Kerscher)
Der Betrüger Isidor Iltis sucht das Oberinntal heim
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