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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Landeshauptschießstand

Landeshauptschießstand

Ankündigung eines Schützenaufzuges für den 28. d.M. in Innsbruck (auch die Silzer; J. Kluibenschädl und das in die Musik gesetzte Schützenlied). Die Ausschmückung der k.k. Landeshauptschießstätte unter der umsichttsvollen und energischen Oberleitung der Hrn. Schützenrathes Mages begonnen und ausgeführt, übertrifft alles bisher in dieser Art gesehene. Unser genialer Kunstmaler Hr. Josef Bartinger hat einen der wichtigsten Dekorierungstheile, bei 60 Wappenschilder, Statuen und Giebelornamente mit gewohnter Meisterschaft hierzu geliefert; Hr. Tapezierer Zemmer hat durch die Ausschmückung im Inneren des Schießstandsgebäudes sich alle Ehre gemacht, denn seine Drappierungen und Wandverkleidungen sind eben so geschmackvoll als reichhaltig und schön.
Die Erbauung des neuen Landeshauptschießstandes wurde von dessen Vorstehung dem hiesigen Bau- und Zimmermeister Hrn. Peter Huter übertragen. Bis Herbst muss das Hauptgebäude unter Dach gebracht sein. Ein Teil des alten Schießstandes bleibt einstweilen noch erhalten, damit die Schießübrungen nicht unterbrochen werden müssen
Heute abends wird der letzte von Millionen Schüssen des alten Innsbrucker Schießstandes fallen. Diesen denkwürdigen allerletzten Schuss hat die Vorstehung seiner Dht. dem Fürsten-Statthalter zugedacht; s.a. 22.10. Der letzte Scheibenschuss des Herrn Landes-Oberstschützenmeisters Fürsten v. Lobkowitz auf dem alten Landeshauptschießstand war ein Schwarzschuss, was unter den anwesenden Schützen die größte Freude erregte.
Herr Statthaltereirath Ritter v. Strele wurde zur Freude Aller einstimmig zum Oberschützenmeister für den Landeshauptschießstand Innsbruck gewählt
Se. kaiserliche Hoheit, der durchlauchtigste Herr Erzherzog Carl Ludwig hat dem Landeshauptschießstand ein von der Künstlerin Anna Knittel (Geierwally) aus Elbigenalp gemaltes lebensgroßes Bildnis des Kaisers zum Geschenke gemacht s..a 15.04.
Marionettenvorstellung im Saale des Landeshauptschießstandes, wobei das „Peaterle“ eine Hauptrolle spielt
Tödlicher Unfall auf dem Landeshauptschießstand (s.a. 02.07.)
Landeshauptschießstand und Schützentum
Wissenswertes über den Landeshauptschießstand in Innsbruck (Gemeinderaths-Sitzung vom 15. Februar): Der Gedanke, den erst 1863 erbauten Landeshauptschießstand zu veräußern, und um den Erlös einen gemeinsamen Civil- und Miltärschießstand zu erbauen, kam erstmals 1875 zum Vorschein. Zwölf Jahre hindurch wa der Schießstand als zweckentsprechend gehalten worden, erst nachdem das Projekt einer Garnisons-Schießstätte in der Amraser Au gescheitert war, kamen aus Militärkreisen Klagen wegen Unzweckmäßigkeit und Unsicherheit. Bei Schießübungen der Schützen und Sturmmänner sollen Kugeln die Nachbarschaft gefährdet haben, obwohl man meinen möchte, dass dies bei militärischen Schießen, wo hinter jedem Schützen ein Instruktor zu stehen pflegt, bei einiger Achtsamkeit schwerlich vorkommen könnte. Allein, wie dem auch sei, in Folge der Beschwerden der Anrainer, die natürlich froh waren, wenn das Knallen für immer verstummen müsste, wurde der Weitstand behördlich gesperrt. In der Folge waren zwar Pläne zur Versicherung des Schießstandes vorgelegt, aber für ungenügend empfunden worden. Die Innsbrucker Standschützen mussten nun ihre Schützengaben am Weitstande auf dem Berg-Isel ausschießen und der Landeshauptschießstand verördete sichtlich. Dennoch fand dort 1877 anlässlich der Eröffnung des Rudolfsbrunnens noch ein großes Freischießen statt. Nach dem Ende des Freischießens musste der Weitstand wegen Sicherheitsgefährlichkeit aber wieder geschlossen werden. Entmutigt demissionierte endlich die Vorstehung und an ihre Stelle trat…
Bürgermeister Dr. Dinter machte die Mittheilung, dass das Projekt der Beseitigung des gegenwärtigen Landeshauptschießstandes und die Errichtung eines gemeinsamen Landeshaupt- und Militärschießstandes fallen gelassen worden sei
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