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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Verschiedenes

Verschiedenes

In Anerkennung der Verdienste, die sich der hochgeschätzte Herr Unterschützenmeister des k.k. Hauptschießstandes in Innsbruck, D. Schönherr, erworben, und des regen Eifers, mit dem sich Hr. D. Schönherr namentlich bei gegenwärtigem Kaiserschießen zur Förderung des Schützenwesens neuerlich bethätigt, hat die Vorstehung des k.k. Gerichtsschießstandes Silz den Genannten als Ehrenmitglied in das Matrikelbuch des Gerichtsschießstandes Silz eingetragen; gez. Alois Köfler, Oberschützenmeister, Johann Mark, Unterschützenmeister.
Schützenlied (verfasst 1855 von Graf E. v. Wolkenstein)
Die Zahl der einrollierten Schützen von Tirol und Vorarlberg ist 1858 mit 18.628 anzunehmen. Die Zahl der Schießstände beträgt: 1 Landeshauptschießstand, 8 Kreishauptschießstände, 60 Gerichts- und 258 Gemeindeschießstände.
Wissenswertes zur Landesverteidigung (Handschreiben des Kaisers an den Statthalter betreffend des Entwurf eine neue Schießstands- und Landesverteidigungs-Ordnung)
Wie die Wiener Morgenpost berichtet, ist dieser Tage ein Armeebefehl erflossen in welchem den Herrn Offizieren der Gebrauch der sogenannten „Augen- und Nasenzwinker“ untersagt wird; Kurzsichtige haben sich der gewöhnlichen Brille zu bedienen. Auch der Schnitt der Backenbärte soll in diesem Befehle normiert sein. Hingegen scheint das Verbot, wonach die Beamten keine Voll- und Knebelbärte tragen dürfen, als stillschweigend aufgehoben betrachtet zu werden; wenigstens sieht man gegenwärtig viele Beamte bei verschiedenen Ämtern und Gerichten, die sich derlei Bärte wachsen lassen..
Landtagsverhandlungen: Imst, Silz, Telfs, Nauders bitten um Erleichterung in Militäreinquartierungsangelegenheiten
Ein Trauerzug, wie solche glücklicher Weise sehr selten sind, bewegte sich heute früh 8 Uhr langsamen Schrittes von der Klosterkasern über die beiden Graben und den Innrain nach dem Exerzier- und Richtplatz am Prügelbau. Ein bereits fünfmal desertierter Mann vom Infanterie-Regiment Großfürst Michael, welcher bei Hopfgarten ergriffen und von seinem in Udine stationierten Regimentskommando zum Tode durch Pulver und Blei verurtheilt worden war, machte in Mitte einer Division des Infanterie-Regiments König von Niederlande, an dessen Spitze der kommandiertende Hr. Major und der Herr Garnisonsauditor ritten, an der Seite des ihm unablässig zusprechenden hochw. Herrn Regimentskaplans mit Thränen in den Augen seinen letzten verhängnisvollen Gang zur Richtstätte, wo nach den Vorschriften der Kriegsartikel die Urtheilsverkündung vorgenommen werden sollte. Da erschien nach Verlesung des Todesurteils der Hr. Adjudant des Hrn. Generals v. Giani zu Pferde und rief in dem Momente als der Stab gebrochen werden sollte, den inzwischen ertheilten „Pardon“. Der Begnadigte welchen die ausgestandene Todesangst und nun die Freude überwältigten, stürzte besinnungslos zu Boden. Tausende von Neugierigen aus Stadt und Land begleiteten den Exikutionszug von der Kaserne bis zum Richtplatz und brachen bei der Verkündigung der Gnade in laute Bravorufe aus; s.a. 16.09.
Am 19. d. Mts. hat der Landesausschuss den Preisbecher der dem leider zu früh verstorbenen Professor der Theologie in Brixen Alois Meßmer für sein bekanntes Schützenlied im Jahre 1847 zuerkannt wurde, um den Betrag von 200 fl ö. W. von der Mutter des Verstorbenen gekauft. Der Landtag wird seiner Zeit bestimmen, wohin dieser Preisbecher kommen soll, ob in das Museum Ferdinandeum oder in den Landeshauptschießstand
Johann Graßmayr, Glockengießer in Wilten, ein geborener Ötzthaler, hat der dortigen Scharfschützen-Kompagnie eine schöne Bergkanone zum Geschenk gemacht
In Hall soll eine Invalidenanstalt errichtet werden. Eine militärische Kommission besichtigte die Räumlichkeiten des umfangreichen Gebäudes der Berg- und Salinendirektion, deren Auflassung im Prinzip schon beschlossen ist, und fand dieselbe zur Unterbringung von etwa 350 Invaliden geeignet. Aber man hört, dass die fürstbischöfliche Mensalverwaltung von Brixen ihre Bereitwilligkeit erkläre, das vor acht Jahren angekaufte, zwei Stunden von hier abwärts gelegene Schloss Rotholz zu gleichem Zwecke pachtweise zu überlassen. In der Uniformierung der österreichischen Armee soll nach und nach eine vollständige Änderung durchgeführt werden, was Schnitt und Farbe betrifft. An die Stelle der blauen Hosen der Infanterie, der weißen Waffenröcke und der hohen Czako´s werden krappenrothe weite Hosen, blaue Blousen und Käppis nach französischem Muster und breitem Schirm treten. Die Uniformen der Offiziere werden sich von jener der Mannschaft fast gar nicht unterscheiden, und dieselben werden nur noch bei Paraden in den weißen Waffenröcken erscheinen. Auch der Jägeruniform ist eine Umwandlung bestimmt; die Jägerhüte sollen durch niedrige runde Hüte ersetzt werden. Die Erfahrungen des letzten Krieges haben gezeigt, wie nachtheilig für unsere Offiziere die dieselben so leicht erkennbar machende Uniform sei und dass die preußischen Jäger diesen Umstand nur zu sehr benützten, ersieht man aus den verhältnismäßig großen Offizierverlusten
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