Volltextsuche

Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


Zur Startseite
Zur Jahresübersicht von ANNO


Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
Redoutensäle und Stadtsäle

Redoutensäle und Stadtsäle

Rennplatz mit StadtsälenStadtsäleStadtsäle (Inneres)

Wie die Innzeitung vernimmt, ist der Bitte der hiesigen Stadtvertretung um unentgeltliche Überlassung des k.k. Redoutengebäudes an die Stadtgemeinde seitens des hohen Ärars bereits mit der Bedingnis entsprochen worden, dass bei einem allfälligen Umbau wieder geeignete Localitäten für öffentliche Feierlichkeiten, Unterhaltungen, Konzerte und dgl. hergestellt werden. Diesen Erfolg verdankt man großentheils den persönlichen Schritten des ehemaligen Bürgermeisters Adam
Betreffend die Redouten-Localitäten erfahren wir, dass nach Bildung eines Baukapitals mittels Aktienausgabe an die Stelle der alten baufälligen Säle und Zimmer ein großartiger Neubau, nach einem bereits von tüchtigen Baukünstlern angefertigten Plane, ausgeführt werden würde, welcher nebst Redoutensälen und Restaurations-Localitäten ebenerdig ein Cafe und in den oberen Etagen vermiethbare Wohnungen enthalten wird. Dieser Neubau wird bis an das vom Theater zur Universitätsstraße führende Trottoir, und and dieser als Eckhaus bis zum Ortlieb´schen Hause vorgerückt und ausgedehnt werden, wonach der dermalige Turnplatz anderswohin verlegt werden müsste; siehe aber den Hinweis vom 30.07., wonach das Offert von der Stadt noch nicht angenommen wurde
Gasgeruch im Redoutensaal
Ein altes (und deshalb sehr desolates) Wandgemälde an den Redoutensälen wird im Zuge der Renovierung ganz entfernt. Es stellt die Exekution dar, wie einem Mann die Hand abgehackt wird. Folgender Text soll darunter zu lesen gewesen sein: „Wer dem Kaiser thut Geld abzwacken, dem thut man hier die Hand abhacken“.
Der Obmann des Bau-Comités, Herr Oberingenieur Wild hat gemeinschaftlich mit Herrn Ingenieur Schöch Erhebungen gepflogen, ob die der Stadt zu überlassende Area der Redouten-Lokalitäten genüge, ein Gebäude aufzuführen, in dem die Redouten-Lokalitäten, der Magistrat, das städtische Polizeiamt und die Sparkasse untergebracht werden könnten. Einer vom Herrn Schöch angefertigten Skizze lässt sich entnehmen, dass in einem drei Stock hohen Gebäude alle die geforderten Lokalitäten, und im dritten Stocke noch vermietbare Wohnungen sich unterbringen lassen
24. und 25.04.1875 – Da von Sr. Excellenz dem Herrn Statthalter eine Zuschrift an das Bürgermeisteramt gelangt, in welcher die Stadt aufgefordert wird, sich noch innerhalb dieses Monats zu erklären, ob sie das Redoutengebäude und den dazugehörigen Grund gegen dem unentgeltlich übernehmen wolle, dass an deren Stelle ähnliche Festlokalitäten hergestellt werden, widrigenfalls dasselbe verkauft werden würde, indem sich das Gebäude jetzt in einem Zustande befindet, dessen Reperatur nicht weniger als 40.000 fl. verschlingen wird, beschloss der Gemeinderat mit allen gegen 1 Stimme, es seo innerhalb von drei Jahren nach Ausstellung der Überlassungsurkunde von Seite der hohen Regierung an Stelle der gegenwärtigen Redoutensäle ein im würdigen, geschmackvollen Style auszuführendes Gebäude, eventuell Rathaus, herzustellen, in das nach einem noch festzustellenden Programme Festsäle und dazugehörige Localitäten aufgenommen werden, die im Falle des Bedarfs zu Festlichkeiten dem A.h. Hofe unentgeltlich jeder Zeit zur Verfügung zu stellen sind, gegen dem, dass die Abtretung des Redoutengebäudes und der dazu gehörigen Aera an die Stadt unentgeltlich und gebührenfrei von der h. Regierung erfolge.
Flickwerk Redoutensäle
Das Obersthofmeisteramt bietet der Stadt Innsbruck die Redoutensäle um 15.000 fl., zahlbar in 5 Jahresraten und unverzinslich zum Kauf an. An dieses Angebot ist die Bedingung geknüpft, dass bis Frühjahr 1879 mit einem anständige Neubau der Säle zu beginnen ist
Gegenwärtig werden die Redouten-Localitäten, um ihnen das Lebenslichtlein noch so lange, als unter gegenwärtigen Verhältnissen dringend nothwendig ist, zu erhalten, einer Reperatur unterzogen. Die schwerfälligen und holzfressenden Kachelöfen der Zimmer werden durch Füllöfen ersetzt, die Zimmer neu ausgemalt, die Malerei der Säle ausgebessert, ein Sparherd neu aufgesetzt, und alle übrigen kleinen Nebenlocalitäten, mitunter in ihrer gegenwärtigen Vernachlässigung wahre Ställe, der dringendsten Restaurierung unterzogen..Auch im Theater sind gegenwärtig über Auftrag des Statthalters Reperaturarbeiten in Angriff genommen worden. Dieselben beziehen sich auf die theilweise Neuherstellung der Heizvorrichtungen, wodurch die Möglichkeit des Austretens von Heizgasen in die erwärmte Luft beseitigt und gegebenenfalls intensivere Beanspruchung des Heizappartes möglich gemacht wird. Weitere Herstellungen bezwecken die Beseitigung jener Missstände, die zu berechtigten Klagen wegen übler Gerüche in den Räumen des Theaters Anlass gaben. Eine gründliche Abhilfe der vorhandenen Übelstände muss wegen des Umfanges der nothwendigen Reconstructionen und er bedeutenden Kosten- und Zeiterfordernisse verschoben werden. Doch dürfte in beiden Beziehungen in der kommenden Saison eine wesentliche Besserung der besprochenen Einrichtungen wahrnehmbar sein. Auch sinid gründliche Reinigungsarbeiten und Reparaturen an den Decorationen, sowie eine Untersuchung des Theaters in bau- und feuerpolizeilicher Beziehung im Zuge.
Gestern ist der Termin für die Einsendung der Konkurrenzpläne für den Redoutensaalbau abgelaufen; bisher sind 65 Entwürfe eingelangt
« StartZurück123WeiterEnde »
Seite 1 von 3