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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Wohltäter und soziale Vereine

Wohltäter und soziale Vereine

Der Vinzenzverein unterstützt arme Studierende: Einhundert und sieben und zwanzig arme Studierende genossen vom 14. September 1853 bis Ende April des Jahres durch den Verein eine Unterstützung an Kost, Monatsgeld, bezahlten Schul- und Kollegiengeldern und Beiträgen zu Ausgaben von Bücher, Wohnungszinse und Kleidung - im Gesamtbetrage von 1726 fl. 31 3/4 kr.
Am 19. d. M. beging der hiesige Elisabethen-Verein das Fest seiner Patronin mit einer kirchlichen Feier in der Spitalskirche und mit einer Generalversammlung (Vereinszweck ist die Unterstützung der Armen); s.a. den Bericht vom 30.03. und 31.03.1855: „Der Verein zählt 280 theils thätige, theils beitragende Mitglieder aus allen Ständen. Er fußt auf kirchlichem Boden, indem er vom hl. apostolischen Stuhl mit Ablässen versehen, und von dem hochwürdigsten Herrn Diözesan-Oberhirten genehmigt, und seines bischöflichen Segens versichert wurde.
Der Vinzenzverein hat sich die Unterstützung armer Studierender in Innsbruck zur Aufgabe gemacht. Die Zahl der Unterstützten beläuft sich auf 146, von denen 83 am k.k. Gymnasium und 27 an der Universität studieren. [] Es ist erfreulich, dass im heurigen Schuljahre, in welchem die Stadt durch eine fast beispiellose Theuerung, eine Zeit lang auch durch die Cholera heimgesucht war, vom Lande her eine so ergiebige Aushilfe gekommen ist.
Der Verein unter dem Schutze der heiligen Elisabeth wird auch heuer wieder eine Effekten-Lotterie veranstalten. Die Geschäftsinhaber Unterberger, Groß, Möst, Stocker, Primavesi, Peterlongo, Zambra, Cafe Andreis, Alt, Wisiol und Katzung, sowie die Wagnerische, Felician und Karl Rauch´sche Buchhandlungen und die Vereinsbuchdruckerei J. Aufschlager haben wieder den Verkauf der Loose günstigst übernommen.
Der St. Vinzenz-Verein hat mit Beginn des laufenden Studienjahres seine Verköstigungsanstalt wieder eröffnet. Es werden in dieser Anstalt nicht bloß Studierende der Universität und des Gymnasiums, sondern auch der Realschule und er Lehrerbildungsanstalt, nach gründlicher Prüfung ihrer Zeugnisse und ihrer Dürftigkeit aufgenommen
Nachdem das Jahr 1848 aller Orten die Vereinsthätigkeit geweckt hatte, war auch hier am 18. März 1849 der Vinzenzverein und am 1. April desselben Jahres der Elisabethenverein in Leben getreten. Der Zweck beider Vereine, der eine für die Jünglinge und Männer, der andere für Jungrfrauen und Frauen, lässt sich mit den Worten bezeichnen: Übung der Frömmigkeit und die Werke christlicher Nächstenliebe.
Die Thätigkeit der Vinzenz- und Elisabeth- Vereine
(Aus Völs.) Generalversammlung der Vinzenziuskommission im Gasthaus „Traube“
Tätigkeitsbericht des Jugend-Fürsorgevereins für Tirol. Aufstellung der Betreuten. (In Klammern ist jedesmal die Haupteigenschaft des betreffenden Kindes, und die Ursache der Verwahrlosung beigefügt.) 16jähriges Mädchen (leichtsinnig; Vatger wegen Blödsinn und Trunkenheit unter Kuratel, vernachlässigte Aufsicht der Mutter), 14jähriges Mädchen (arbeitsscheu; vernachlässigte Aufsicht der Mutter), 2jähriges Mädchen (Sittenlosigkeit der Mutter), 10jähriger Knabe (diebisch, lügenhaft; vernachlässigte Erziehung), 15jähriger Knabe (entartet; Sittenlosigkeit und Trunksucht der Mutter), 16jähriger Knabe (Sträfling; schlechte elterliche Erziehung); 14jähriges Mädchen (sittlich verdorben); 8jähriges Mädchen (taub, boshaft) ... Diese 50 ausgetragenen Fälle fielen aus 26 verschiedenen tirolischen Bezirken an.
(Frau Anna von Schumacher †) Dem Lenker der Welten hat es gefallen, Frau Anna von Schumacher von Marienfried, geb. Erler, die Gattin des allbekannten Altpräsidenten der Handels- und Gewerbekammer, des Herrn Anton Schumacher, in ein besseres Jenseits abzuberufen. ... Ein besonders hervorhebenswertes Wirken entfaltete sie im Hinblick auf die Volksküche, sowie als langjähriges Ausschussmitglied des Frauenhilfsvereins vom Roten Kreuz. Auch viele arme Studenten wissen von dem guten Herz der nunmehr Verblichenen zu erzählen. An der Bahre trauern neben ihrem Gatten Anton ihre Söhne Eckhard, der Chef unseres Hauses, Julius, Advokat in Innsbruck, und Sigmund, Privatdozent an der zweiten anatomischen Lehrkanzel der Universität Wien, sowie eine Tochter, Frau Mimi Pockels, Sektionsratsgattin in Wien.
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