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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Großbrände

Großbrände

Ein ereignisreicher Tag für die Chronik von Innsbruck war der jüngste Samstag. Nachmittags Schulfest und Abends Feuerbrunst. Angeblich durch Unvorsichtigkeit enstand in einem Stöcklgebäude des Bader´schen Hauses Feuer, das sich rasch ausbreitete. Rettungsabtheilung und Spritzen waren mit lobenswerther Pünktlichkeit am Platze. Doch mit den Spritzen stellte sich auch die bei solchen Anlässen hier gewöhnliche Confusion ein. Da wurde geschrieben, commandiert und von Niemanden gehorcht, und diejenigen, welche in dieses Menschengewirr einige Ordnung bringen wollten, hatte wahre Tantalus-Arbeit zu vollführen. Die Allee am Innrain war bald mit allen möglichen Hausgeräthen, mit verbrennbaren und unverbrennbaren Gegenstände, ja sogar mit ausgehängten Fensterflügeln angefüllt, ebenso die Gärten hinter der Brandstätte Das angrenzende Kammerlander´sche Haus war auch nur theilweise zu retten. Eine Ausdehnung auf andere Nachbarhäuser hätte umso verderblicher werden können, als in dem einen Herr Kaufmann Riedl große Petroleumvorräthe eingelagert haben soll. Um 9 Uhr war die Gefahr für die Nachbarschaft vorüber, doch drohte ein nach Mitternacht auftauchender Wind die Flammen in der rauchenden und glimmenden Brandstätte wieder anzufachen und erforderte neue Anstrengungen von Seiten der Löschenden. Der vorgestrige Brand hat übrigens die Nothwendigkeit einer gänzlich umfassenden Neuorgansierung der Feuerwehr bewiesen. Nur die Rettungsabtheilung arbeitete mit Gelassenheit und Ruhe. Siehe auch. 25.07. und 26.07.…
21.09., 22.09. und 23.09.1874 – Gestern nachmittags um halb 5 Uhr brach bei sehr heftig wehendem Südwinde im Dorfe Amras, in dem seit Menschengedenken kein größerer Brand vorgekommen ist, beim Seebauern, jenem auf dem Wege nach Egerdach der Schlossmauer gegenüberliegenden alterthümlichen Anwesen, vor der Schmiede, Feuer aus und zwar, wie man sagt, durch Unvorsichtigkeit. Das Feuer, welches bei der trockenen Witterung, der bis auf den Türken eingebrachten Ernte furchtbar reichliche Nahrung fand, verbreitete sich, vom heftigen Winde angefacht, mit ungeheurer Schnelligkeit über die zunächst gelegenen drei Häuser mit Stadtl und Stallungen. (Am folgenden Tag: Schilderung der Brandbekämpfungsmaßnahmen)
Eine Feuersbrunst in Wildermieming hat gestern nachts 16 Häuser samt Wirtschaftsgebäuden vernichtet; auch der Kirchturm und das Kirchdach sind verbrannt, die Kirche selbst konnte gerettet werden; ein Taubstummer wird vermißt, später jedoch wieder aufgefunden (s.a. die Berichte vom 24.05. und 26.05. sowie vom 29.05. über die Ergreifung des Brandstifters und den Schwurgerichtsprozess vom 28.06. Die k.k. Staatsbehörde erhebt gegen Schärmer Johann die Anklage wegen Verbrechens der Brandlegung im Sinne der §§ 166, 167 c STGB, begangen dadurch, dass der Angeklagte in der Nach des 22. Mai d. J. in der Absicht, damit an fremdem Eigenthum eine Feuersbrunst entstehen soll, einen unmittelbar an der Bretterverschallung der dem Bauern Anton Föger in Wildermieming gehörigen Holzschupfe augeschichteten Heuhaufen mit Zündhölzern in Brand steckte und dass hierauf Feuer ausbrach, zunächst den Streuhaufen und die Holzschupfe des Anton Föger und dann im weiteren Umsichgreifen die Kirche und 18 Wohnhäuser nebst den zu denselben gehörigen Ökonomiegebäuden im Werthe von 52.960 fl. in Asche legte, ferner Mobilien im Werthe von 25.275 fl. zerstörte und noch die Beschädigung anderer Gebäude im Werthe von 1.080 fl. verursachte und dass dadurch für die Verunglückten ein erheblicher Schaden herbeigeführt wurde. [] Der Angeklagte fasst eine 18jährige, durch ein monatlich 24stündige Einzelhaft…
Das Dorf Hötting wurde gestern zum zweiten Male in diesem Jahr vom Schadensfeuer hart getroffen. Einige Minuten nach 3/4 1 Uhr gab der Stadtthürmer das Alarmzeichen und im selben Augenblick sah man schon unter der Kirche mächtige Feuergarben gegen den Himmel steigen, welche das Haus und den Stadel des Franz Muglacher, vulgo Mugl, verzehrten. Die freiwillige Feuerwehr von Innsbruck war in unglaublich kurzer Zeit mit all ihren Geräthen am Platze und kam gerade recht, um die 3 Nachbarhäuser, welche schon theilweise in Flammen standen, dem sicheren Untergange zu entreißen. Noch anwesend waren die Feuerwehren von Pradl, Wilten und Mühlau, letztere kam direkt vom Feuer, indem in Mühlau die Stärkefabrik Aschaber & Hechenblaikner brannte. Es ist besonders zu erwähnen, mit welcher Artigkeit und Willigkeit sich das k.k. Militär samt Offizieren zur Verfügung stellten. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt, dürfte jedoch in zu großer Fahrlässigkeit des Rauchens mit offener Pfeife zu suchen sein, indem der Eigenthümer schon mehrere Male von seinen Nachbarn auf solch unverantworltiches Vorgehen aufmerksam gemacht wurde.
(Großbrand.) In der vergangenen Nacht tönte um 11 Uhr plötzllich das Feuersignal vom Stadtthurme. In der Kapferer´schen Bierbrauerei (Summerer und Soyer) war im Malzcylinder auf eine ganz unerklärliche Weise Feuer ausgebrochen. Hätte man nur einen Extinkteur oder besser noch mehrere zur Hand gehabt, so wäre es vielleicht dem Dienstpersonale ein leichtes gewesen, den Brand im Keime zu ersticken, so aber griffen die Flammen wie Zunder in den ausgedehnten Gebäuden um sich, die größtentheils aus Riegelwerk, Balken und Sparren bestanden. Die freiwillige Feuerwehr war schnell vollzählig auf dem Platze, sie konnte aber wegen Abgang des Wassers nicht sofort zur wirksamen Brandbekämpfung schreiten. Wegen Reperaturen im Kanalbette in der Kohlstadt und wegen des Neubaues am Margarethenplatze war der Sillkanal abgesperrt und es musste erst Wasser in den Sandkanals eingelassen werden, ehe man nur überhaupt die bereitstehenden Spritzen durch die Schläuche versorgen konnte, weil es unzulässig war, Wasser durch den Sillkanal zu leiten, da dadurch der ganze Margarethenplatz und die Kohlstadt unter Wasser gesetzt worden wäre. Unter den heillosen Hindernissen konnte die Feuerwehr nur darauf bedacht sein, das dem Brandobjekte zunächst stehende Restaurations- und Wohngebäude zu retten. Die Hitze war eine so intensive, dass Zink an den Dachrinnen schmolz und schon brannten die…
17.05.1881 – Die Innsbrucker Spinnfabrik Herrburger & Rhomberg brennt bis auf die Grundmauern nieder. (Schiller: „Hoffnungslos weicht der Mensch der Götterstärke; müßig sieht er seine Werke – und bewundernd untergehen.“); s.a. Abbruch der Brandruine am 24.06.; Wiederaufbau 15.09.
Innsbruck: Brand im Hotel Europa: Gestern abends um 7 Uhr vermischte sich mit den Klängen der Glocke von der Jesuitenkirche, welche die Bewohner zur Maiandacht riefen, die Jammertöne der Feuerglocke vom Stadtthurme, und schon musste man mit Schrecken gewahren, dass ein heftiger Ostwind mächtige Rauchsäulen über die Stadt hintrieb. Im Hotel Europa war im Dachboden, wahrscheinlich durch Unvorsichtigkeit, ein Feuer zum Ausbruch gekommen, das in kurzer Zeit den ganzen Dachstuhl ergriff. Die Feuerwehr von Innsbruck eilte mit möglichster Schnelligkeit herbei und traf auch sofort Anstalten, die durch den gefährlichen Windzug zunächst bedrohten Gebäude in der Rudolfstraße zu schützen. Sie wurden durch die Spritzen von Wilten, Hötting, Mühlau und Ampass kräftigst unterstützt. Von den anliegenden Gebäuden aus wurde auch der brennende Dachstuhl mit Erfolg in Angriff genommen. Wassermangel erschwert die Löscharbeiten, sodass die Löschmannschaft von Wilten dem Brand mit Wasserkübeln zu Leibe rücken musste. Es muss erwähnt werden, dass auch die Spritzen von Amras und Hall, letztere mit dem Localzug eingetroffen waren und thätige Hilfe leisteten. Während der Löscharbeit war die Einrichtung des Hotels vollständig ausgeräumt und auf den Bahnplatz ins Freie geschafft worden. Es kann eine offene Frage bleiben, ob diese Ausräumung nothwendig war. Jedenfalls muss bedauert werden, dass dabei…
30.11.1881 – (Großbrand in Wilten.) Schon zwei Tage lang raste und heulte der Wind durch die Gegend und rief die Befürchtung auch bei sonst nicht ängstlichen Gemüthern wach: wenn nur kein Feuer auskommt! Da brach in Wilten um 1/2 11 Uhr nachts im Stadel des Metzgers Mayr, vulgo Rautenmetzger, tatsächlich ein solches aus. Die Gebäulichkeiten zwischen der Banderl- und Mentelgasse, das hinter dem brennenden Stadel gelegene Spörr´sche, vulgo Schuster-Haus, das vor diesem und neben dem Rauter´schen Hause gelgene Figgeler-Wirtshaus, wie auch das gegenüberliegende, nur durch die enge Mentlgasse getrennte Neuner´sche Haus standen in unmittelbarer Gefahr. Die auflodernden Flammen dienten in dunkler Nacht als Wahrzweichen des Unglücks für die ganze Umgegend. Die Mannschaft des zweiten Zuges der Innsbrucker freiwilligen Feuerwehr hat Ausgezeichnetes, ja geradezu Wunderbares geleistet. Die Wiltener Feuerwehr hatte beim Ausbruch des Brandes eben ihre Commandantschaft neugewählt. Herr Feuerwehr-Requisiten-Fabrikant Lang, kaum aus der Wahl als Commandant hervorgegangen, musste nun in diesem höchst bedenklichen Ernstfalle das Commando sofort übernehmen. Außer der Wiltener und Innsbrucker freiwilligen Feuerwehr erschienen die von Pradl, Hötting, Mühlaus, Amras, Aldrans und die freiwillige und städtische nebst der Salinen-Feuerwehr von Hall. Besonders Letztere leistete Ausgezeichnetes. Leider mussten dieselben am Bahnhofe in Hall mehr als eine volle Glockenstunde warten,…
Großbrand in Igls (14 Häuser eingeäschert)
Toni Grubhofer, unser vaterländischer Künstler, hat sich heute nach Igls begeben, um die Brandstätte zu zeichnen; Wendelin Jäger bietet der Gemeinde an, die verbrannte Turmuhr zum halben Kostenpreis zu ersetzen; der Brand ist bis Schwaz sichtbar (dort glaubt man, dass es in Terfens brenne)
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