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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Augenklinik

Augenklinik

Die hiesige Augenklinik erfreut sich des größten Zudranges, so dass der Mangel an Raum zur Unterbringung der Augenleidenden höchst fühlbar wird. Die 2 Zimmer, welche hierzu bestimmt sind, reichen nicht aus; eben Operierte müssen auf dem Boden liegen, in welchen ohnedies schon 16 Betten stehen. Wie groß der Zudrang ist, bezeichnet am besten der Umstand, dass gestern 8 Operationen, nämlich 6 Staroperationen und 2 andere vorgenommen wurden. Es drängt sich unwillkürlich die Frage auf, warum denn der genannten Klinik nicht ein größerer Raum zur Verfügung gestellt wird, da doch der Neubau hiezur benützt werden könnte?
Bericht über die k. k. Augenklinik für das Jahr 1870: „Im Ganzen wurden 196 Operationen vollführt, worunter 48 Staroperationen, 81 Pupilllenbildungen und 37 Schiel-Operationen waren.“
Sitzung des Bürgerausschusses: 3. Bezüglich der angeforderten Sekundar-Arztenstelle bei der Augenklinik muss bemerkt werden, dass die Augenkranken vor Errichtung der der medizinischen Fakultät in der chirurgischen Abtheilung und Klinik behandelt worden sind, dass daher nur im Interesse der Fakultät und des Unterrichts eine eigene Augenklinik eingerichtet wurde. In dieser Klinik sollen daher nur Augenkranke aufgenommen werden, welche durch ihre klinische Behandlung Unterrichtszwecken dienen. Diese Behandlung steht dem k.k. Professor der Augenheilkunde und dem auf Staatskosten bestellten k.k. Assistenten zu. Diese Klinik hat die hohe Regierung nur auf 12 Betten ausgelegt. Infolge des hervorragenden Rufes, dessen sich der k.k. Professor Dr. Mauthner als Augenarzt erfreut, zog jedoch eine weit größere Anzahl von Augenkranken aus dem ganzen Lande, aus anderen Kronländern und selbst vom Auslande herbei, und es musste die Augenklinik nothgedrungen und wiederholt erweitert werden, um diese Kranken, bei 40 an der Zahl, in den Spitalsräumlichkeiten unterzubringen. Wie die Krankenprotokolle ausweisen, sind im Jahre 1871 267 Augenkranke in diese Klinik eingetreten.
Gemeinderatsitzung: In der Augenklinik des hiesigen Spitals werden Augenoperationen noch in den Krankenzimmern, in Anwesenheit anderer Kranker durchgeführt; Forderung nach einem antiseptischen Operationssaal (Hälfte der Baukosten, nicht aber der Gesamtkosten wird genehmigt). Nach einem Antrag des GR Norer wird in Hinkunft nur mehr die Errichtung von hydaulischen Aufzügen mit einem Maximalwasserverbrauch von 170 Litern als größte Hubhöhe gestattet werden.
Reklame mit Bild: Am 11. und 12. Februar werde ich in Innsbruck, Univ. Augenklinik anwesend sein, um künstliche Augen direkt nach der Natur für Patienten anzufertigen. Gez. F. Ad. Müller, Augenkünstler aus Wiesbaden. Spezialität: Müllers Reformaugen