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Innsbrucker Nachrichten

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Chirurgische Klinik

Chirurgische Klinik

In den ersten drei Monaten des Bestandes der chirurgischen Universitätsklinik seit Übernahme derselben durch den derzeitigen Vorsteher, Herrn Professor Heine, befanden sich 140 Kranke beiderlei Geschlechts auf Klinik und chirurgischer Abteilung zusammen in Behandlung. Gleichzeitig wurden 60 in der Stadt wohnende oder vom Land kommende Kranke ab- und zugehend behandelt. Im genannten Zeitraum kamen ungerechnet der kleineren Operationen 40 größere und große zur Ausführung. Von den 50 Operierten starben nur 5, davon 3 an Blutvergiftung, 1 an einem alten Lungenabszess und 1 an Entkräftung. Im ganzen kamen 7 Todesfälle auf 140 Kranke. 81 Kranke wurden geheilt, 7 gebessert, 2 auf Verlangen ungeheilt entlassen, 43 bleiben in Behandlung. Noch ist erwähnenswert, dass 20 Knochenbrüche, und zwar 11 frische und 9 veraltete oder schlecht geheilte zur Behandlung kamen, von welchen ersteren samtliche ohne Verkümmerung geheilt entlassen wurden oder ihrer Heilung in Kürze entgegensehen.
Die chirurgische Klinik: „Die Gesamtzahl der in der Zeit vom 31. Dezember 1869 bis 31. Dezember 1870 auf der Klinik und Abtheilung für chirurgische und Geschlechtskranke behandelten stationären Kranken beträgt 429. Von diesen wurden 288 geheilt, 41 gebessert und 16 ungeheilt entlassen. 2 Personen wurden transferiert, es starben 25. Die Mortalität berechnet sich hiernach auf die für eine chirurgische Klinik sehr niedrige Ziffer von 5,8 %. Der höchste Tagesstand auf der Klinik und Abtheilung im Jahre 1870 belief sich auf 65 Kranke. Eine größere Zahl konnte nicht aufgenommen werden, weil es an den erforderlichen Räumlichkeiten fehlte. Die 429 stationären Kranken boten folgende chirurgischen Krankheiten der Beobachtung dar: Verletzung der Weichtheile 55, Geschwüre 35, Abszesse 14, Frakturen 38, Luxationen 5, Knochen- und Gelenkskrankheiten 38, Orthopädische Affektionen 10, Geschwülste 42. Spezielle, unter den vorstehenden Rubriken nicht enthaltenen chirurgische Krankheiten des Kopfes 28, des Halses 7, der Brust und des Bauches 8, des Beckens 23 und der äußeren Bedeckungen 44. Syphilitische Affektionen 82. Die Gesamtzahl der im Jahre 1870 auf der Klinik ambulatorisch behandelten Kranken betrug 407.
An der chirurgischen Klinik und Abteilung des Herrn Professors Nicoladoni wurde vorgestern der tausendste Patient im Jahre 1891 aufgenommen, die höchste Zahl seit Bestehen der Klinik. Im Jahre 1884 bezifferte sich die Zahl der an dieser Klinik Aufgenommenen noch nicht auf 500.
(Von der chirurgischen Klinik). Verabschiedung des seit dem Jahre 1895 hier wirkendenden Vorstandes Prof. Dr. Viktor Ritter von Hacker, welcher bekanntlich als Nachfolger des verstorbenen Hofrates Professor Dr. Nikoladoni an die chirurgische Lehrkanzel der Universität Graz berufen worden ist. Anfertigung eines fotographischen Gruppenbildes
Wie wir unseren Lesern schon mitgeteilt haben, hat der Vorstand der hiesigen chirurgischen Klinik, Herr Univ. Prof. Dr. Hermann Schlosser, einen ehrenvollen Ruf nach Prag erhalten. Der Abgang dieses hervorragenden Chirurgen würde nicht bloß für die medizinische Fakultät unserer Universität, sondern auch für die chirurgische Klinik und Abteilung des städtischen allgemeinen Krankenhauses einen enormen Verlust bedeuten. Der Gemeinderat von Innsbruck hat nun in seiner gestrigen vertraulichen Sitzung einstimmig der frohen Erwartung Ausdruck gegeben, dass es möglich sein werde, Herrn Professor unserer Universität zu erhalten und sich prinzipiell bereit erklärt, die Wünsche des Prof. Schlosser bezüglich Ausgestaltung der Klinik und des Zahlstockes unseres Krankenhauses zu genehmigen
(Von der chirurgischen Klinik.) Wie unst mitgetielt wird, ist Prof. Dr. Hans von Haberer heute in Innsbruck eingetroffen und hat die Leitung der chirurgischen Klinik übernommen