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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bautätigkeit (Innsbruck, Wilten, Pradl, Hötting)

Bautätigkeit (Innsbruck, Wilten, Pradl, Hötting)

An den Neubauten in Innsbruck wird rüstig fortgearbeitet. Das große Haus außer der Triumphpforte und das vierstöckige Bäckerhaus am Margarethenplatze sind der Vollendung nahe, ebenso das anstatt des abgebrochenen Elser-Hauses neu ausgeführte Haus des Herrn A. Neuhauser am obern Stadtplatz. Das kolossale Eckhaus des Herrn Baumeisters Mayr am Margarethenplatz wird nächstens unter Dach kommen; die übrigen, nämlich das neue Angerzellhaus und Herrn Klaisner´s Eckhaus an der Museumstraße sind bis zur Höhe des zweiten und in der Meinhardstraße die beiden Häuser der Herren Gebrüder Hutter bis zur ersten Stockhöhe gediehen. Gleichzeitig werden in den Hofräumen zweier Häuser in der Neustadt neue Stöckelgebäude aufgeführt. Die Arkaden des städtischen Friedhofes werden in diesem Jahre noch ebenfalls ganz vollendet. In der Vorstadt St. Nikolaus wurde das kleine, nördlich von der Kirche gestandene Haus abgebrochen, das dort hügelige Terrain an dieser Seite der Kirche wird geebnet und so ein geeigneter Bauplatz für eine wegen zunehmender Bevölkerung in diesem Pfarrbezirk nicht mehr lange verschiebbare Vergrößerung der St. Nikolaus Pfarrkirche gewonnen. Schließlich erlauben wir uns die Bemerkung, das es mit dem Neubau des Kirchthurms zu Dreiheiligen dermal eben keine große Eile zu haben scheint, wogegen wir das Vergnügen zu berichten haben, dass (endlich!) die dem Eisenbahn-Viadukt so…
Sicherem Vernehmen werden im kommenden Jahr in Innsbruck folgende Neubauten aufgeführt: „1. In der Landhausgasse für Hrn. Werner ein neuer Flügel zu dessen dort bereits stehenden Eckhause; 2. in der Museumstraße wird das vormals Ferstl´sche Eckhaus abgetragen und dafür Hrn Baumeister Mair ein Neubau, und ein dritter in der Verlängerung der Museumstraße jenseits der kleinen Sill - nächst dem Eisenbahnviadukt durch Hrn. Maurermeister Christof ausgeführt, ebenfalls ein imponierendes Eckhaus. Am oberen Stadtplatz lässt Herr Lener die Fassade seines Gasthauses zum weißen Kreuz total restaurieren, und zwar nach einem Plane, dessen Ausführung dem oberen Stadtplatz eine neue und bleibende Zierde verleihen wird. Gleichzeitig werden die Neubauten der Herren Klaisner, Gebrüder Huter und Mair in der Mainhardstraße heuer ihre Vollendung erhalten. Im benachbarten Pradl wird die Hälfte eines Hauses neue aufgebaut. Die Gebäude der projektierten „Holz-Imprägnierungs-Anstalt der Herren Tschuggmall und Elsner sollen in den Pradler Bezirk in die Nähe der Gasfabrik zu stehen kommen, und wird auf dem früher hierzu in Wilten bestimmt gewesenen Bauplatze nächst dem Adambräuhause dafür ein Wohngebäude errichtet werden.
Nach einem von dem Baumeister Herrn Huter junior komponierten Plane lässt dermal der Besitzer des vormals gräflich Sarnthein´schen Hauses am Ursulinengraben, Herr Kaufmann Tschoner, diesem großen Hause eine neue, sehr geschmackvolle, im griechischen Style gehaltene Facade adaptieren, wodurch der Ursulinengraben um eine sehr wesentliche architektonsiche Verschönerung bereichert wird. Auch wird der dermal freie Platz vor diesem Hause mit Verkaufslokalen verbauet und sind wegen des gänzlichen Anschlusses an die rechts und links bestehenden Läden die Unterhandlungen bereits im Zuge (Marktgraben 27, Bp. 363, KN 101, Ezl. 66 II)
Die Vorstadt Kohlstadt erhält gegen Norden eine sich jährlich verschönernde Fronte durch Neubauten. Es wurde dort ein neues Wohnhaus für Herrn Nussbaumer eben unter Dache gebracht [Veronka Gruber, Die bauliche Entwicklung, S. 225, Gärbergasse 5, heute Jahnstraße 23, Bp. 730 KN 358 EZ 386 II; 1864 April, Genehmigung zum Bau einer Werkstätte mit zwei Stockwerken; Nussbaumer Johann, Lederwarenfabrikant]. Die dortige Sägemühle hat durch neue Bauten ebenfalls ein gegen früher viel gefälligeres Aussehen erhalten [Gärbergasse 1, heute Jahnstraße 19; Bp. 734, KN 356, EZ 383 II; 1822 Bau einer Stampf, 1864, Juni, Genehmigung zum Umbau der Mühle; damals im Eigentum des Pichler Johann, Stadtschmied, stehend]. Die Lokalitäten des vormaligen Bräuhauses des Herrn Tschurtschenthaler [wahrscheinlich Innrain 3, Bp. 249, KN 141 1/2, EZ 147 II; das Brauhaus wurde 1811/1812 errichtet; 1860 Umbau der Läden gegen den Marktgraben hin (?)] werden eben abgetragen, um einem zweistöckigen Zinshaus Platz zu machen. Die neuen Eigenthümer der kleinen zwei Häuser hinterhalb der St. Johanneskirche lassen dieselben durch Zubauten bedeutend vergrößern [Innrain 38, Bp. 275, KN 160 1/2 EZ 174 II; April 1864 Anbaugenehmigung und Aufbau eines zweiten Stockwerks; aber schon 1868 Genehmigung zum Abbruch und Wiederaufbau des Hauses; 1878 Genehmigung zum Bau einer Werkstatt; Eigentümer Hohenauer…
Bautätigkeit in Innsbruck: „Fertig werden in diesem Jahre der hübsche Anbau an der Kapferer´schen Bräuerei zu Dreiheiligen und der zwei Stock hohe Anbau an das Haus des Hrn. Tschurtschenthaler gegenüber dem Hofschmiedehaus. Zu letzterer werden die Fenstereinfassungen in Hrn. Baumeister Norer´s Werkstätten aus Portland Cement gegossen, und gewähren dieselben bei gleicher Festigkeit zu billigerem Preise das hübsche Aussehen der feinsten Steinmetzarbeit in Sandstein. In Wilten baut einer der andauerndsten und thätigsten Bauherrn, Hr. Tischlermeister Müller sich heuer wieder ein großes Zinshaus neben dem bereits bestehenden großen Hause desselben. Die Wiederherstellung des Monument Annasäule ist seit kurzem wieder energisch in Angriff genommen worden. Dass die Brennerbahn mit frischer Emsigkeit fortgebaut wird, ist selbstverständlich.
Bauvorhaben in Innsbruck: An der Straße nach dem Bahnhofe erhebt sich das Gerüst für den von Herrn Kleißner zu erbauenden Gasthof; auf dem Wege, der von dort parallel mit der Eisenbahn zur Museumsstraße führt, bauen die Herren Gebrüder Grimm zwei Häuser; in der Landhausgasse wird nun auch der ehemalige gräflich Spaur´sche Garten verschrieben und durch einen Neubau an jener Stelle die Lücke zwischen dem Löwenegg´schen Haus und dem Werner´schen Haus ausgefüllt werden. Das neue Schulhaus in der Angerzellgasse, ein solider aus trefflichem Material ausgeführter Bau des Herrn Norer ragt schon ein schönes Stück aus dem Boden.
Im Nachhang zu unserem jüngsten Bericht betreffs Anlegegung eines neuen Stadtviertels am Hirschanger sind wir in der Lage mitzutheilen, dass bereits die diesbezüglichen Ausmessungen begonnen haben und soll dieser Stadtteil aus freistehenden von Gärten umgebenden Häusern gebildet werden. Das erste Haus am Ecke der Straße und der Choteks-Allee wird, wie wir hören von Frau Czichna gebaut. Auch soll sich bereites ein Käufer für Bauplätze am anderen Ende des Hirschangers gegen den Stadtsaggen gefunden haben
Wir brachten jüngst die Notiz, dass der ehemalige gräflich Spaur´sche Garten in der Landhausgasse verschwinden wird, und sich Neubauten an dessen Stelle erheben werden. Wie wir nun hören, will Herr Nairz, Wirthschaftspächter im Löwenhause, einen Gasthof neben dem Werner´schen Hause, und zunächst daran Herr Tischlermeister Konzert ein Zinshaus bauen. Gegen den Bau des ersteren wurde jedoch Einsprache erhoben, da von Seiten des Magistrats an jener Stelle eine Verbindungsstraße der Landhausgasse mit dem neuen Schulhause projektiert ist
Die Erschließung von Baugründen beim sog. Hirschanger in Innsbruck; Dr. Riccabona stellt in diesem Zusammenhang den Antrag, es wolle denjenigen, welche am Hirschanger Bauplätze erwerben, die Verpflichtung auferlegt werden, den betreffenden Straßengrund anzukaufenund zur Anlegung der Straße seinerzeit unentgeltlich abzugeben. Herr Strobl unterstütze diesen Antrag, der schließlich angenommen wurde
Die Demolierung des Veitkirchleins schreitet rasch voran und es wird bald die Zeit kommen, in der man von diesem Kirchlein und dem anstoßenden Theil des Friedhofes als von etwas Vergangenem spricht. Der Anbau des Spitals wird ernstlich in Angriff genommen. Wie lange wird es wohl dauern bis in der dort projektierten Straße weitere Gebäude entstehen! Wir glauben, dass die Nähe des Spitals, vom noch übrigen Theil des Friedhofes gar nicht zu reden, da dieser doch bald verschwinden dürfte, viele dort zu bauen abhält, obwohl die Lage zum Bauen dort ebenso schön wie nächst der Eisenbahn ist, und wegen des dort vorhandenen Kohlendampfes und Lärmen der Züge , die einstigen Quartiere viel angenehmer zum Bewohnen sein werden
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