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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Postämter (Landeshauptstadt)

Postämter (Landeshauptstadt)

Gegenwärtig ist am „goldenen Dachlgebäude“ ein großes Gerüst angebracht, was dahin deuten will, als sollte dieses große Gebäude endlich einmal den lang verdienten Anstrich erhalten. Doch leider hören wir, das nur das Gesims repariert wird. Hingegen wird das Postamtsgebäude auf eine sehr geschmackvolle Weise restauriert, und ist an der dem Landhause zugkehrten Seite bereits ein Anfang damit gemacht. Dieses erhält einen neuen dreifärbigen Anstrich. „Es wäre zu wünschen, dass bei dieser Gelegenheit der Eigenthümer dieses Gebäudes, der Herr Graf Taxis, sich zugleich zu einer Neuerung entschließe, wodurch dem Publimkum eine große Bequemlichkeit verschafft werden könnte. Bekanntlich ist das Eingangsthor des Posthauses oftmals von Wägen und Pferden derart verstellt, dass man nur mit Mühe und Mancher nicht ohne Furcht zur Brief- und Fahrpostabteilung zu gelangen vermag. Diesem Übelstande könnte nun mit Leichtigkeit dadurch abgeholfen werden, wenn die zwei Seiten des Hausthores und noch innerhalb der Hausflur befindlichen gegenwärtig ganz zwecklose Fensteröffnung zu Thüren ausgebrochen und umgestaltet würden. Auch die Facade ds architektonisch sehr vollkommen gezeichneten Gebäudes würde hierdurch kaum leiden, sondern dürfte wohl eher an Imposantheit des Eindruckes noch gewinnen; s.a. 02.06. und 07.06.
Am 1. März 1885 beginnt die Postexpedition in Wilten ihre Wirksamkeit.
Bauplatzsuche für ein neues Postamtsgebäude in Innsbruck: (Nach dem Antrag des Baukomites soll das Gebäude ungefähr 13 m über dem alten Spitalsgarten nach Norden verschoben werden und im Westen an die Fallmereyerstraße, im Süden an den Lang´schen Garten, im Norden an den freien Platz südlich des Ursulinenklosters und im Osten an eine die Realschule und Postgebäude abtrennenden 20 m freien Platz grenzen)
Gemeinderatssitzung: Neubau des Postgebäudes, Standortfrage (alter Spitalsgarten wird favorisiert; es gibt jedoch auch Stimmen dagegen s.a. 24.03. und 30.04.
Gemeinderatssitzung: Debatte über die Errichtung eines Postgebäudes im ehemaligen Spitalsgarten
Das Innsbrucker Postgebäude: „Die alte Post ist seit Menschengedenken im gräflich Taxis´schen Palais untergebracht und hat zu keiner Zeit einen Überfluss an Platz aufgewiesen. Geradezu schreiende Übelstände machen nun einen Neubau notwendig. Als Mitte der Siebziger Jahre auch das Telefgraphenamt dort installiert wurde, nahm die Misere ihren Anfang. Was man heuer zur Zeit des stärksten Fremdenverkehrs im Amte selbst über die hiesige Post zu hören bekam, spottet jeder Beschreibung und ist durchaus nicht geeignet, das Ansehen dieser Staatsanstalt, deren Einnahmen stetig wachsen, zu wahren. ... Das alte Palais soll erhalten bleiben, aber die Zubauten sollen fallen und an ihrer Stelle weiterhin bis zum Margerethenplatze das neue Postpalais erstehen; s.a. 01.12.
Das Postamt Wilten 2 wird in der Andreas Hoferstraße 30 (35?) untergebracht; s.a. 16.02.
An den Postschaltern unseres unglückseligen Postgebäudes herrscht gegenwärtig ein ungeheurer Menschenandrang, der deutlicher für die Notwendigkeit der Errichtung eines neuen Postgebäudes spricht, als es irgend jemand zu thun imstande wäre
Die forwährende Verlegung einzelner Postabteilungen in andere Stadtviertel und die Verschiebung anderer Abteilungen im Taxis´schen Palais haben schreiende Missstände im Gefolge, sodass es dringend geboten ist, dagegen Protest zu erheben. Die früher von jedem Parteienverkehr abgeschlossene Telefonsprechzelle wurde in neuester Zeit in eine Abteilung verlegt, wodurch das ganze Telegraphen- und Telefongeheimnis geradezu illusorisch wird, indem die Depesche bei der Collationierung von den im Parteiraum anwesenden Personen, selbst bei ganz geschlossener Telefonzelle, deutlich vernommen werden kann
Seitens der Post- und Telegraphen-Verwaltung wurden in dem Neubau Nr. 4 in der Anichstraße sämtliche Stockwerke zur Unterbringung aller Departements der Post- und Telegraphendirektion für Tirol und Vorarlberg vom Augustermin 1901 angefangen, gemietet. Der Mietvertrag wurde auf 10 Jahre abgeschlossen, ist aber seitens des Ärars nach Ablauf von 5 Jahren kündbar. (Zur Identifizierung der Baulichkeit auf der abgebildeten Künstlerkarte: auf dem Gebäude ist das gelbe Postzeichen zu sehen; auch die Reklame für das Modegeschäft M. Schneider am 1903-12-02 nennt als Firmensitz das Haus Anichstraße 4)
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