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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Bauordnung

Bauordnung

Über die Begünstigungen, welche die neue Bauordnung den Bauunternehmern gewähren wird, vernimmt man, dass es darnach gestattet ist, die ebenerdigen Lokalitäten gewölbt oder ungewölbt herzustellen. Die Verkleidung der Fenster und Türen braucht nicht mehr von Stein, sondern kann gemauert sein. Die Zwischenwände in den obern Stockwerken können aus Riegelwerk bestehen. Zur Verbindung von einzelnen Stockwerken können hölzerne Stiegen angelegt werden; die Hauptstiege des Hauses muss jedoch aus Stein oder Eisen bestehen. An die Stelle von Dippelböden können Trammböden treten.
Detail aus der Bürgerausschuss-Sitzung vom 10. Juni 1870 (Fortsetzung): Herr Schuhmacher wies bei dem Umstande, dass die Türen an unseren Kirchen sich nach innen öffnen, auf die Möglichkeit eines großen Unglückes hin, das dadurch entstehen kann, wenn in vollen Kirchen die Leute durch irgend etwas erschreckt, plötzlich und in Mengen den Ausgängen zudrängen, dieselben aber statt offen zu halten unwillkürlich durch den ungestümen Andrang schließen und jeden Versuch dieselben zu öffnen unmöglich werden. Er verlangt, dass die Türen so umgeändert werden, dass sie sich nach außen öffnen. Der Antrag wurde zur weiteren Berichterstattung dem Comité für Rechtssachen und für Bauwesen zugewiesen.
Landtag : Der Entwurf der Bauordnung für die Städte und Märkte der Grafschaft Tirol mit Ausnahme der Städte Innsbruck und Trient, wurde mit einer geringfügigen Änderung angenommen
Die Tiroler Bauordnung hat die Sanktion des Kaisers nicht erhalten, da der Wirkungskreis der politischen Behörden in derselben zu sehr eingeschränkt ist
Zum Beginne der gestrigen Gemeinderaths-Sitzung interpellierte GR Ritter v. Schullern den Vorsitzenden, Bürgermeister Dr. Dinter, wegen Beseitigung der Schindeldächer in der Stadt. Der Gemeinderath hat seinerzeit beschlossen, dass innerhalb von 3 Jahren sämtliche noch mit Schindeln versehenen Häuser feuerfest gedeckt sein müssen. Die 3 Jahre sind nun um, und noch immer bestehen zahlreiche Schindeldächer, ja werden sogar noch Reperaturen mit Schindeln ausgeführt. Der Bürgermeister sichert die Durchführung der diesbezüglichen Bestimmungen der Bauordnung zu
In der Gemeinderaths-Sitzung am 20. Juni wurde ein neue städtische Bauordnung durchberathen, die dem gegenwärtig versammelten Landtag zur Bestätigung vorgelegt werden wird. Die nächste Veranlassung zu dieser neuen Bauordnung gab eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes über den Instanzenzug der Recurse in Bausachen. Derselbe stieß die Bestimmung unserer Bauordnung, wonach die Recurse an die Statthalterei und das Ministerium zu gehen hatten, um, und erklärte Bauangelegenheiten als Agenden des selbständigen Wirkungskreises der Gemeinden, für welche der Landesausschuss höhere Instanz ist.
Die neue Bauordnung für Innsbruck
Bebauungsplan für den Saggen (geschlossene Bauweise östlich des Waisenhauses; dreistöckige Häuser)
Der Ruf nach einem vernüftigen Bebauungsplan wird laut: Innsbruck wir allmählich ein zusammenhängendes Häusermeer von Zinskasernen ohne jede Spur eines für die gesundheitlichen Verhältnisse der Stadtbevölkerung so notwendigen grünen Platzes. Es wäre erfreulich, wen es mit der öffentlichen städtischen Gartenanlage im neuen Stadtteil vor der Realschule, dem Prof. Lantschnerhaus seine Richtigkeit hätte
Der Landtag beschäftigt sich mit der Erlassung einer Bauordnung, welche von den autonomen und staatlichen Behörden in Stadt und Land schon längst als ein unabweisbares Bedürfnis empfunden wird. Aus der Rede des Abg. Prof Payr: „In seinem Bezirke [Landeck], behauptete Herr Abg. Geiger, müssen die Baupläne schon jetzt der politischen Behörde zur Erteilung der Baubewilligung, sowie zur Überprüfung der den Bezirksingenieur hinsichtlich der Feuersicherheit und sanitären Vorschriften vorgelegt werden. Bei der Sicherheit, mit welcher mein Kollege diese Angaben machte, musste ich meine Zweifel in der Richtigkeit seiner Behauptung niederkämpfen und glauben, dass im politischen Bezirke Landeck die Bezirkshauptmannschaft in der Tat Übergriffe in den selbständigen Wirkungskreis der Gemeinden sich erlaube und die Gemeinden diese Übergriffe sich gefallen lassen. Gemäß § 27, Punkt e der Gemeindeordnung für Tirol gehört bekanntlich die Baupolizei, sowie die Erteilung der polizeilichen Baubewilligung zum selbständigen Wirkungskreis der Gemeinde ... .“
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