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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Hygiene, Phyisikalisch-physiologisches Institut, Dermatologie, Chemie

Hygiene, Phyisikalisch-physiologisches Institut, Dermatologie, Chemie

Auf den Wiltener Feldern in der Nähe des städtischen Friedhofes wird ein chemisches Laboratorium für die Universität errichtet. Der umfangreiche Bau, der schon allseitig in Frage gestellt worden ist, wird die Summe von 250.000 fl. in Anspruch nehmen. Der Plan rührt vom rühmlichst bekannten Architekten Prof. Bäumer in Wien her; (s.a. 27.01. „Dasselbe in palastartigem Style erbaut, errinnert in seinem Gesamteindrucke am meisten an die alte Pinakothek in München; nur wird dasselbe selbstverständlich nicht jene räumliche Ausdehnung wie diese erhalten. Es besteht aus dem Erdgeschoß und einem ersten Stock. Ein riesiger Schornstein, der zur Ableitung der giftigen Dämpfe bestimmt ist, rat aus der Mitte des Gebäudekomplexes empor.“)
Grundaushub für das neue dermatologische Institut und Vergrößerung der Pathologie
Vergabe der Bauarbeiten betreffend das physiologische und hygienische Institut der hiesigen Universität an die Firma Johann Huter & Söhne
Der Neubau des hygienischen-physiologischen Instituts wird einen stattlichen Bau abgeben, in der Flächendimension dem Staatsbahngebäude ähnlich. Die Hauptfront wird 70 m, die einzelnen Flügel 35,60 m lang. Der Mitteltract samt Mittelflügel wird zweistöckig, die zwei seitlichen Flügel einstöckig hergestellt. Der Bau muss im Jahre 1904 beziehbar sein. Der Bauplatz liegt zwischen der Anatomiestraße und dem Friedhofe
Beim Neubau des physikalisch-physiologischen Instituts hat die Fa. Huter und Söhne daselbst 170 Arbeiter in Dienst, die mit Ausgrabungsarbeiten, sowie mit Betonierung beschäftigt sind
Infolge mangelnder Ventilation ist das Röntgen-Cabinet im städtischen Spitale wandfeucht geworden. Um eine genügende Lüftung zu erzielen, bewilligt der Gemeinderat einen Betrag von 130 Kronen zum Ankauf von Verdunkelungsvorhängen.
Der von der Baufirma Huter und Söhne zur Aufführung gelangende Neubau des physikalische-physiologisch-hygienischen Instituts der Universität Innsbruck ist nun in seiner ganzen, bedeutenden Ausdehnung bis zum 1. Stockwerk gediegen. – Die geschlossene Häuserfront der Anatomiestraße (ungerade Nummern) ist gegen Süden zu durch die Erbauung eines großen Eckhauses fertiggestellt worden. Im Anschluss daran wird in der Fischergasse ein weiterer Neubau aufgeführt, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sich das Wiltener Schulgebäude befindet. Die an das Schulhaus angebaute Turnhalle ist sehr hoch ung geräumig.
Die Bauarbeiten beim physikalisch-physiologischen-hygienischen Institut der k.k. Universität Innsbruck sind bereits soweit gediehen, dass heute, am Namensfeste unseres Monarchen, die Firstfeier begangen werden kann. Es stehen nun in einer Flucht mit der Hauptfront gegen Noreden – eine Ausnahme bietet nur das pathologische Institut, welches dieselbe gegen Süden hat – folgende vier Hauptgebäude, von Norden nach Süden gerechnet: Der Neubau des physikalisch-hygienisch-physiologischen Instituts (– 1902), das anatomische Institut (1887–1889), das pathologische Institut, (1880 – 1882) und das psychiatrisch-dermatologische Institut, welches einen Bestandteil des städtischen Spitals bildet (1892 – 1894). In der Nähe des jetzigen Neubaues, mit der Längsfront gegen Westen und mit Hinterflügeln in die Schöpf- und Müllerstraße, steht das chemisch-pharmakologische Institutsgebäude (1898 – 1899). Damit erhält die medizinische Fakultät unserer Universität in der Hauptsache ihren Abschluss; s.a. 04.10. Feierlichkeiten