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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Pradler Bauerntheater

Pradler Bauerntheater

Errichtung eines Sommertheaters im Lodron´schen Hof in Pradl (Bauerntheater); der Nationalsänger Sebastian Meister wird für die musikalische Umrahmung sorgen
Das Bauerntheater in Pradl war gestern der Sammelpunkt von vielen hundert Menschen, welche alle seine Räume zu füllen bemüht waren, und von denen ein Theil aus Mangel an Raum bei der Cassa abgewiesen in dem schattigen Garten des Lodronschen Hofes von ferne dem Spiel lauschten. [] Als Schauspieler fungierten Einige, welche sich allem Anscheine nach schon öfter auf den Brettern, so die Welt darstellen, gebummelt hatten. Der Raum im Theater und auf der Bühne ist etwas klein. Einige Herrchen, welche es sich herausnahmen, während der Vorstellung mit Stöcken zu klopfen, und sich überhaupt auf der Noblgallerie sehr ungeniert benahmen, wurden vom Publikum zur Ruhe gewiesen, dadurch, dass einige St. Nikolauser dem allgemeinen Unwillen über die Ungeniertheit kräftigsten Ausdruck gaben. Das Orchester aus 10 Mitgliedern bestehend, spielte recht brav.
Sommertheater in Pradl: „Die Waisen aus Neapel“ (Ritterspiel in 4 Aufzügen) und „Die drei Liebhaber auf der Alm“
Kaum ist unser Musentempel am Rennplatz geschlossen, öffnet schon ein anderer, das Sommertheater in Pradl seine Räume und wird dort am Ostermontag die erste Vorstellung stattfinden. Das Pradler Theater ist übrigens heuer in neue Hände übergegangen, und ist das Beste zu hoffen, da auch das seinerzeit immer bestrennomierte Höttingerau-Theater lange Zeit unter derselben Leitung stand. Die Löwenbändigerin Fanny Casanova gastiert in Innbruck (s.a. das Programm 03.04. und den Vorfallenheitsbericht vom 22.04., eine Vorstellung in Kufstein betreffend)
Pradler Sommertheater: Ladislaus, König von Polen oder: Tulzinas grausamer Tod im Hungerturm
Die Aufführung des Stückes „Kaiser Maximilians Gefahr auf der Martinswand“ im Sommertheater in Pradl ging bei einem ausverkauften Hause wieder in sehr gerundeter Weise vor sich.
Nächsten Sonntag eröffnet Direktor v. Othegraven das dem Herrn Sebastian Meister gehörende Sommertheater in Pradl mit einer aus 15 Personen bestehenden Schauspieler-Gesellschaft, und werden in bunter Abwechslung Ritterschauspiele, Charakterbilder, Possen und Lustspiele zur Darstelllung gelangen.
Unser Sommertheater (Gedanken)
Unser Sommertheater II: Nach einem bei einigermaßen günstiger Witterung recht angenehmen und vom Centrum der Stadt aus kaum halbstündigen Spaziergange betreten wir den von Herrn Meister nun ebenfalls sehr gefällig hergestellten Vergnügungsgarten des Lodronischen Hofes, durch dessen prächtiggrüne Kastanienbäume uns die weißgetünchte Facade des sommerlichen Thalia-Tempels freundlich entgegenschimmert. „Zu den Balkonsitzen!“ weist uns ein Pfeil, und in der Überzeugung, dort über das Ganze den besten Überblick gewinnen zu können, betreten wir die Ballustrade, auf der sich bereits altbekannte Stammgäste des Nationaltheaters ihr Rendez-vouz zu geben pflegen. Neugierig lassen wir die Blicke über den ausreichend großen Raum schweifen und empfangen sofort den freundlichsten Eindruck. Die Wände sind frisch getüncht und mit Fahnen und Emblemen auf das Gefälligste geschmückt, die Parterresitze amphitheatralisch erhöht, die Bühne selbst, welche für ein Sommertheater Raum zur Genüge bietet, passend renoviert. Rechts und links am Proscenium sind die Büsten Ihrer Majestät des Kaisers und der Kaiserin, von verschiedenen Blumen geschmackvoll umrahmt, in sinniger Weise angebracht. Da wir gerade die Bühne besprechen, so wollen wir auf zwei Mängel hinweisen, die manchmal unangenehm auffallen können. Es sind dies die Verwandlungen bei offener Scene und das Fehlen von in vielen Stücken unumgängliche notwendigen Scenerien. Ist schon ersteres geeignet, die Illusion…
Im Pradler Sommertheater begeistert „der Meineidbauer“ von Ludwig Anzengruber das Publikum.
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