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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Landesgerichtliches Gefangenenhaus

Landesgerichtliches Gefangenenhaus

Die weiße Fahne (Zeichen, dass die Frohnfeste keine Insassen beherbergt)
Gefangenenhaus Innsbruck. Gestern vormittags wurde eine aus 20 Köpfen bestehende Sträflingsabteilung unter Gendarmeriebedeckung zum Bahnhof eskoriert. Sie konnten wegen Raummangels im hiesigen Gefangenenhaus  nicht mehr untergebracht werden und wurden deshalb in die Strafanstalt nach Trient gebracht
(Noch immer überfüllte Gefängnisse.) Die Kerkerzellen unseres umfangreichen Gefangenhauses in Innsbruck sind noch immer so dicht bevölkert, dass neue Sträflinge in andere Gefangenenhäuser abgeschoben werden müssen, wie dies gestern der Fall war. Der Transport bestand diesmal aus fünf Sträflingen weiblichen Geschlechts, welche zur Verbüßung ihrer Strafe nach Silz abgeschoben wurden
Der zu fünfzehn Jahren begnadigte Zugsführer Lanthaler befindet sich noch immer im Innsbrucker Garnisonsarrest; er soll demnächst nach Wöllersdorf überstellt werden
Die beiden Ausbrecher aus dem Innsbrucker Gefangenenhaus vor Gericht. Johann Steininger, Mauerkirchen, und Anton Klotz, Telfs … Der Untersuchungshäftling Klotz wurde durch den Einsatz eines Polizeispitzels überführt … Gegen Aufseher wurden mehrere Hiebe gegen den Kopf geführt … Ein langes Sündenregister … Fünf Jahre Kerker für Klotz bzw. 1 ½ Jahre Zusatzstrafe für Steininger
Vor einigen Tagen erschien unter dem Titel „Ein Jahr Kerkerhaft“ ein Buch, das den in nationalen Kreisen bekannten Schriftsteller Eduard Reichel zum Verfasser hat. Reichel, der in den Badenijahren wegen eines Epigrammes zum 70. Geburtstag des österreichischen Kaisers zu einem Jahre schweren Kerkers verurteilt wurde und diese Strafe im Innsbrucker Gefangenenhaus auch verbüßte, schildert hier in schlichter Weise seine Erinnerungen aus der damaligen Zeit und gibt einen Einblick in das Leben der österreichischen Gefangenenhäuser