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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Korrespondenzkarten und Ansichtskarten

Korrespondenzkarten und Ansichtskarten

Eine sehr wohlthätige postalische Neuerung soll demnächst in´s Leben treten: Es ist die Verwendung der Postkarten. Die Postkarte ist die Ausdehnung der Vortheile der Kreuzband-Sendungen auf den Briefverkehr. Kurze Mittheilungen werden fortan auf jede Entfernung innerhalb der Grenzen der Monarchie um zwei Kreuzer befördert werden. Diese Postkarten bestehen aus steifem Papier, sind in der Mitte gefaltet und auf der einen Außenseite ist der Zweikreuzerstempel und die Worte: An .... in ... aufgedruckt. Schlägt man die Postkarte auf, so findet man oben eine kurze Andeutung über die Verwendung derselben. Der übrige Raum ist zur Aufnahme der Mittheilung bestimmt. Zum Schreiben kann man sich sowohl der Tinte und Feder, als auch eines Stiftes bedienen.Natürlich muss ein solches Material gewählt werden, welches die Gewähr bietet, dass die Schriftzüge nicht so leicht verwischen. Die also beschriebene Postkarte wird weder gesiegelt, noch kouvertiert, sondern Außen mit der Adresse versehen, in den Schalter geworfen. Natürlich wird man sich der Postkarten nur solcher Mittheilungen bedienen , welche der Geheimhaltung nicht bedürfen.
Der Amtsschimmel wiehert: Seit jüngster Zeit werden bei den Postämtern immer häufiger Korrespondenzkarten mit auf der Rückseite aufgeklebten photographischen Ansichten zur Aufgabe gebracht. Aus diesem Anlass gibt die hiesige Postdirektion bekannt, dass laut Erlass des k.k. Handelsministeriums vom 28. November 1885 die durch die Privatindustrie hergestellten, sowie die postamtlich aufgelegte Korrespondenzkarten aufgeklebte oder aufgepresste bildliche Darstellungen nicht enthalten dürfen und dass solche Korrespondenzkarten, sofern deren Aufgeber nicht bekannt sind und daher an denselben nicht zurückgestellt werden können, von der Postbeförderung bzw. von der Bestellung ausgeschlossen werden müssen
Über Ansichtspostkarten und Correspondenzkarten (Fa. Ottmar Zieher und Karl Otto Hayd in München (Mondscheinkarten, Platin- und Buntdruck); Kunsthandlung C. Stücker, München, (Tiroler Volkstrachten); Gebrüder Künzli in Zürich; Stengel und Comp. in Dresden (der Katalog dieser Firma weist über 12.000 Nummern auf und enthält die Bemerkung, dass sich nicht weniger als 5 Millionen Karten aus fast allen Ländern Europas auf Lager befinden); Philipp und Kramer in Wien (Künstlerpostkarten); Emil Terschak (Dolomiten). In Innsbruck sind in A. Edlingers Verlag schöne Ansichtskarten aus Nordtirol erschienen, welche nach sehr guten Zeichnungen des verstorbenen Tiroler Malers Wilhelm Humber angefertigt wurden. Ganz eigenartige Ansichtskarten wurden von Seite der Kunstanstalt C.A. Czichna und vom Landschaftsphotographen Fritz Gratl zur Ausgabe gebracht. Beim ersten handelt es sich um wirkliche Aquarellbilder, welche die hervorragendsten Sehenswürdigkeiten von Innsbruck, wie die Triumphpforte, Schloss Weiherburg, das goldene Dachl etc. zur Darstellung bringen und bei denen man sich nur wundern muss, wie es mögich ist, solche, wenn auch lediglich als Skizzen ausgeführte Handmalereien zum Prise einer Ansichtspostkarte herzustellen und zum Verkauf zu bringen. Da bei der Anfertigungsweise dieser Karten eine eigentliche Massenfabrikation naturgemäß ausgeschlossen erscheint, so dürften dieselben für Sammlerzwecke sich wohl umso größerer Beliebtheit zu erfreuen haben. Herr Gratl dagegen hat Originalvermerke anderer…
Die Mondscheinansichtskarten verspottet in seinem jüngsten Hefte der „Kunstwart“ wie folgt: „Ganz Deutschland reist neuerdings durch den Mondschein; ... die meisten sind blau, und auf allen, die blau sind, scheint der Mond, und zwar immer der Vollmond. Ein merkwürdiger allerdings, nämlich einer, der bald im Süden steht, bald im Westen, Osten oder Norden, ... also ein transportabler Vollmond
Postkarten mit Papstporträts
Ansichtskarten von Hötting
Historische Ansichtskarte zum Andenken an Wilhelm Biener
Im Verlage von Lorenz Neurauters Nachfolger hier sind drei neue hübsche Ansichtskarten erschienen, mit Abbildungen des Kreuzganges im Theresianum (Gymnasium) hier, das Bartholomäuskirchlein in Wilten und einer landschaftlichen Partie in Hötting.
Neue Künstlerpostkarten. Paul Tautenhahn, von der Mühlauer Malerkolonie, hat eine Serie von 10 Stück Innsbrucker Karten gezeichnet. Dieselben sind in braunen, der Heliogravüre ähnlichem Druck hergestellt
Die Kunsthandlung Lorenz (vorm. Neurauter) hat anlässlich der Pontlatzfeier eine prächtige Ansichtskarte herausgegeben, eine photographische Reproduktion des herrlichen Gemäldes von Prof. Karl Jordan. Das Original befindet sich in der Gemäldesammlung des Museums Ferdinandeum. Es stellt den Kampf am 8. August 1809 an der Pontlatzer Brücke dar, die Tiroler Landesverteidiger stürmten gegen das 10. bayerische Linien-Infanterie-Reg. „Junker“, welches samt der Kavallerie in der Felsenenge am „Gachen Blick“ den Kugeln und den Steinlawinen der Tiroler preisgegeben war. Das ungemein lebendige Bild eignet sich für ein Ansichtskartenmotiv vortrefflich
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