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Innsbrucker Nachrichten

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Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Verschiedenes

Verschiedenes

Schwabenkinder. Ich zweifle, ob Sie je von einem Menschenmarkt in Württemberg gehört haben, und doch wird ein solcher alljährlich am Josefstag in Ravensburg gehalten. Wenn er auch in keinem Kalender neben Vieh- und Krämermärkten figuriert, so ist er doch in den Alpenländern weit bekannt. Wer am vorigen Donnerstag am Abend auf der Straße nach Tettnang hin spazierte, der begegnete Scharen von kräftigen Jungen im Alter von 8 bis 17 Jahren, die, wenn auch müde von der teilweise neuntägigen Wanderung, doch wohlgemut, mit Stock und Strauß und umhängenden Säckchen daherzogen, um sich als Hirtenbuben und Viehknechte an die oberschwäbischen Bauern auf ein halbes Jahr zu verkaufen. Wenn mann fragte, woher kommt ihr? so hieß es: aus dem Liechtensteinischen, oder aus dem Montafon, oder aus der Gegend von Landeck und Finstermünz im Oberinntal, oder gar aus Glurns am Fuß der Ortlerspitze im Vintschgau.
(Audiatur et altera pars.) Nachdem vor 8 Tagen die Meister zur Revision des Gewerbegesetzes gesprochen haben, werden heute die Gesellen darüber reden. Plakate an der Straßenecken laden zu einer „freien Arbeiterversammlung“ im Österreichischen Hof eins; s.a. auch die Forderungen am 20.11.)
Die Lage der Arbeiter in Tirol; erster Versuch, eine Arbeiterkammer zu gründen
Gewerbekrankheiten: Schädigung der Eisendreher durch metallischen Staub, Vergiftungen mit Blei und Arsenik bei Schriftsetzern und Färbern, Bandwurm bei den Metzgern, (eine Folge der Übertragung von Finnen vom Schwein oder Rind); Lungenleiden, Leistenbrücke bei Schwerarbeitern etc.
Die Arbeitsvermittlung des tirolischen Gewerbegenossenschaftsverbandes
Staubkrankheiten (Kiesellunge, Kohlenlunge etc.)
Der Beruf des Straßeneinräumers (Vetrauensmänner-Versammlung im Bierstindl)
Gestern zogen die „Schwabenkinder“ von ihren Dienstplätzen in Südbayern und Südwürttemberg kommend, durch Nauders. Die Kinder sehen sehr gut genährt aus und tragen gute Kleider; sie sollen ein hübsches Schärflein nach Hause bringen.
Die Heimarbeit in Tirol und Vorarlberg (Rosenkranz-Kettelei in den Gemeinden Mieming und Rietz)
300 Hütkinder (Schwabenkinder), welche von mehreren Ortschaften des Oberinntales zusammen gekommen sind, wurden am 26. d. Mts. nach Württemberg und Baden gesendet
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