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Innsbrucker Nachrichten

Hinweis

Die nebenstehenden Texte können Sie im Original und vollständig in den Innsbrucker Nachrichten finden, die auf der Webseite ANNO abzurufen sind. Wie sie den Text am besten finden, habe ich auf meiner Startseite beschrieben.


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Brauchtum im Jahreslauf
Weihnachtskrippen: Da um heil. 3 König die Weihnachtskrippen ihren vollen Glanz entfalten, so beeilen wir uns, die liebe Jugend darauf aufmerksam zu machen, dass die Weihnachtskrippen der beiden Herren Brugger, die Wierer´sche (zur Eiche), die des Herrn Hofapothekers A. Schöpfer (sämtliche in der Stadt), dann die Steixner´sche in Wilten und jene der Famillie Rendll in Hötting zu den sehenswürdigsten gezählt werden.
Weihnachtskrippen in Innsbruck und Umgebung.
Das großartige heilige Grab der St. Jakobspfarrkirche wird heuer einer durchgreifenden Restauration unterzogen [Das um 1820 entstandene Kunstwerk wurde im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört. Siehe: Die Geschichte der heiligen Gräber in Innsbruck, Mag. Renate Mairoser, Innsbruck informiert, April 2002, S. 22]
In Windischmatrei hat sich der alte Brauch erhalten, in der Christnacht mit Flinten und Pistolen herumzuziehen und zu schießen (Bericht über eine Schussverletzung)
Johannisfeuer in Innsbruck; Kardinal Reisach ist auf der Durchreise nach Trient und macht in Landeck Station
Der Dekorationsmaler Juliano fertigt ein heiliges Grab für die Pfarrkirche in Hopfgarten an
Über das Wetterläuten
Am hohen Fronleichnamsfeste, d. i. am 20. d. Mts. hatten die Brixenthaler eine gar merkwürdige Feierlichkeit, nämlich den Schweden- oder Antlassritt. Um 1/2 1 Uhr Nachmittags kamen die Westendorfer mit ihrem geistlichen Herrn in der Mitte, bald darauf die Kirchberger, ebenfalls mit ihrem Priester, alle hoch zu Ross, hierher nach Brixen. Nachdem nun hier das Allerheiligste aus dem Tabernakel geholt war, setzte sich der Zug der drei vereinigten Gemeinden Brixen, Kirchberg und Westendorf in Bewegung zur sogenannten Klausner-Kapelle. Als dann dort die 4 hl. Evangelien abgesungen waren, wurde der Rückgang angetreten. Es war der ganze Ritt wirklich imposant; 85 Paar Pferde, die Bauern alt und jung entblößten Hauptes, mit grünen Zweigen in den Händen, in der Mitte drei Priester mit dem Hochwürdigsten, von Laternen und Fahnen umgeben. Was Wunder, dass sich eine unabsehbare Menge Zuschauer aus allen Ständen, sogar das Militär war vertreten, eingefunden hatte, die Feierlichkeit anzusehen, die vom schönen Wetter begünstigt, ohne die geringste Störung oder Unordnung vor sich ging, was bei so vielen Pferden und ungeübten Reitern sehr leicht erklärlich gewesen wäre
Eine Gesellschaft von Angerbergern gedenkt nächsten Donnerstag das beinahe schon vergessene Nikolausspiel in Rattenberg aufzuführen. Es ist das ein Volksspiel echtester Art und umfasst die ganze Legende des hl. Nikolaus nebst anderen freien Zuthaten. Im Unterlande wurde es in den ersten 30iger Jahren zum letzten Male gesehen und bald darauf von den Behörden verboten
(Hochzeitsbrauch mit Folgen.) In Kundl gab es am 27. d. Mts. eine Katzenmusik mit tragischem Ausgange. Es galt nämlich einem neuvermählten Paare, das zusammen mehr Jahre zählen mochte, als den Kundlern vielleicht anständig war. Ein etwas höheres Alter des Bräutigams oder der Braut ist nämlich im Unterland Grund genug, um die Virtuosen auf einem alten Zuber oder auf blechernen Hafendeckeln usw. von Nah und Fern zusammenzurufen und sich hören zu lassen; es ist, als wäre die Kopulation älterer Leute geradezu die Aufforderung zur katzenmusikalischen Produktion. Gewöhnlich macht man zu dieser etwas eigenthümlichen Feier der Standesänderung gute Miene, dass dies aber nicht gerade immer der Fall ist, dafür liefert das Verhalten des Neuvermählten einen eklatanten Beweis. Soviel man bis jetzt sicher vernehmen konnte, schoss derselbe nicht weniger als viermal auf diejenigen, die es so gut mit ihm meinten und hatte auch wirklich die Genugtuung, jedesmal zu treffen. Freilich tritt nun die Frage gar ernst an ihn heran, wie wird es mit den Flitterwochen ausschauen? Die Verwundungen der Getroffenen sollen übrigens gerade nicht erheblich sein
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